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Biogasgülle

  Antworten: 7

Name: Trenker 27-02-2005 20:36 nach oben
Tagebuch
Biogasgülle
Wir beabsichtigen heuer eine 6000t Biogasanlage zu errichten, in der Cofermente – Mais und natürlich Gülle, Mist und Jauche verarbeitet werden. Wir liegen in einen Viehintensiven Gebiet und viele Berufskollegen stehen jetzt nach der neuen Düngeverordnung (6 Monate Lagerzeit) vor der Entscheidung Lagerräume zu bauen. Diese kosten könnten sie sich sparen (ca. 100€ pro m³ Forum „Jauchenausbringung“ vom 16.02.05 herbl) wenn wir eine funktionierende Güllebörse aufbauen könnten. Daher meine Frage: wer hat Erfahrung damit Veredelung der Gülle durch Hygienisierung, Abbau vom Methangas, Kosten von Ein- und Ausbringung (Schleppschlauch), Gülleverträge, usw.

Name: theres antwortet um 01-03-2005 16:30 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biogasgülle
> Hallo Trenker,
mich würden die Unterschiede der Biogas- zur normalen Gülle interessieren?
Was ich interessant finde, bisher hat sich niemand so recht um die Gülle interessiert, jetzt wird es durch die Gasausbeute wichtig, mehr Bescheid drüber zu wissen.
Wie die Bakterien gefüttert werden, welche Gasausbeute,
die Idee, seine Bakterien in der Güllegrube zu füttern und ihnen beste Lebensbedingungen zu geben war bisher bei der normalen Güllewirtschaft eigentlich kein Thema.
Vielleicht kannst mir schreiben, wie du dich um deine fleissigen Arbeiter in der Grube kümmerst-
frdl. Gr.
regi


Name: Trenker antwortet um 01-03-2005 20:06 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biogasgülle
>Güsse Dich caspernaze
Du hast einige wichtige Punkte aufgezählt
Zum Ausbringungsverbot: bei unseren Wetterverhältnissen im Westen, ist es mit drei Monaten Lagerkapazität nicht immer ausreichend (zurzeit noch 30cm Schneedecke).Bei viele ist die Grube schon voll- also wäre handlungsbetarf angesagt. zum Ökologischen: vorigen Frühjahr haben einige bei gesättigten Boden Gülle ausgebracht –es hat nicht lange gedauert bis Sie in den Entwässerungsgraben aufgeschäumt war
Diese wäre bei Biogasprojekt nicht mehr erforderlich- genügend Lagerraum
Ausbringen bei richtigen Zeitpunkt- haben viele Grünlandbetriebe
Die Gülle ist homogen– dünnflüssig- ist gut Pflanzenverträglichkeit und Geruchsarm weiters ist auch das Methangas abgebaut.
Stickstoffmenge: es kann mit ca.4- 4,5kg pro m³ gerechnet werden
Zum Straßentransport: natürlich sollten sich bei den umliegenden Landwirten die Kosten durch die ersparten Bauausgaben rechnen

mfg trenker
Name: Trenker antwortet um 01-03-2005 20:30 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biogasgülle
> Hallo Theres
einige Punkte zum Unterschied der Gülle hab ich schon oben erwähnt, zur Fütterung der Biogasbakterien ist es notwendig das richtige Verhältnis (ausgewogen) zwischen Kohlenhydrate / Eiweiß / Fett usw. zu finden .Es ist auch sehr wichtig die Bakterien täglich zu füttern und die Raumbelastung nicht zu überfordern. einige Biogasbetreiber vergleichen es mit einer Hochleistungskuh.

Schöne Grüße Trenker


Name: hoanis antwortet um 07-11-2005 22:56 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biogasgülle
Ich bekomme 5 € für 1 m³ Mist mit mittelmäßig viel Stroh.
Name: CH4 antwortet um 29-03-2006 21:31 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biogasgülle
Hallo theres,

Die Viehcherl brauchen eigentlich nur drei Dinge:
- gleichmäßige Temperatur
- gleichmäßige Futterzufuhr
- gleichmäßiger pH-Wert (nahe 7 = neutral)
wenn die ersten beiden Bedingungen erfüllt sind erledigt sich die dritte von selbst.
Hat die Anlage allerdings Temeratur- oder Beschickungsschwankungen gerät das Gleichgewicht beim Abbauprozess flöten und die saure Gärung nimmt überhand.
Dann sollte schnell Kalk zur Verfügung stehen um den pH-Wert wieder einzustellen.
Weiters sollte dann die Beschickung stark reduziert werden.

Kann als Sohn eines Landwirtes der sich beruflich mit der Errichtung von Kläranlagen und Faulanlagen (= Biogasanlagen auf Kläranlagen) beschäftigt, jedem raten die Viecherl, auch wenn sie mikroskopisch klein sind, pfleglich zu behandeln.
Auch sie können "Verdauungsbeschwerden" haben.

gruß CH4



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