Windkraftanlage

Antworten: 33
Name: schoosi 15-12-2009 21:42
Windkraftanlage
servus,
hat von euch schon jemand so eine Anlage für die Eigenstromerzeugung in Betrieb?
Könnt bei den steigenden Strompreisen ev. interessant werden.

Name: Moarpeda antwortet um 15-12-2009 21:55 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
ich möchte mir etwas basteln, weil mir solche dinge spass machen.

habe 3 große ventilatoren aus einem glashaus, welche man angeblich durch einbauen von magneten zur gleichstromgewinnung nutzen kann.

möchte die bestehenden flügel der ventilatoren als anlaufhilfe drauflassen und repeller davor anbauen.


Name: biolix antwortet um 16-12-2009 07:56 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
Mogen SChoosi !

bin seit ca. 8 Jahren selbst daran, und einige Freunde auch, hab schon einen ehem. Mobilfunkmast mir reservieren lassen, aber leider sind die Kleinserien zwischen 5 udn 20 kW meines Wissen und auch der Freunde noch nicht in Serienreife...
Ich kenne zwar einige Pilotanleanlagen aber die laufen nicht 100% gut... was ich aber kenne sidn einige ganz kleine zwischen 500 Watt und 3 kW, die haben einige, aber nicht zum Einspeisen, sondern z.b. zu Boilerwasser wärmen etc., die sind auch relativ günstig wenn man sie selbst dirketimportiert...

lg biolix

p.s. in dem Zuge, vielleicht rührt sich hier ein Hersteller mit Musteranlagen wo es hin haut.. ;-)))

Name: Newbie antwortet um 16-12-2009 10:37 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
www.zotloeterer.com
www.enflo-windtec.ch
www.kleinwindanlagen.de
www.ropatec.com
www.aes-energie.de

Name: biolix antwortet um 16-12-2009 11:28 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
Und newbie die kenn ich fast alle, welche kannst du empfehlen, welche laufen störungsfrei und bringen die Leistung die versprochen war ?

lg biolix

Name: Faltl antwortet um 16-12-2009 11:32 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
http://www.energiewind.at/

Name: lacusfelix antwortet um 16-12-2009 11:47 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
Hallo,
ich bin auch seit einiger Zeit am schauen......
Mein besonderers Interesse hat der Vertkalläufer von silentfuturetec.
Hat jemand mit so was ähnliches schon Erfaharung
Was mich auch ein wenig stört, ist dass die Geräte in dieser Größenordnung nur Einphasig bzw. Zweiphasig sind.
Nachdem der Eigenverbrauch derzeit sicher sinnvoller ist als die Netzeinspeisung denke ich mir wäre ein 3-phasen Gerät besser .
Kann ein Praktiker dazu was sagen?



Name: TeWaKe antwortet um 16-12-2009 11:50 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
mein tipp: http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=14544&mode=play

Name: pek antwortet um 16-12-2009 12:37 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
Hallo,

als ich beschäftige mich sehr viel damit und bin zu der erkenntnis gekommen das die Anlagen eigentlich funktionieren könnten aber aufgrund der verschiedensten Gründe und wenn es nur die Reglereinstellung ist nicht funktionieren. Ich würde nur eine Anlage kaufen wenn du Sie erst im Nachhinein bezahlen mußt und wenn du schon einige Anlagen besichtigt hast. Mein Verkäufer sagt mir immer seine Anlagen funktionieren doch ich kenne keine funktionierende in Österreich ist aber wahrscheinlich nur eine einstellungssache der Generator geht super doch wenn der Regler dranhängt bewegt sich der Generator nicht. Sei vorsichtig.

Name: mfj antwortet um 16-12-2009 13:10 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage

Wenn du so ein "Daniel Düsentrieb" sein willst, steht so einem Vorhaben nichts im Weg.
Da ist auch eine Rentabilität nicht gefragt - sondern einfach Spaß an der Freud...

Bei Windkraftanlagen kannst im wahrsten Sine des Wortes - dein Geld im Winde verwehen lassen.

