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weniger ist mehr?

  Antworten: 98

Name: theres 16-02-2005 20:16 nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
Vor ein paar Tagen habe ich die Einladungskarte zu den Schlögener Biogesprächen wieder gefunden.
Ein Vortrag mit Alois Burgstaller - weniger ist mehr, mit weniger Milchleistung mehr Geld verdienen, würde mich interessieren.
Könnt Ihr Euch das vorstellen?
frdl Grüsse
regi

Name: Four_Roses antwortet um 16-02-2005 20:56 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> hi !

hattest du mehr geld ,als deine kühe noch weniger milch gaben????

oder wollen sie nur die biotheorie :-weniger geld bietet die zeit länger und mehr zu arbeiten !! unters volk bringen???
Name: theres antwortet um 17-02-2005 06:25 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> Hi,
das meiste Geld verdient man mit hoher Milchleistung und hohem Milchpreis.
Bei veränderten Konstanten schaut das schon wieder ganz anders aus.
Und noch eine Frage- ist das Thema Bio- hier neutral oder negativ besetzt?
Ich frags deshalb, weil ich in einem Arbeitskreis mitmache, in dem die verschiedenen Betriebsformen mitmachen-
und da bekommt frau so einiges mit.
Wenn ich mir die momentanen Getreidepreise vor Augen halte-
und an die letztjährige Rekordernte denke, dann fängt frau sich zu fragen an, ob der Aufwand für Düngung und Pflanzenschutz noch Sinn macht, wenn es am Schluss fast nicht mehr kostendeckend verkäuflich ist.
Die Düngepreise gehen wegen der Ölpreise nach oben, alle anderen Produkte, die am Ölpreis hängen ebenfalls und Getreide und Milch nach unten-
und da fängt frau einfach an, etwas mehr nachzudenken.
Hätte mich nur interessiert, ob beim einen oder anderen Bauern drüber nachgedacht wird.
Ich habe einen Vortrag von Herrn Burgstaller schon mal vor einiger Zeit gehört,
damals war es vollkommen neu, einmal ganz anders zu denken,
aber die Preisentwicklung scheint ihm recht zu geben, wenn ich Zeit habe, dann höre ich mir diesen Vortrag sicher noch ein 2. mal an.
Es ist sicher nicht einfach, sich von der Anerkennung und Wertschätzung, die eine hohe Leistung mit sich bringt, zu verabschieden,
aber letztenendes gehts ums wirtschaftliche Überleben des Betriebes.
freundl. Gr.
regi

Name: biolix antwortet um 17-02-2005 09:14 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
>
DANKE Regi !

diese "ideologie" denkerei, ist schon komisch, wer die Theorie vertritt ein ständig steigendes Wachstum oder eine endlose Ertragssteigerung gibt es nicht oder darf es auf einer begrenzten welt nicht geben der vertritt dann nach four roses den "Bio mist" ??
Was soll das, anstatt froh zu sein das Bauern sich vor 40 jahren aufgemacht haben eine Kundenschicht zu erobern die auf gesunde unbahandelte eben biologische Lebensmittel "abfahren" und auch hörere Preise dafür zahlen wird nun immer wieder schlecht gemacht und als ideologie hingestellt.. wie regi schön schreibt, möchte ich ein einziges mal noch die viesionen einer chemisch synth. immer industrieller werdenden konv. LW von euch erfahren ??
Lois Burgstaller hat so wie ich auch eine super "Vision" und eben auch wege wie es anders gehen kann, und wenns schon nicht alle tun regt es wie ich wieder aml am theres sehe zum nachdenken an...
Und weniger das hab ich selbst nach dem ausstieg aus der Fungesellschaft erlebt ist wirklcih mehr !!
lg biolix

Name: Four_Roses antwortet um 17-02-2005 09:31 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> hi biolix !

habe keine lust , aus der fungesellschaft auszusteigen !

mfg.
Name: herbl antwortet um 17-02-2005 09:32 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> hi theres
du schreibst, dass man das meiste geld mit hoher milchleistung und hohem milchpreis verdient
da du arbeitskreismitglied bist, solltest du wissen, dass es auch den faktor kosten gibt
bei gleichem milchpreis und niedrigerer milchleistung , dafür auch weniger kosten kann mir sehr wohl gleich viel unter dem strich überbleiben
weniger ist also nicht unbedingt mehr, aber vielleicht gleich viel
lg herbl

