 Tagebuch
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Umstellung von Milchvieh auf Mutterkuhhaltung Wie geht man vor, um jeden der einzelnen Planungsschritte zu berücksichtigen? Die Mutterkuhhaltung ist ein ganz eigenes Verfahren als die Milchviehhaltung (danke Gottfried) - es muss ein Umdenkprozess bei den Umstellern stattfinden. Schon vor der Umstellung soll geklärt werden, mit welchen Kühen Mutterkuhhaltung betrieben wird (Kühe mit hohen Einsatzleistungen und überdurchschnittlichen Leistungen können gut an Milchbetriebe verkauft werden), nur Kühe mit festsitzenden hohen Euteransatz und dünnen Strichen verwenden). Die Mutterkuhhaltung ist von der Arbeitszeit flexibler (keine Melkzeiten!), dass empfinden die Menschen als Lebensqualität. Die Arbeit verlagert sich mehr in Richtung Management, Tierbeobachtung (zB nicht die Kühe nachmelken, aber beobachten, ob die Kälber saufen) Die Biestmilch innerhalb der ersten 3 h min. 1-1,5 Liter ist der zentrale Punkt! Das Maß der Wirtschaftlichkeit sind die aufgezogenen und abgesetzten Kälber pro Mutterkuh und Jahr, und hier sind wir bei vielen Betrieben weit weg von 1 Kalb (in fast jedem Bundesland werden Arbeitskreise angeboten). Die Landwirtschaftskammer bieten hier Beratung! www.lkoe.at In der Planungsphase muss in Ihrem Fall betriebliche und marktwirtschaftliche Situation berücksichtigt werden. Die Mutterkuhhaltung ist sehr anpassungsfähig und lässt verschiedene Intensitätsstufen zu. In der ersten Phase soll die betriebliche und marktwirtschaftliche Situation berücksichtigt werden. Die Auswahl des Produktionsverfahrens (zB: Einsteller, Jungrind, Zucht) richtet sich nach der Arbeitskräfteausstattung, einer möglichen Arbeitserleichterung und Arbeitszeitersparnis sowie der bestmöglichen Nutzung von Grünlandflächen. Auch die Optimierung der Ausgleichszahlungen und die vorhandenen Vermarktungsmöglichkeiten sind für die Wirtschaftlichkeit der Mutterkuhhaltung unumgänglich. In Ihrem Fall auf Basis Fleckvieh als Muttertiere in der Produktion (sprich dem Verkauf von Absetzern) wird in der Gebrauchskreuzung (also mit einem Fleischrassestier) belegt. Die meisten Bauern fragen welche Rasse sie verwenden sollen, da muss ich enttäuschen, es gibt innerhalb der Rassen große Unterschiede (spätreife und frühreife Vererber) daher ist zu klären welches Produktionsziel mit welcher Intensität und die Marktparameter. Die Vaterwahl soll nach diesen Kriterien getroffen werden - der Stier ist die Halbe Herde!!!! Nur Stiere mit Abstammungsnachweis kaufen, gekörte und besichtigte Stiere. Ein Stier in der Herde bringt pro 10 Kühe im Durchschnitt ein Kalb mehr pro Jahr! Die Umstellung auf Mutterkuhhaltung muss gut geplant werden um dann die notwendigen Schritte setzen zu können, um die Wirtschaftlichkeit des Betriebszweiges Mutterkuhhaltung sicherzustellen. Sie sehen, eine Fülle von Bereichen die zu beachten sind, daher ist gute proffesionelle Information wichtig. Viel besichtigen, unabhängige Beratung in Anspruch nehmen. Alles Gute, Andreas Hager
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