Was hab ich mich mit dem Biolix über das Thema hier im Forum schon gezankt, Windkraftanlagen sind "reine Abschreibungsobjekte" oder Spekulantentum, wo die Hersteller verdienen, die Förderansucher usw.

Windkraft - ausser Off-Shore Anlagen sind "Geldvernichtungsmaschinen mit Flügelschlag".



Name: biolix antwortet um 16-12-2009 13:18 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
Ja mfj, wie in vielen anderen Bereichen hast du hier auch keine Ahnung, hier gehts um Kleinwindanlagen für den "bäuerlichen" Bereich... Großanlagen laufen mit 7 Cent Einspeisetarif seit 15 Jahren ohne Probleme und sind übers ganze jahr gesehen bereits die billigsten Stromerzeuger nach den abgeschrieben Wasserkraftwerke...

g biolix

Name: mfj antwortet um 16-12-2009 14:47 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage

Nun Biolix,
ich kenne ja deine Antworten. Mit dem „unterstellen“ der andere habe eh keine Ahnung, versuchst in allen möglichen Bereichen – deinen „großen Geist“ herzuheben...
Glaubst Du eigentlich, ich kann nicht lesen, was der Schoosi will.

So wie er an Kleinwindanlagen herangeht, ist nicht grün – sondern naiv !!

Zitat Schoosi: ...Könnt bei den steigenden Strompreisen ev. interessant werden.

Lieber Schoosi – ich mache alles was Geld einbringt – aber Windanlagen gehören definitiv nicht dazu.

Oft rentieren sich Kleinwindanlagen überhaupt nie. Einen Zeitraum von 20 Jahren bis zur Kostendeckung solltest du mindestens an Super-Standorten einplanen, abhängig überhaupt, ob Du in einem Schwachwindgebiet wohnst oder einen ungünstigen Standort hast, können es auch gut 30 oder 40 Jahre werden...oder es rechnet sich nie...denn wenn man Wartungskosten, Kosten für Einspeisewechselrichter usw. ..was aber auch wiederum von der Anlagengröße abhängt, ist es alles andere als "ein Honiglecken".

Kläre erst mal Deinen Standort ab.

In Bodennähe spielen Verwirbelungen durch Gebäude, Bewuchs oder auch nur durch die Rauhigkeit der Erdoberfläche eine entscheidende Rolle. Hier sollte man also vorher Messungen am geplanten Standort durchführen, bevor man bereit ist, irgendwelche Euros zu investieren...oder auch nur davon zu träumen.

Welche Leistung ein Windrad erbringt kann hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab und man sollte vorher genau schauen, was an Ertrag zu erwarten ist und ob sich der Standort überhaupt lohnt...und dann gibt es auch viele Hersteller die mit fantastischen Zahlen werben...und die Leute fallen drauf rein...

Gerade Kleinwindanlagen, laufen die halbe Zeit nicht mit Nennleistung, weil die Höhenwinde fehlen, schließlich haben sie keine Rotoren auf 80 m Höhe.
Vergiss überhaupt, mit Windanlagen irgendein „Schnäppchen“ zu machen.
So was raten Dir solche „Grünwichtel“ wie der Biolix, der dem „Glaubenswillen“ auch auf den Teufel schwören würde, wäre es grün – statt schwarz.

Kleinwindanlagen ist ein Hobby für Bastler, Interessierte und Alibi-Grünfuzzis.
Damit Geld zu verdienen is nicht. Geldausgeben dagegen schon. Und vielleicht bekommst Du mal ein Lob in irgendeinem Umwelt-Schmierblatt.




Name: biolix antwortet um 16-12-2009 15:05 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
Und warum schreibst du dann von Offshorewindparks zurück und allgemein von Windkraft ?
Und warum soll es sich mit 14-18 Cent Haushaltsstrompreis nicht doch einmal "rechnen" ?

Warum muss es sich rechnen, wenn ich lokal meine Energiekreisläufe schließen kann, Arbetisplätze schaffe und vielleicht mit 20 Cent pro kW auch leben kann und mir selsbt was verdient habe mit den 4-6 Cent mehr ?