Name: ALADIN antwortet um 17-02-2005 09:59 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
weniger ist mehr?
>
Ich wollte vor 15 Jahren mit einem Stallbau beginnen und hab deswegen die alten top-agrar Hefte hervorgeholt. In einem der Hefte habe ich folgende Überschrift gefunden: "Weniger Milch und mehr Geld". Dort wurde penibel vorgerechnet wie ein Milchbauer die Kosten gesenkt hat. Nachher lieferte er weniger Milch, es blieb ihm aber mehr Geld in der Tasche. Das war vor 20-25 Jahren. Ich habe gottseidank keinen Stall gebaut, aber die Idee habe ich umgesetz indem ich Biobauer geworden bin. Den Erfolg kann man in meinen Abschlüssen sehen. Ich bin freiwillig buchführender aber umsatzsteueroptierender Landwirt. Ich bin am Anfang belächelt worden wegen der geringen Erträge und der manchmal etwas verunkrauteten Felder aber jetzt lacht keiner mehr über mich. Mit etwas Selbstbewustsein kann man der Lagerhaus-LWK Lobby entgehen, die uns zu Höchsterträgen anstiftet, damit sie ihre Geschäfte machen. Und es bleibt dann mehr in der Geldbörse.
Name: theres antwortet um 17-02-2005 10:20 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> Hallo Aladin,
mir ist vor Jahren auch etwas unter die Finger gekommen, dass dazu geführt hat, dass wir überhaupt nachzudenken begonnen haben.
Einen Betriebsvergleich zwischen 2 verschiedenen Betrieben,
und die Zahlen waren so etwas von überwältigend,
da brauchte es keine Erläuterungen mehr.
Ein Bauer hat es in einem Vortrag gut erklärt,
es ist nicht die Summe der Einnahmen- die das Betriebsergebnis ausmachen,
sondern es ist die Summe der Ausgaben, die dem Betrieb das Überleben sichern.
Dieser Satz hörte sich dermaßen blöd an, dass ich nachzufragen begonnen habe.
@biolix- was ist für dich fungesellschaft?
Mir haben die Visionen Burgstallers gut gefallen-
habe durch seinen Vortrag überhaupt mal nachgedacht, welche Visionen wir für uns und unseren Betrieb haben.
Wenn ich es irgendwie schaffe, dann werde ich mir die letzten 2 Teile von den Schlögeler Biogesprächen nicht entgehen lassen.
Vor allem auch den Vortrag von Dr. Johannes Pausch,
sein Buch "Was der Seele gut tut" liegt in meinem Bücherschrank und einen seiner Vorträge habe ich auf einer CD.
Mir gefällt der Aufbau dieser Vorträge,
Boden-Pflanze, Tier und Mensch in einem gemeinsamen Bogen zu sehen, finde ich wirklich gut aufgebaut.
Denn ich denke, dass wir das Ganze sehen müssen.
Was ich nicht verstehe, warum es zwischen den beiden Betriebsformen solche tiefen Gräben gibt-
es gibt unheimlich fite und tolle Biobauern/Bäuerinnen und auf der anderen Seite das gleiche- anstatt gegeneinander zu arbeiten-
voneinander lernen- sähe ich als vernünftiger an.
Die Frage ob weniger mehr ist- für mich ist sie beantwortet.
freundl. Gr.
regi


Name: stb antwortet um 17-02-2005 11:57 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> Ich bin gegen die Übertreibung in dem Satz "weniger ist mehr".

In vielen Fällen ist mehr sehr wohl mehr. Zum Beispiel ist mehr Milch auf 1 Stallplatz (=Kosten) grundsätzlich schon besser. Es geht nicht nur um die Kosten, nicht nur um die Einnahmen, sondern immer um den Gewinn.

Auf den Gewinn bezogen KANN weniger mehr sein. Patentrezepte gibt es sowieso keine und wie schon aus einigen vorherigen Beiträgen ersichtlich kann nachdenken nie schaden. Leider gibt es aber Bauern, die den Grundsatz weniger ist mehr zwar kennen, aber beim nachdenken anwenden.

Name: naturbauernhof antwortet um 17-02-2005 12:38 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
weniger ist mehr?
So lange ist es doch noch gar nicht her mit dem freiwilligen Lieferverzicht der gut funktioniert und sich auch gerechnet hat, leider aber abgeschafft worden ist. Warum eigentlich?





Name: alhu antwortet um 17-02-2005 15:44 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
>
Das kann ich dir schon sagen. Die Molkereien und die Lebensmittelindustrie brauchen ja nicht weniger Milch sondern mehr. Da hätten sie dann weniger und müßten mehr dafür bezahlen. Und da die Wirtschaft allmächtig ist, werden immer Regelungen getroffen, die dieser nützt und nicht den Bauern.
Name: rirei antwortet um 17-02-2005 16:31 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
weniger ist mehr?
> Hallo Theres !
Ich hab den Alois Burgstaller auch schon gehört. Ich bin nicht mit allem einverstanden, was er sagt, auch kann ich einiges nicht nachvollziehen. Trotzdem war der Vortrag sehr interessant und ich möchte Dir empfehlen, den Vortrag einfach einmal anzuhören.
Man muß und kann ja nicht immer alles 1 zu 1 umsetzen.
Und man darf nicht alles verteufeln, nur weil einem einzelne Dinge nicht passen.
Gerade von den 'anders' (oder vielleicht doch 'richtig' ?) -Denkenden gehen aber oft jene Impulse aus, die einem bei einer wichtigen Betriebsentscheidung helfen können.
Geh hin und hör's Dir an!

lg
Richard
Name: helmar antwortet um 17-02-2005 19:58 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
weniger ist mehr?
>Ich hatte bis dato nur die Gelegenheit einige Artikel von Burgstaller zu lesen u.a. auch im Fortschrittichen Landwirt. Und so manches davon ist nicht abzulehnen. Ein wenig stört mich aber der Titel"weniger ist mehr"
denn es wäre wohl besser die optimale Lösung für den einzelnen Betrieb zu suchen, denn es ist nun mal so dass keine 2 Höfe auch wirklich gleich sind. Was hilft es wenn z.B. 9000 kg Milchleistung angestrebt wird und die Vorraussetzungen nicht vorhanden sind? Ich bin mit Burgstaller auch der Meinung dass ein sogenanntes "gutes Mittelmaß" nicht so schlecht ist und dass man vor allem auch die Herdengesundheit, Fruchtbarkeit, Remontierung und vieles mehr in vielen Berechnungen viel zuwenig berücksichtigt. Und ein Streben nach sogenannten Höchstleistungen mag zwar nicht schlecht sein, nur gratis gibts das nicht. Wenn man nicht 5mal Kraftfutter einfüttern gehen möchte, dann muß man sich eben den Automaten leisten, und wenn man "mehr und größer"werden will geht das in der heutigen Zeit meistens halt nur mit geborgtem Grund und Geld und mit gekaufter Quote. Ich bin zwar Mitglied im Rinderzuchtverband und schau auch dass meine lieben Kühe im oder knapp über den Landesdurchschnitt liegen, aber Höchstleistungen strebe ich gar nicht an, nicht zuletzt wegen
des erhöhten Aufwandes. Mir sind Langlebigkeit, und vor allem eine geringe Remontierung viel wichtiger. .....und dass ich damit nicht so schlecht liege beweist die Tatsache dass meine kleine Herde( welche geht es nach manchen Experten ja von der Größe her gar keine Existenzberechtigung hat) das höchste Durchschnittsalter in unserem Bezirksverein hat! ....und sich nach den örtlichen Gegebenheiten zu richten und sich nicht TOP-AGRAR u.ä. als einzige Weisheiten zu Gemüte zu führen, sich nach der finanziellen und persönlichen Decke zu strecken hat noch keinem geschadet. In einem Artikel im Landwirt hat Burgstaller auch Vorteile des Bauerndaseins beleuchtet, und da ich beide
Seiten kenne, ich habe selber einige Zeit außerhalb der Landwirtschaft gearbeitet und mein Mann hat einen Job in der Industrie, weiß ich das Bauerndasein, auch wenn ich den Hof alleine bewirtschafte,sehr sehr wohl zu schätzen........
Mfg, helmar

Name: naturbauernhof antwortet um 18-02-2005 09:33 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
weniger ist mehr?
"Weniger ist mehr" ist ein Gesetz der Wirtschaft! Die Erfolgreichsten Unternehmer trachten danach, mit möglichst wenig Einsatz das Maximum an Gewinn herauszuhohlen. Um das geht es. Hochleistungszucht ist in meinen Augen ein Sport und hat nichts mit wirtschaftlichkeit zu tun. Wenn die Kuh auf der Weide ist und sich ihr Futter selber holt ist dies wirtschaftlicher als wenn zuerst gemäht, siliert,gemischt und verfüttert wird. Dies war schon immer so. Dazu gibt es im Landwirt entsprechend Interessante Artikel über Vollweidehaltung mit entsprechenden Vergleichsberechnungen gegenüber Intensivkuhhaltung. Die Zahlen sprechen für sich!

Name: Moarpeda antwortet um 18-02-2005 23:38 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
weniger ist mehr?
Weniger produzieren bringt mehr Zeit und Geld - vorausgesetzt es machen alle mit.

Es macht niemand mit, also wird sich die Spirale weiter drehen.
Das Geld macht der Handel und ersparen sich die Konsumenten - die sich wiederum "mehr" (Industrieschrott) kaufen können.

Für das persönliche "weniger ist mehr" gebe ich eine gute Buchempfehlung: "simplify your life"

Name: theres antwortet um 19-02-2005 07:13 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
>
Genau das ist der springende Punkt, weniger wäre mehr, aber jeder wartet, dass der andere weniger macht.
Diese Einstellung ist zutiefst menschlich.
Durch unseren Fleiß haben wir es geschafft, dass von allen viel zu viel auf dem Markt ist- es wird aber nur eines übersehen:
man schafft mit dieser Einstellung, dass die Preise immer weiter fallen,
beim Anderen- aber genauso bei einem selbst.
Also schädigt dieses Verhalten jeden einzelnen.
Der Kampf um höhere Milchpreise- solange es zuviel davon gibt, wird sich nicht leicht was ändern-
es sei denn, in der Milchwirtschaft treffen die Gesetze des Marktes nicht mehr zu.
Mir ist es letztes Jahr bewusst geworden, als nach dem Jubel über die aussergewöhnliche Getreideernte der Preis in den Keller fiel.
Was nützt uns die Menge, wenn dadurch der Preis verfällt-
die Frage ob weniger mehr ist- hat sich letztes Jahr für mich beantwortet.
Überall lagert noch massenhaft Getreide, die Düngemittel sind inzwischen schon wieder teurer geworden-
und man spekuliert, ob die letztjährige Getreideernte noch getoppt werden könnte?
Entweder ich habe Betriebswirtschaft und Rechnen vollkommen verkehrt gelernt- oder es hat sich inzwischen vieles verändert-
Solange wir Überschüsse erzeugen- wird mehr weniger sein.
freundl.Gr.
regi
Name: Four_Roses antwortet um 19-02-2005 08:15 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> Hi !

die gesetze des marktes sind immer die gleichen!
angebot und nachfrage regelt den preis!
wir hatten in der landwirtschaft früher einen geschützten markt.
das war einmal!
wenn du 1000 bauern findest, die deine wirtschaftstheorie beginnen zu praktizieren, dann sind es auf der anderen seite genau so viele die ihre produktion steigern werden!
die gedanken sind frei !
die wirtschaftsweise auch. gott sei dank !
mfg!
Name: theres antwortet um 19-02-2005 08:46 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> Hi,
kann mich nicht erinnern, dass ich von irgendwelchen Zwangsmaßnahmen schrieb.
Dank dieser von Dir als "Gott sei dank" beschriebenen Wirtschaftsweise
wird der Bauern - und Dorfkanibalismus weiter zunehmen.
der Grössere frisst den Kleineren-
scheinbar scheint ein Nachdenken um weniger so weit weg vom betriebswirtschaftlichen Denken sein-
lieber mehr produzieren um weniger zu verdienen.
regi

Name: Four_Roses antwortet um 19-02-2005 09:08 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> hi !
vielleicht ist dein leitsatz "weniger ist mehr"auch so gedacht:

HALLO, BAUERN, WERDET ENDLICH WENIGER, DANN

BLEIBT MIR ENDLICH MEHR!!!!!!!!

mfg!




Name: gfb antwortet um 19-02-2005 09:43 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> Ich möchte auf das Pareto Prinzip hinweisen - 80/20 Regel.
Mit 20 Prozent des Aufwandes 80 Prozent des Erfolges erreichen.
Für die restlichen 20 Prozent des Erfolges müßte man 80 Prozent aufwenden.
Es ist daher nicht wirtschaftlich, das Letzte herauszuholen.
Ein weitere Seite : www.geldreform.de
Ein sehr interessante Seite über Geld-Zinsen-Kapital.
Die Geld-ZinsGesetze vertragen sich nicht mit den Gesetzen
des Lebendigen in der Landwirtschaft. Die Natur, die Schöpfung kennt Grenzen, das Kapital und der Zins nicht.
Dort liegt das Problem. Bei der Habgier des Menschen.
Wo Geld mit Gott verwechselt wird.