Mein BioPflanzenöl "Kostet" mich auch zu Zeit um die 90 Cent,da isit nciht die Welt um, aber ich kann eine fairen Preis zahlen,und hab meine Arbeitszeit mit 20 Euro berechnet herinnen...
Und schließe regionale Kreisläufe und kein Cent fließt zu den Ölscheichs.. ;-))

lg biolix

Name: u99 antwortet um 16-12-2009 15:43 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
mfj: Würde gerne von Dir eine richtige Kalkulation sehen, so mit echten Zahlen und auch ein bischen analytisch, sofern Du das kannst. Den einfach so mit Worten irgendwas behaupten, ist ja nicht gerade stark. Also: Ich erwarte von Dir Zahlen von Leichtwindrädern, Kleinwindanlagen und grössere Anlagen. Mal sehen, was dabei rauskommt. mfg

Name: geba antwortet um 16-12-2009 15:48 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
Ich selber bin seit 1996 Miteigentümer bei einen Windpark mit ca. 250 Gesellschaftern. Die Anlage hat eine Jahresleistung von ca. 1,7 Mio. KW. Ich und die anderen Gesellschafter sind vom Ertrag (auch finaziell) sehr zufrieden und wir haben den Schritt sicher nicht bereut. Kleine Anlgen , so jedenfalls glaube ich sind eher Unrentabel (siehe Biogasanlgen). Windkraft hat den großen Vorteil, das man keine Energie (z.B. wie bei Biogasanlagen) und fast keine Arbeit aufwenden muß.

Name: Moarpeda antwortet um 16-12-2009 19:01 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
hallo

was spricht dagegen, den anfallenden strom eines windrades beim photovoltaikstrom "dazuzuschwindeln" dann schaun die einspeisetarife schlagartig anders aus.


ein bekannter von mir vertreibt eine neue art von windrad, sieht aus wie eine liegende turbine, kann fast auf jedes dach montiert werden und soll das "überdrübeding" sein.

auch wenn es stimmt, habe ich ohnehin kein geld und möchte mir etwas basteln.

wenn sich jemand dafür interessiert www.airmax24.ch

Name: mfj antwortet um 16-12-2009 20:50 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage

Ja, lieber u99 – du bist ja auch ein Kind Gottes....

...und damit wir aber keine armen Kinder sind und werden, gab der Herr uns Augen, um zu sehen und den Verstand, das Gesehene in logische Zusammenhänge umzusetzen.

Die Herrscher über die Elektrizität berechnen die elektrische Arbeit wie folgt:
Elektrische Arbeit = Elektr. Leistung x Zeit

Unterm Strich kommen für Kleinwindanlagen Kosten um die 3.000 Euro pro Kilowatt zusammen.
Das ist doppelt soviel, wie beim Bau großer Windparks.

Die Investition will also wohl bedacht sein, gerade wenn der erzeugte Strom nicht der eigenen Versorgung dient, sondern ins Netz eingespeist werden soll. Denn er wird nach dem gleichen Satz wie große Windkraftanlagen vergütet.

So, dann nehmen wir mal den Mercedes unter den Windanlagen

http://www.enflo-windtec.ch/vergleich.html

und schauen auf das Parameter.


Jeder der von Landwirtschaft ein Ahnung hat, weiß dass die 10000 Liter Kuh nicht das Maß des durchschnittlichen Milchviehbauern ist, sondern das sind Spitzenbetriebe.
Ähnlich schaut es mit Werten von Nennwinden aus.
Die mittlere Windgeschwindigkeit im Binnenland liegt bei 3-4 m/s, da kann sich jeder ausrechnen, was jährlich zusammenkommt, und was du abstottern musst.


Ökologisch ist ein Windrad allemal.
Ökonomisch, also das „verbrauchte Geld“ wieder reinfahren, werden solche Anlagen ihre Kosten eher nicht bzw. nur sehr selten.