Name: theres antwortet um 19-02-2005 10:13 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> Hallo gfb,
ich denke auch, dass das Parettoprinzip sehr gut passen könnte.
Hab schon öfters die gleiche Feststellung gemacht und wenn ich Berechnungen angstellt habe- hat es sich immer wieder bestätigt.
Der Spruch von Ghandi-
die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier-
sagt eigentlich alles.
Mir fällt auf, dass das Leben und Wirtschaften mit weniger- wirklich mehr ist.


@four roses-
wie kommst Du darauf, dass ich auch zum Bauern- und Dorfkanibalismus beitragen möchte????????
Weniger Bauern haben weniger Einfluss, weniger Rechte,
weniger Macht.
Bisher habe ich versucht, das Gegenteil zu erreichen.
freundl. Gr.
regi

Name: gfb antwortet um 19-02-2005 10:36 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> Hallo Theres,
wenn Du an mehr Infos interessiert bist schau auf die Seite
www.landmaschinengemeinschaft.at
Name: gfb antwortet um 19-02-2005 10:54 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> Bibel Kirchen Zinswirtschaft

"Was ist für ein Unterschied, durch Einbruch in
Besitz fremden Gutes zu kommen auf heimliche
Weise und durch Mord als Wegelagerer, indem
man sich selbst zum Herrn des Besitzes jenes
Menschen macht oder ob man durch Zwang,
der in den Zinsen liegt, das in Besitz nimmt, was
einem nicht gehört?"

Gregor von Nyssa (ca. 334 - 394 n. Chr.)


"Das Verbot des Zinses ist nicht bloß eine einzelne
wirtschaftlich-soziale Maßregel, sondern ein gewaltiges
Prinzip: die Verhinderung der Geldherrschaft. In
diesem Sinne geht das Zinsverbot durch die christliche
Kultur,... Es gilt in der ganzen altchristlichen Zeit und
im ganzen Mittelalter. Zinsnehmen bleibt Wucher. Erst
die kirchliche Reformation und die weltliche Re-
naissance heben das Zinsverbot auf und öffnen damit
jener Entwicklung zum Kapitalismus die Bahn, welche
die Geldherrschaft zuletzt auf den Gipfel bringt, Gott
und den Menschen durch den Mammon verdrängend.
Es ist ein Erwachen der Revolution des Mose, wenn die
Freigeldbewegung wieder das Zinsproblem im Sinne
der Beseitigung des Zinses auf den Leuchter gestellt
(entnommen aus www.geldreform.de)

Name: Four_Roses antwortet um 19-02-2005 13:35 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
>
hi theres !

vielleicht gut gemeint aber doch schlecht getroffen?

mfg !
Name: kst antwortet um 19-02-2005 14:00 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> Lieber gfb! Es gibt für mich keine Erklärung was dein Beitrag über den Zins hier bewirken soll.
Allein die Überschrift: Bibel Kirchen Zinswirtschaft, gibt zu denken.
Einen Ausspruch aus dem 4. Jhdt. zitieren, dass Zins nehmen gleich einem Mord gleichzusetzen ist?
Mich würde interessieren ob du dein bares Kapital zu Hause aufgehoben hast, denn Zins nehmen ist gleichzusetzen mit Mord.......




Name: Four_Roses antwortet um 19-02-2005 14:50 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> HI !

ich hätte da auch noch eine andere variante für euere 20-80 regel.
wenn die20%hobby-und rentnerbauern nicht auch noch überschüsse produzieren würden (wie ihr sagt), dann würde für die 80%, die davon leben wollen oder müssen (genannt kanibalen),sogar noch etwas mehr übrig bleiben!
mfg!

Name: biolix antwortet um 19-02-2005 16:25 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
>
Unglaublich Four roses !!
die "Aktiven " würden mit den restlichen 20% noch mehr draufdrücken was für dich ja so viel bedeutet wie meinungsfreiheit und produktionsfreiheit..bravo..
kst.. www.oekobank.de und www.gls-bank.de
mfg. biolix
Name: gfb antwortet um 19-02-2005 16:39 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> Lieber kst,
der Ausspruch von dem Heiligen Gregor von Nyssa ist eine Aussage eines der 33 Kirchenlehrer der Katholischen Kirche
Gregor von Nyssa ist nach wie vor Kirchenlehrer.
Ich habe wenig Kapital und bekomme wie viele andere normalen Zins für Sparbücher.
Das ändert nichts an der Tatsache der Aussage des
Kirchenlehrers. Diese Aussagen haben zeitlosen Charakter.
Man sagt: Geld arbeitet. Ich habe Geld noch nie arbeiten gesehen. Es arbeitet ein Arbeiter, ein Handwerker, eine Hausfrau, ein Bauer, ein Bäcker,....... da wird nämlich eine neuer Wert geschaffen. Da spricht man von Wertschöpfung. Dann gibt es noch die vielen Dienstleister .......
Aber Geld arbeitet sicher nicht.
Nicht umsonst gibts die Diskussion um die Tobin Steuer
(Steuer für Spekulationsgewinne für Kapitaltransaktionen,
wo Milliarden verdient werden) .
Tobin ist, soweit ich weiß, ein amerikanischer Wirtschafts-
wissenschaftler.