Die Unbekannten im diesen Geschäft sind die Hersteller.
Steigen die Chinesen groß ein, werden wir einen Preisrutsch ähnlich wie bei Handy´s, PC und anderen Zeugs haben.
Gibt es einen großen Markt für „Wechselrichter“ werden auch diese Preise erlangen, wo es vielleicht anfängt kostendeckend zu sein, ansonsten bleiben Kleinwindanlagen ein schönes Hobby für Gartenhausmonteure, Christbaumbeleuchtungen und „ich wünsch mir was....“ Lebenserfahrungen !

P.S.

Lieber Peda, wir wollen doch bei der Wahrheit bleiben, zumindestens solange wir kalkulieren....;-))





Name: Moarpeda antwortet um 16-12-2009 20:59 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
@mfj

"Lieber Peda, wir wollen doch bei der Wahrheit bleiben, zumindestens solange wir kalkulieren....;-))"

was hab ich wann und wo schon wieder angestellt und warum ????



Name: Moarpeda antwortet um 17-12-2009 11:22 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
habe bei der windturbine eine homepage angegeben die nicht mehr aktuell ist, die neue adresse lautet: www.ecosyn365.com

der anspechpartner ist herr robert kiefer: 0664 5001767




Name: Moarpeda antwortet um 17-12-2009 11:35 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
so, jetzt hab ich es ganz genau:

ecosyn365® ltd.


Wirtschaftspark 8, 8530 Deutschlandsberg, Austria

T: +43 (0)3462 30953, F: +43 (0)3462 30983, M: +43 (0)664 5001767

E: robert.kiefer@ecosyn365.com, H: www.ecosyn365.com





Name: josefderzweite antwortet um 17-12-2009 14:06 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
hat jemand schon so eine anlage bei sich zu hause stehen??? die referenzen von dieser firma sind ziemlich schmal bis nicht vorhanden.

zu der infrarotheizung von der firma: wieviel kostet die Kwh von einer Holzheizung. nicht nur von material sondern vom gesamten installationspaket? gibt es im internet irgendwo solche berechnungen??

Name: haapee antwortet um 17-12-2009 14:11 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
biolix wer soviel "fachlichen" blödsinn bei deinen wanderpredigten verbreitet und das noch dazu ernst meint der gehört im keller kaserniert,damit etwaige dadurch verursachte schäden hinten angehalten werden.

die aussage dass grosse gutgehende windkraftanlagen den strom genauso billig wie man höre und staune "abgeschriebene" wasserkraftanlagen produzieren können ist ein derartiger blödsinn der nicht mehr zu überbieten ist.

windkraftanlagen sind nur annähernd konkurrenzfähig weil politisch gewollt und höchst subventioniert.
jahresleistungen von 2500 betriebsstunden wie sie durchschnittlich laufen sind nieeee rentabel.

ausserdem muss dieselbe leistung von speicherkraftwerken bei windflauten und zum ausgleichen der lastspitzen zur verfügung stehen.

dh für eine installierte KW windkraft musst du min 1,2 kw als reservekraftwerk (kohle,akw,speicherkraftwerk usw) bereit halten ansonsten gibts in ganz europa halt für 6500 std im jahr ein black out .....gell lixi als elektrotechniker solltest du da ungefähr bescheid wissen mit netzspannung,spitzenlast ausgleich usw usw.....

windkraftanlagen sind wie sonnenkraftanlagen wirtschaftlich absoluter schwachsinn!
rentabel nur durch höchste subventionen und umverteilungen...

Name: biolix antwortet um 17-12-2009 23:02 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
Nabend !

Hapee kannst du lesen, ich ahbe geschrieben "nach den angeschrieben Wasserkraftwerken die billigsten.." was sind 7 Cent Windstrom, billige Grundenergie oder nciht ??
( abegeschriebene Wasserkraft kWh liegt so um die 5 Cent meines Wissens.. )


Wie viel sind bei 7 Cent subventioniert hapeee du toller Spezialist ? bitte um Beantwortung, danke ! ;-)))