Eine Kernforderung von Attac ist die Regulierung der Finanzmärkte. Die Tobin Tax ist eine Devisenumsatzsteuer (currency transaction tax - ctt) auf alle Geldwechselgeschäfte, die diese weniger lukrativ machen und damit die Überliquidität der Devisenmärkte abbauen würde. Gleichzeitig würden international große Geldmengen eingenommen, die in Entwicklungsprogramme fließen könnten.
Das Volumen der täglichen Devisentransaktionen beträgt über 1400 Milliarden US$. Mindestens 80% davon haben eine Laufzeit von weniger als 7 Tagen, entbehren also jeglicher realwirtschaftlicher Grundlage und spekulieren einzig auf Renditen durch Wechselkursschwankungen. Sie bewirken damit eine Instabilität der Finanzmärkte und führen zu Währungkrisen, die für die Länder des globalen Südens einen verschärften Bedarf an Devisen bedeuten, dem sie nur durch forcierte Ausbeutung von Mensch und Natur begegnen können. Die Tobin Tax gäbe diesen Ländern mehr Spielraum zu eigenständiger Entwicklung und zur Bekämpfung von Armut.
-entnommen aus nhttp://www.attac.de/tobin/index.php
Name: naturbauernhof antwortet um 19-02-2005 18:24 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
weniger ist mehr?
Four Roses, du bist schon ein armer Teufel, das dir nichts bleibt. Doch Armut bzw. Reichtum ist eine Frage der Geisteshaltung und nicht eine Frage der Grundfläche die man bestrebt ist zu bewirtschaften. Mit dienem Beitrag gibst du ja deine Geisteshaltung preis!


Name: gfb antwortet um 19-02-2005 18:42 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> hier noch ein Link zur Tobin Steuer -
http://de.wikipedia.org/wiki/Tobin-Steuer
Name: gfb antwortet um 19-02-2005 19:32 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> Bundestagspräsident für Regiogeld

Wolfgang Thierse hat als einer der ersten mit dem neuen Regiogeld Berliner eingekauft. Seit Donnerstag gibt es in der Hauptstadt ein Geld, das in der Region bleibt anstatt abzuwandern. Darüber berichtet die Schweriner Volkszeitung.


"Die Ersatz-Währung ist ein Gutschein. Es gibt ihn zu einem, fünf und zehn ´Berlinern´, alle fälschungssicher: Auf ihrer Rückseite haben sich lokale Künstler verewigt, ´schöner als vorne´, findet Thierse. Ein ´Berliner´ ist einen Euro wert, 100000 sollen in den nächsten zwei Jahren im Prenzlauer Berg kursieren, plant der Verein Berliner Regional, der die Währung eingeführt hat."

Der "Berliner" fördert die regionale Wirtschaft. Er ist nur vor Ort gültig. Außerdem sorgt eine sogenannte Umlaufsicherung dafür, dass der Wertgutschein immer wieder ausgegeben wird anstatt dem Wirtschaftskreislauf entzogen zu werden. Damit hat er dem Euro gegenüber einige entscheidende Vorteile.

Erfahren Sie in unserem Crash-Kurs, für welche Probleme unser jetziges Geldsystem sorgt. Machen Sie mit der INWO auf eine der Hauptursachen für Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und Umweltzerstörung und eine mögliche Lösung aufmerksam.

Der Artikel der Schweriner Volkszeitung ist leider nicht mehr online zu finden, dafür aber der Verein Berliner Regional.

(Quelle: http://www.inwo.de) vom 5.2.05

Name: kst antwortet um 19-02-2005 19:47 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> Lieber gfb! Du hast sicher in vielem recht, was Devisenmärkte, Geldspekulationen, Renditen nur auf Wechselkursschwankungen betrifft. Nur ich möchte dich erinnern worum es ursprünglich ging, um die Aussage
ob es sinnvoll ist den letzten Liter Milch aus einer Kuh herauszuholen oder um mit viel Einsatz doch dem Boden einige Kilo Mehrertrag abzupressen.
Doch du wirfst plötzlich 33 Kirchenlehrer in die Debatte, schreibst vom Wucher der Zinsen und stellst Zinsnehmen auf die gleiche Stufe von Mord.
Lieber gfb. du kannst die Meinung von Kirchenlehrern und mögen sie noch so gescheit gewesen sein, nicht eins zu eins in die heutige Zeit umsetzen und schon gar nicht haben solche Aussagen zeitlosen Charakter. Ich denke nur daran, dass man erst vor kurzen Galiläo erst rahabiliert hat, weil er im Gegensatz zu Kirchenlehrern der Ansich war, dass die Erde rund sei! Für einen versierten Bibelkenner würde es nicht schwer sein, alles aus der Bibel herauszulesen um mit der Bibel gleich darauf das Gegenteil zu beweisen.
Beispiel, Mätthäus Röm 12,6 Kap 24,45-47 das Gleichnis " Von den anvertrauten Zentnern".
Der Mensch der außer Landes ging und seinen Knechten Zentner Silber aushändigte. "Sogleich ging der hin, der 5 Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann 5 weitere dazu"......"Der aber einen empfangen hatte, ging hin, grub ein Loch und verbarg das Geld seines Herrn"............und was sagte der Herr zu diesem???? " Du böser fauler Knecht! Wußtest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und einsammle, wo ich nichtausgestreut habe? Dann hättest du mein Geld zu den Wechslern bringen sollen, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine wiederbekommen mit Zinsen".
Soviel lieber gfb dazu, dass du mit Bibelzitaten, Kirchenlehrern, Internetseiten zu beweisen versuchst, dass Geld, Kapital etwas zutiefst verwerfliches ist.
Man kann mit Geld und Kapital auch viel Gutes tun, es kommt nur auf die Menschen an und das kann jeder Einzelne von uns, aber eher durch tolerantes Miteinander und nicht durch in den Raum stellen von Tobin Tax, durch allgemeine Anschuldigungen wie forcierte Ausbeutung, Armut der Länder usw.
Ich bin sehr dafür, dass man diesen Ländern hilft, ich glaube auch nicht dass Alles bei uns gut ist, aber es gibt soviele Menschen die fordern, dass der böse Kapitalismus den armen Länder die Schulden nachläßt, doch wozu haben die allermeisten dieser armen Länder diese Schulden gemacht, nicht um Nahrung zu kaufen, sondern um sich Soldaten und Waffen leisten zu können. Es ist zu einfach zu sagen, die Geldmärkte sollen ihre Überliquidität in Entwicklungsprogramme fließen lassen, und schon gar nicht es hier zu sagen, deshalb nicht weil dieses Forum sicher nicht die Voraussetzungen bietet um so ein weltumspannendes Thema auch nur annähernd neutral zu behandeln.