Das mit der Rückhaltung von Speicher und Kalorischen Kraftwerken stimmt nur mehr zum Teil, da bist du nicht mehr ganz am laufenden, denn bei einem z.b. größeren Verbund über die Regionen und der genauen Windprognosen über einige Tage sind mittlerweile schon große Energieversorger begeistert vond er Kombination.. weiters erhöhen sich die Standzeiten bei den Kalöorischen Kraftwerken, ink. wenn der Windstrom da ist wird kein Deka fossiler Rohstoff verbraucht... also erzähl mir bitte du nicht nicht wer was für eien Schwachsinn verbreitet... ;-))))))

lg biolix

http://www.igwindkraft.at/index.php?mdoc_id=1011708

hier die Zahlen zur Ausgleichenergie inkl. Preis 0,1 bis 0,4 Cent schon sehr teuer.. ;-))))


und hier das Potnetial, aber brauch ma gar nciht wenn wir andere EE inkl. viel Sonne auch nützen

http://www.igwindkraft.at/index.php?mdoc_id=1011026

ja und nur eine Frage wie billig "darf" für dich Strom sein, und wie Zukunftsfähig ? ;-))





Name: biolix antwortet um 18-12-2009 09:25 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
ach ja hapee, bist ein Atomkraftfan, dann gúckst du unten angeführtes was grad in Frankreich los ist...

Frankreich bibbert sich ins Stromloch

Von Stefan Simons, Paris

Heizung runterdrehen, Waschen erst nach 20 Uhr: Der Wintereinbruch überfordert Frankreichs Energieindustrie, dem Land droht angesichts eisiger Temperaturen der Strom auszugehen. Um nicht im Dunkeln zu sitzen, muss Europas Atom-Nation Nummer eins nun Nachbarländer um Hilfe bitten.

Viel ist es nicht, was in der Nacht zum Donnerstag in Paris heruntergekommen ist - doch es hat Folgen: Der erste Schnee des Winters hat in der französischen Hauptstadt den Autobahnring um Paris verstopft, die Vorortzüge kommen wenn überhaupt mit Verspätung. Schon jetzt nehmen sich zahlreiche Franzosen freie Tage, um dem Durcheinander aus dem Weg zu gehen.

Dabei ist das erst der Anfang. Dem Land droht mehr Schnee - und damit noch mehr Chaos.

Denn während sich die Vertreter Frankreichs in Kopenhagen und auf internationalen Umweltforen selbstbewusst auf die stolzgeschwellte Brust klopfen, sieht die akute Lage der Grand Nation düster aus: Zwar hat das Land bei den CO2-Emissionen innerhalb Europas einen vorbildlichen Schnitt erreicht, weit unter den Werten der Deutschen. Allerdings spielt Paris die Musterrolle nur deshalb, weil das Land beinahe ausschließlich auf Atomkraft setzt: 85 Prozent der Stromerzeugung werden von 58 Meilern des Elektroproduzenten EDF produziert - Frankreich ist eine durch und durch nukleare Nation.

Die Schaltzentralen gehen in die Knie

Und genau das wird ihr jetzt zum Verhängnis: Denn nicht nur die politische, sondern ausgerechnet die meteorlogische Großwetterlage könnte zum Versorgungs-GAU führen. Seit in Frankreich die Temperaturen um fünf, sechs Grad unter das saisonale Mittel gerutscht sind, kann die EDF nicht mehr rund um die Uhr die Versorgung des Landes sicherstellen. Gerade in den Abendstunden nach 19 Uhr, wenn Fernsehen, E-Herde und Elektroöfen angestellt werden, befürchten die Ingenieure in den Schaltzentralen, dass die Netze schwächeln. Die Manager der rund 100.000 Kilometer langen Überlandleitungen befürchten gar einen "Black-out".

Die große Atomnation braucht deshalb fremden Strom, die AKW-Betreiber müssen bei den deutschen Kohlekraftwerken um Zulieferungen bitten. Anfang der Woche mussten die Netzbetreiber RTE - ein Tochterunternehmen der EDF - erstmals von jenseits des Rheins Strom importieren: Am Montag waren 4400 Megawatt nötig - was laut "Le Monde" der Stärke von vier Atomreaktoren entspricht. Am Dienstag waren sogar 5100 Megawatt fällig - was immerhin noch unter der Grenze der Einspeisungshöchstmenge liegt. Insgesamt kann das französische Netz nicht mehr als 9000 Megawatt aus dem Ausland aufnehmen, vorausgesetzt die Stromzulieferungen kommen geografisch gleichmäßig erteilt, über Deutschland, Belgien und Italien.