Name: Four_Roses antwortet um 19-02-2005 20:24 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> hi partylöwe !

gut daß sich auch noch mal bauern melden, die jetzt und morgen mit und von der landwirtschaft leben wollen! die einer
familie einen der heutigen zeit angemessenen lebensstandard bieten wollen.
das geht nun mal nicht mit 5o ooo quote im milchviehbetrieb.

das geht auch nicht mit 5000 kg herdenleistungen!
wo wären unsere industiebetriebe wenn sie in der produktivitätssteigerung vor 20 jahren aufgehalten worden wären? alle gäbe es nicht mehr !
und ihr glaubt die jungen leute in der landwirtschaft sollen mit aussichtslosen betriebsvorrausetzungen einfach so

weiterwurschteln( alter stall, wenig grund, wenig quote, wenig leistung) ? dann wundert ihr euch auf der anderen seite, daß man die bauern als antiquiert und rückständig bezeichnet ?

daß man in österreich nicht über strukturprobleme in der LW
reden will weiß ich schon aber ich scheue mich nicht, auch darüber zu diskutieren!

ps: zu biolix- ich habe mich schon deklariert - ich zähle mich zur fungesellschaft!
mfg!


Name: ede_1 antwortet um 19-02-2005 20:25 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> @partylöwe
du hast recht mit dem "sich einreden",wurde und wird immer noch gern praktiziert, man denke nur an den "feinkostladen österreich",ökosoziale marktwirtschaft" und einiges mehr.war sicher gut gemeint unter riegler und co, nur mit dem gewaltigen schönheitsfehler,dass dies in einem freien markt nicht funktioniert!!!
die marschrichtung der europäischen landwirtschaft war immer gleich..WACHSEN ODER WEICHEN, nicht positiv,dennoch unumstösslich
mfg..ede

Name: biolix antwortet um 19-02-2005 23:28 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
>
NA BRAVO !

da haben wirs wieder, und ich beginn morgen raus zu gehen in Bauernbund Manier "Pachtet, Kauft, Investiert schaut euch um beim nachbarn, in der umgebung, bietet um 100 euro mehr als der vorige für die pacht ( ZA bekommt ihr nächstes jahr schon verkauft )
stockt auf alle von 20 auf 40 der ander von 40 auf 80 Kühe, arbeitet, hackelt mehr, nur die fleissigen werden morgen noch übrig bleiben, und die nicht wollen, schleichts euch, hörts auf, such t euch eine andere arbeit" .. so werde ich es machen , ich kann es denn ich hab schon nen Vorsprung hihi, mit unseren ha...
ab jetzt gibt es für mich kein zurück mehr.. ist doch schön einfach mal nur an sich zu denken und den anderen wieder mal nur die Wahrheit zu sagen...
und schön für euch , ihr werdet kein "alternatives" post mehr von mir hier lesen...
Nur mehr die neuesten Strategien wie man am schnellsten zu geld kommt und natürlich als Bauer überlebt..
Fourroses und wie hieß der andere noch DANKE EUCH !
und wers nicht glaubt erkundige sich in meiner umgebung danach wohin mein streben ab jetzt geht..
juhu endlich nicht an den nachbarn denken... es reicht leider nicht mehr für ihn.. aber vieleicht werde ich es ihm nicht so direkt gleich sagen, ich werde mal so tun, alle ohren und augen offen halten, ein wenig schleimen, hmhm und um einen markt werd ich mich nicht mehr umsehen, für biopreise kämpfen, schwachsinn, da versäum ich ja was zu hause..

Name: giebenrath antwortet um 20-02-2005 00:45 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
>
das wahre Gesicht des "biolix", oder sollte man besser "Fratze" sagen !

Von Paulus zu Saulus ...... in diesem Sinne

mfg
Hans
Name: Four_Roses antwortet um 20-02-2005 07:31 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
> hi !

war wohl nix mit bio !!!!

alles nur hohle sprüche ! hast wohl keine konsumenten mehr,

die alles glauben, was so ein bioguru verbreitet!!!

ps: hat der herr burgstaller auch nur 80% von seinem vortragshonorar genommen?

mfg!
Name: abs antwortet um 20-02-2005 08:00 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
dieser Biolix hat wohl zu viel vom biosaft erwischt! mit solchen einträgen die zukunftsbetriebe niedermachen, das man nur und bremsen soll am betriebund lauter so schmarn! aber dan selber beim kontigen kauf den preis rauftreiben.
ein richtiger BIO halt.nichts als neid


Name: abs antwortet um 20-02-2005 08:06 auf diesen Beitrag nach oben
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weniger ist mehr?
> biolix
weniger BIObauern = mehr intakte Landschaft (Bodenleben)

Name: theres antwortet um 20-02-2005 08:58 auf diesen Beitrag nach oben
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weniger ist mehr?
> Da lacht einem ja richtig das Herz, wenn man die Beiträge liest-
so eine Solidarität unter den Bauern tut einfach gut.
Wir verwenden auf unserem Betrieb Mikororganismen.
In so einer Flasche sind sicher sehr viele verschiedene Lebewesen drinnen, wo einer vom anderen lebt. Ohne Sprache scheinen sie ein Gleichgewicht gefunden zu haben-leben in Symbiosen.
Aber so ein Hauen und Stechen wie in der Diskussiom - ob weniger mehr sein kann- habe ich auch noch nicht oft erlebt.
Deshalb ändert sich auch in der Landwirtschaft so wenig, haben andere soviel Macht über uns- so einen kleinen uneinigen Haufen Bauern braucht keiner fürchten.
regi