Damit ist klar: Die Versorgungspanne ist gefährlich nahe - zumal jedes zusätzliche Minusgrad sich in einer weiteren Nachfrage von 2100 Megawatt niederschlägt. Und das entspricht zweimal dem Durchschnittsverbrauch der Stadt Marseille. Besonders betroffen von dem möglichen Ausfällen sind - wie könnte es in Frankreich anders sein - die Randregionen des Landes wie Provence-Alpen-Côtes d'Azur (PACA) oder auch die Bretagne, die selbst nur acht Prozent des eignen Strombedarfs produziert. In Rennes, Hauptstadt der Küstenregion und der Bevölkerung nach zehntgrößte Stadt Frankreichs, wurde vorsorglich schon mal die städtische Weihnachtsbeleuchtung ausgeknipst.

Waschen erst nach 20 Uhr

Doch auch landesweit ist Frankreich für Nachfragespitzen schlecht gerüstet: So heizt immer noch die Hälfte der Haushalte mit Elektroradiatoren, zudem ist der "Nuklearpark" des Landes derzeit nicht voll im Einsatz: Ein knappes Dutzend AKWs sind derzeit wegen Wartungsarbeiten nicht am Netz, mehrere "kleine Störfälle", zuletzt im südlichen Departement Ardèche, sorgten für Ausfälle. Als Folge sind von den 63.260 Megawatt Kapazität nur rund 53.000 verfügbar.

Nicht genug, seit sich die Eiseskälte über das Land gelegt hat.

Mittlerweile ist das technische Problem auch zu einem politischen Problem geworden: Am Mittwoch mussten die Konzernchefs der EDF und des Netzbetreibers RTE vor Abgeordneten und Senatoren Rede und Antwort stehen, selbst Premier Francois Fillon sprach von einer "anormalen" Situation. Vorläufig reden sich die Verantwortlichen noch heraus, Netzbetreiber RTE macht ernsthaft die harsche Kaltluftfront für die "gespannte Lage" verantwortlich - und bittet die Verbraucher deshalb um Hilfestellung: Die Waschmaschinen sollten sich tunlichst erst nach 20 Uhr drehen, bat ein Sprecher, und die Temperaturen in den Wohnungen um ein, zwei Grad abgesenkt werden.

Doch ob das hilft, bleibt abzuwarten. Zum Wochenende sollen die Temperaturen weiter sinken, mit weiteren Schneefällen wird gerechnet. Dann könnte der Stromabsatz den Rekordverbrauch von mehr als 92.400 Megawatt überschreiten, der im Januar dieses Jahres erreicht wurde. Die nukleare Nation ist dann ein weiteres Mal auf die Solidarität der "schmutzigen" Stromhersteller angewiesen - was das Selbstbewusstsein ein wenig dämpfen könnte.

URL:

* http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,667570,00.html


Name: u99 antwortet um 18-12-2009 12:26 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
@biolix; Dein reingestellter Artikel könnte nicht treffender sein, genau so ist es bei uns. Umso mehr ärgert uns oder mich das Auftreten von Sarko in Kopenhagen. Er will der Welt weissmachen, wie sauber unsere "Grande Nation" ist und spielt sich als Schulmeister auf. In der Realität ist er dort oben im Norden nur anwesend, um den Entwicklungsländern seine Supernukleartechnik schmackhaft zu machen. Noch mehr ärgert es uns hier, dass fast alle Alternativenergieprojekte vor allem von privaten Unternehmern abgelehnt werden. Uns selber wurden schon 2 solche abgelehnt. Wir sind nun soweit, dass wir keine Projekte hier mehr planen werden. Die Ablehnungsgründe waren nie verständlich und sehr weit hergehohlt. Die einzige Möglichkeit wäre jedoch vermutlich gewesen, mit der grossen EDF zusammenzuarbeiten, was wir aber nicht wollten.
mfg.