Name: Four_Roses antwortet um 20-02-2005 09:18 auf diesen Beitrag nach oben
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weniger ist mehr?
> hi !

endlich gibt es auch wieder einmal eine interessante diskussion im forum !!!!
zu theres ! ich habe soviel mikroorganismen auf meinem betrieb, daß ich sie nicht in einer flasche kaufen muß! und allle die ich habe kommen bestens aus miteinander!
daß sich in der österr. LW wenig ändert stimmt, sonst wären wir in der entwicklung unserer betriebe nicht eu-letzter!
in einem deiner vorherigen beiträge hast du geschrieben, daß die einigen bauern MACHT hätten, jetzt haben die anderen wieder macht über uns. hab gar nicht gewusst daß die alternativen und bescheidenen ein solches Machtstreben haben können!
mfg

Name: ALADIN antwortet um 20-02-2005 09:38 auf diesen Beitrag nach oben

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weniger ist mehr?
> Ich bin auch Einer, der investiert und zugepachtet hat. Aber ich mußte keinem etwas wegnehmen. Am Anfang haben sie mich gebeten die Felder zu nehmen. Jetzt ist der Neid groß weil sich ein Bauer auch ein neues Auto leisten kann und der Traktor ist sowieso Luxus. (Vielleicht stimmt das auch ein bischen). Aber wo wird das Wachsen hinführen? Wenn das so weitergeht wie in den letzten 30 Jahren, dann muss ein Bauer in 50 Jahren 1000 ha bewirtschaften. Wie soll das bei uns gehen? Also wenn das Wachstum nicht irgendwie eingebremst werden kann, dann gibt es bald nur mehr selbstfahrende Hächsler mit 10m Breite und die Nahrungsmittel werden in der Ukraine..... erzeugt. Eine Lösung wäre vielleicht wenn die Energiepreise auf das Dreifache steigen.

Name: biolix antwortet um 20-02-2005 11:55 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
>
Danke chili !


aber das war nicht notwendig, es ist "schön" wenn man dann plötzlich von dem meisten hier im Forum vertritt als Saulus bezeichnet wird..
werde mich auch auf kapitalix umbennen und was den biobereich um auf das unqualifizierteste des unqualifizierten b etrieft einzugehen 1. bin ich überzeugt die letzten4 jahre mehr humusaufgebaut zu haben wie jeder konv. durch 100% untersaaten und 80% pfluglos 2. werde ich immer meinen markt haben nur lasse ich mich nicht wie zur zeit mit bio austria in nö passiert nicht richtung BB politisieren, daher sage ich: Diese Politik ist spitze, ich werde mich in diese Richtung ebenfalls bewegen, nach dieser politik ausrichten, auch keine alternative mehr zu sein, der BB machts richtig und auch alle bauern und biobauern an diese weiterleiten und ein ruhiges Leben führen, dennso schnell wachsen brauchen wir nciht, wer die substanz seines betriebes nicht auf schulden aufgebaut hat udn nicht nur ein standbein hat der kann noch länger
in Ruhe Golf spielen geht meint kapitalix
Name: kst antwortet um 20-02-2005 12:30 auf diesen Beitrag nach oben
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weniger ist mehr?
> Hallo chili! ich gebe dir recht, dass der Ton im Forum nicht immer sehr höflich ist. jedoch was trägst du zu einem besseren Umgang bei. Du stellst einen Bericht aus Top-Agrar ins Forum, einen Bericht der sicher gegenüber unseren Beratern nicht fair ist, ich möchte sogar sagen er ist genau das was du in deinem Beitrag anprangerst, die Verurteilung einer ganzen Gruppe von Menschen (Beratern) ohne dass du dir darüber irgendwelche Gedanken gemacht hast.
Wenn ein 60Jähriger Bauer der 500 Mastplätze hat, sich von einem Berater (angeblich) einreden läßt er muß mit Krediten noch 600 Mastplätze bauen um zu überleben, dann kann doch etwas nicht stimmen. Dieser Bauer hätte doch fähig sein müssen auch ein wenig zu rechnen. Und dann schreibst du noch dieser arme Bauer hatte mit seiner einer Schrotflinte keine Chance gegen die Polizei. Und zufällig war bei diesem Vorgang auch noch das deutsche Fernsehen dabei...........
chili machst du dir keine Gedanken, dass Medien oft übertreiben? aber es klingt viel besser : Bauer wurde von seinem Berater in den Ruin getrieben.....
a bisserl Eigenverantwortung wäre auch manchmal nicht schlecht, aber es ist halt modern, die Anderen sind schuld.................
dass es unverschuldete Notfälle gibt ist mir auch klar, aber dieser dürfte nicht dazugehören.
daher bitte chili, mehr Fairness auch den Beratern gegenüber.........

Name: theres antwortet um 20-02-2005 12:40 auf diesen Beitrag nach oben
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weniger ist mehr?
> Hallo bio oder kapitalix,

magst Du mal schreiben, wie du deinen Humus im Boden aufgebaut hast, oder habe ich das überlesen?
Untersaaten auch ein Thema, das mich interessieren würde.
Ich begreife nicht, dass wir als Landwirte so gegeneinander arbeiten,
vom einen oder anderen wäre sicher viel zu lernen.
Hab mich in der letzten zeit öfters gefragt, warum an alternatives Wissen über Boden und derartigem so schwierig zu kommen ist,
jetzt kann ich mir das gut vorstellen.
Warum sollten Bauern, die darüber mehr wissen, sich auch noch dafür bekämpfen lassen- sie schweigen.
Also lieber Biolix, vielleicht überlegst dir deine kapitalitstischen Anwandlungen und bleibst doch der Idealist, der für andere auch was übrig hat- derartige Typen sind in Zukunft noch viel wichtiger.
@four roses, das was du hier Diskussion nennst,
mir kommt das eher wie kämpfen vor,
gegen wen oder was ziehst du eigentlich in den Krieg?
frdl.Gr.
regi

Name: Four_Roses antwortet um 20-02-2005 12:54 auf diesen Beitrag nach oben
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weniger ist mehr?
> hi biolix!!

war dein zur schau gestellter idealismus denn in wirklichkeit nur eigennutz???
hätte nicht gedacht ,daß so schnell die maske fällt !

wenn du ein echter bio wärst, würdest du spätestens am ersten geen einen ausschlag bekommen!
mfg

Name: ALADIN antwortet um 20-02-2005 13:35 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
weniger ist mehr?
>
Hallo Partylöwe!