Name: haapee antwortet um 18-12-2009 12:41 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
thema schwachsinn gehst du fragen biolix kalorische kraftwerksbetreiber......

das "auffahren" eines auf "standby" gesetzten kalorischen kraftwerkes um spannungsschwankungen und stromdefizite von zb windkraft anlagen aufzufangen und auszugleichen ist für die betreiber von kalorischen kraftwerken eine super sache....die verdienen prächtig daran.
weil die kosten nahezu dabei explodieren und wiederum der windkraft und den verbrauchern zugerechnet werden!

nichts gegen alternative energien wir werden sie brauchen aber nur mit augenmass und system.

den subventionsschlüssel der windkraft dir aufzurechnen ist ungefähr so wie den teufel mit weihwasser zu besprenkeln;-) ein ding der unmöglichkeit.....

ausserdem bin ich kein freund der akws!
zu frankreich kann ich nicht viel sagen da ich nicht deren genaue begebenheiten kenne ,könnte aber auch sein dass die keinen rentablen strom erzeugen können und das netz kaputt gespart wurde bzw vernachlässigt!?

Name: Tyrolens antwortet um 18-12-2009 12:54 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
Es gibt ja nur eine sinnvolle/saubere Lösung um das Spitzenstrom-Defizit von Sonnen- und Windkraftwerken abzufangen: Pumpspeicherkraftwerke. Haben wir in Tirol auch. Also so ein Problem wäre das nicht. Außer, dass die Grünen gegen jeglichen weiteren Ausbau sind. Gut, das hat schon auch andere Gründe, aber grundsätzlich - welche Alternative gibt es? Außer dezentrale Stromspeicherung. In Deutschland wurde angedacht, die BGAs für sowas zu nutzen. D.h. erst mal das ganze Biogas ansparen und dann auf Abruf verfeuern. Allerdings haben wir ja von "sauberen" Speichermedien gesprochen. ;)

Name: haapee antwortet um 18-12-2009 13:03 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
fakt ist und bleibt der ausbau und förderung von windkraft wird der volkswirtschaft sehr teuer zu stehen kommen.
überteuerte anlagen,hohe reparaturkosten von teilweise 25 prozent der anschaffungskosten ect...

da die anlagen kaum 10 jahre lebensdauer haben nicht mal ein drittel der nennleistung erreichen und für die netz und spannungsstabilität kohle und gaskraftwerke hinten angehalten werden müssen die letztendlich auch der windkraft zuzurechnen sind.

die angeschlossenen kohle und gaskraftwerke oder speicherkraftwerke haben einen bedeutend schlechteren wirkungsgrad beim spontanen hochfahren als bei kontinuierlichem betrieb.(siehe zentralheizung permanent heizen oder intervallmässig heizen!?)

aber für die windkraft sekten jünger das allheilmittel.......da sie selber daran prächtig verdienen und kaum eigenes geld in die hand nehmen.....sondern den andern die "nebenkosten" aufbürden.. DANKE!

Name: biolix antwortet um 18-12-2009 13:44 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
Tschuldige Haapee du hast leider keine Ahnung !

Kein Windkraftbetrieber bekommt heute eine "Zusatzförderung" mehr, und das sit seit 10 Jahren schon so, nur mehr den Einspeisetarif der meines Wissens bei 7 Cent liegt...

Kennst du was gündtigeres oder warum verbreitest du so einen Blödsinn sonst ?

Die Kalorischen können sehr gut geregelt werden inkl. hast du die Beispiele vom Tiroler gelesen...

lg biolix

p.s. Tiroler, ja wen ihr Tiroler selber wollt das alle Täler mit Pumpspeicher zu betoniert werden, aber irgendwann ists halt auch zuviel auch für die Anreiner...



Name: u99 antwortet um 18-12-2009 14:03 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
Weisst Du haapee wie teuer der Volkswirtschaft die AKW's zu stehen kommen? Wüsstest Du's, dann würdest Du weniger blödsinn hier schreiben. mfg.

Name: josefderzweite antwortet um 18-12-2009 14:10 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
Also ich wäre froh, wenn ich ein Windrad oder ein Wasserrad mein Eigen nennen könnt.

Name: HPS antwortet um 18-12-2009 15:16 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
@Hapapee: Windkraftanlagen erzeugen einen äußerst günstigen Strom. Im Falle von Überproduktion lassen sie sich auch ganz einfach innerhalb kürzester Zeit stillegen/ aus dem Wind drehen. Manche Anlagen stehen relativ wartungsfrei/arm auch schon länger als 10 Jahre,...

Zur Regelung der Mittellast (Kohle) bzw Spitzenlastkrsftwerke (Pumpspeicher/Speicher bzw Gaskraftwerke) bist du vermutlich kompetenter als ich. Dennoch möchte ich die Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit solcher Anlagen hervorheben. Alte Braunkohle und Steinkohlekraftwerke haben in etwa eine Anpassungsfähigkeit von 3-5% pro MINUTE der Grundlast. Teillastfähig sind sie meist von 40/50% bis 100%. Damit kann man schon einiges ausgleichen. Kernkraftwerke sind aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen meist etwas weniger dynamisch bei ihren Leistungsanpassungen.

Gasturbinenkraftwerke sind sehr flexibel extrem Teillastfähig und können innerhalb weniger Minuten auf Vollast gehen (moderne GuD-kraftwerke sind nur geringfügig langsamer). Pump-Speicherkraftwerke sind ohnehin die flexibelsten.

der Grundlaststrom (Laufkraftwerke, teilweise Kohle, Atom und Windkraftwerke) wird schlecht bezahlt. An den Strombörsen wird der Strom mit einem Tarif von 4-8 cent pro kWh gehandelt. Mit Spitzenlaststrom kann man gutes Geld verdienen, in hohen Bedarfszeiten kann der Börsenpreis auch über 20 cent pro kWh gehen. Auf solche Bedarfsschwankungen zielen vorwiegend Gaskraftwerke ab. Sie sind schnell und flexibel.

Name: HPS antwortet um 18-12-2009 15:43 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
neue GuD Kraftwerke haben oft mehrere Anteilseigner, teilweise sind auch ein mal 25 Energieversorger die ihren Spitzenlastbedarf über ihren 'kontingentierten' Anteil am Kraftwerk decken. Immerhin hat so ein neues GuD meist 400-800 Megawatt Nennleistung, der Strom muss erst einmal abgesetzt werden.

Ein hoher Anteil an Windstrom verlangt nach einem besonders leistungsfähigen Stromnetz. Für mich der große Wehrmutstropfen an der ganzen Sache mit dem Windstrom. Übliche 380kV Leitungen werden meist für eine übertragbare Leistung von 3.000 Megawatt ausgelegt. Für Anrainer ist der Bau derartiger Infrastruktur besonders hart.

nochmal zu haapee: Windstrom senkt kunrz/langfristig eher unsere Strompreise. Atomstrom hat halt langfristige Nachteile, eigentlich geauso wie der Verbrauch unserer Fossilen Rohstoffe. Photovoltaik ist schon sehr viel problemmatischer. Da muss einiges gefördert werden, ansonsten würds nicht gehen. Die Erzeugungszeiten sprechen natürlich für PV nur müssten sich die Anschaffungskosten halbieren um dem Ganzen System PV nachhaltig Sinn zu geben, oder der Strompreis sich verdoppeln? Diesbezüglich bin ich aber zuversichtlich.

Also viele Alternativen sehe ich nicht mehr. Die Wasserkraft ist unser Trumpf, bei Großwasserkraft geht in Österreich nicht mehr viel und Kleinwasserkraft macht bekanntlich das Kraut nicht mehr fett (und kommt natürlich teurer als Wind und kroße Laufkaft Stromerzeugung).


Name: Faltl antwortet um 23-12-2009 11:22 auf diesen Beitrag
Windkraftanlage
http://www.salzi.at/article/wirtschaft/14171/

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