Meine Familie lebt nur von der Landwirtschaft. Die Meinung zum Thema: siehe oben. Ich verstehe aber deine Einstellung nicht. Zuerst die Frage nach dem Vollerwerb, und dann dieser Nachsatz.
Name: Four_Roses antwortet um 20-02-2005 13:46 auf diesen Beitrag nach oben
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weniger ist mehr?
> hi !

ich und meine familie leben auch ausschließlich von der landwirtschaft. siehe diskusionsbeiträge !

ich habe auch nie gejammert, wie es mir unterstellt wurde.
bin aber auch der meinung ,daß man die dinge beim namen nennen kann!
ps theres: wenn ich dich in einem andächtigen dialog mit biolix gestört haben sollte , bedauere ich das sehr!

mfg.
Name: giebenrath antwortet um 20-02-2005 14:28 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
weniger ist mehr?
>
@ biolix alias kapitalix etc.

warum verwundert es dich, als Saulus bezeichnet zu werden ?????????
bei dieser Kehrtwendung ! Vom Menschenfreund zum Superegoisten ...

tät mich nur interessieren, was das auslösende Moment war ? einfach so, von heute auf morgen ? so hoch liegt bei euch im M. der Schnee auch nicht, das Klaustrophobie der Grund sein könnte ....

mfg
Hans


Name: ALADIN antwortet um 20-02-2005 14:40 auf diesen Beitrag nach oben

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weniger ist mehr?
Verstehen sie Spaß?
Hallo Biolix!

Warst du gestern vielleicht auf einer Feier und hast noch nicht geschlafen? Zuviel gegorenen Biosaft getrunken?

Viele Grüße Alois!

Name: kst antwortet um 20-02-2005 14:45 auf diesen Beitrag nach oben
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weniger ist mehr?
> an Alle die biolix jetzt als Kapitix bezeichnen, ich bin sehr selten einer Meinung mit "Biolix", aber glaubt ihr nicht, dass Biolix das ganze ironisch gemeint hat?

Und weil ihn, chili so verteidigt hat, chili, lies doch seine Beiträge, einer der letzten nur Hick Hack auf den BB, keine begründeten Fakten, allgemeine Phrasen, keine konkreten Dinge, nur immer BB und die konventionellen sind die Bösen...........er braucht wirklich Leute die ihn verteidigen, diese werden bei seinen überspitzten Formulierungen immer weniger.........

Name: biolix antwortet um 20-02-2005 16:09 auf diesen Beitrag nach oben
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weniger ist mehr?
>
Hallo !

ne alois nicht zuviel getrunken nur zuviel Bauernschwindler gelesen "INserat vonm unserm Enrte Obmann für den BB" und "Nominierung von einem Vorstandsmitglied von BIo Austria zur Kammerwahl für den BB in NÖ " .. Das zur Überparteilichkeit von Bio Ernte AUstria, irgend wie versteh ich helmine immer mehr..
four roses, viele kennen mich nun schon jahre hier im forum, glaube seit 4 jahren poste ich hier, aber nicht nur hier sondern in deutschen foren auch, mal ne zeit in top agrar newsgroups, da ist das hier ja gar nichts..
diesen "mainstream" in der LW zu lesen war eine große lehre für mich, und das "kleinere Übel" wie es helmine nennt und Kst mich als ständigen BB nörgler bezeichnet ohne Lösungen die ich aber schon hundertfach geschrieben hab, aber er anscheinend nicht wahrhaben möchte, kann ich mich nicht mehr abfinden.. sondern schluck das kleine Übel und mach das beste drauß.. nicht mal mehr die Biobäuerinnen und bauern sinds anscheinend zu werten zu stehen, warum soll ich das noch tun.. alois ich glaub dir das alles das es gegenden gibt wo dir pachtflächen zugetragen werden, aber bei uns z.b. gibts das fast nicht sondern konkurenz.. und was tut man da wenn der mainstream fordert und die politik diese rahmenbedingungen schafft, na dann bitte gas geben und die letzten zufrieden noch aufmuntern ihr werdets hinten bleiben und bald ihr die "kleinen" sein..
ja vieles war ironisch gemeint nur wer mich kennt weiß das ich sehr lange etwas mittrage aber irgend wann ists genug udn dann sollen sich andere beweisen und die können sich dann gott sei dank nicht mehr auf die "nörgler" ausreden,,,
apropos wahlbeteiligung in Salzburg bei der LWK wahl 51%, toll nicht wahr..
so solls weiter gehen, "Geschmack der Heimat" du rettest uns, IG Milch
bleibts zu haus der BB richtets uns !
besonders liebe grüße aus dem waldviertel kapitalix
p.s. wir leben natürlcih voll von der LW aber ich kenne viele die mit 100 ha ackerbau un d bis 70 000 Euro Förderung einen vollen Nebenjob haben, auch gut so denn wer würde böses denken und meinen es sollte ihm der zusatzlohn von der förderung abziehen, auf keinen fall ich werds doch auch bald so haben ;-))))
Name: naturbauernhof antwortet um 20-02-2005 19:45 auf diesen Beitrag nach oben

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weniger ist mehr?
@Biolix

Bio Ernte Austria = Raiffeisen Ware Austria = Baywa = Monsanto

Soweit die Formel, wenn du verstehst