Fischer Boel nimmt den Hut

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Name: walterst 13-09-2009 19:56 nach oben
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Die nette Kommissarin ist weg - was selbstverständlich mit der aktuellen Auseinandersetzung nichts zu tun hat.....

und tschüss!

Name: aha antwortet um 13-09-2009 20:08 auf diesen Beitrag nach oben
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Könnte als ein schwarzer Tag für die Milcherzuger in Erinnerung bleiben.

Ein Rückzug vom Quotenausstieg wär für die europäischen Milcherzeuger fatal, da die Marktinstumente der Quote bald nicht mehr zulässig sind, könnte sie uns als reiner Kostenblock erhalten bleiben.

Wir sollten den Streik dazu nutzen, der Forderung nach der Quotenabschaffung Nachdruck zu verleihen.

Name: Halodri antwortet um 13-09-2009 20:22 auf diesen Beitrag nach oben
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Gute Nachricht

Name: helmar antwortet um 13-09-2009 20:26 auf diesen Beitrag nach oben

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Stimmt das? Freut euch nicht zu früh, selten kommt was Besseres nach......
Mfg, helmar

Name: aha antwortet um 13-09-2009 20:35 auf diesen Beitrag nach oben
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Es kommt mit Sicherheit nichts besseres nach. Boel war standhaft und ehrlich, nur wahrscheinlich hat sie dem Druck der "Basis" nicht mehr stand gehalten.

Egal wer kommt, es wird wahrscheinlich ein Waschlappen, der die gesteckten Ziele über Bord wirdt.

Name: Christoph38 antwortet um 13-09-2009 20:41 auf diesen Beitrag nach oben

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Mir schlottern auch schon die Knie, ob es mit dem/der neuen Kommissar/in nicht für die Landwirte schlechter wird.

Wer weiss auf was für Ideen der/die Neue kommt. Falls wer demonstriert oder blöde Packerl und Briefe schickt, wird gleich die Förderung gestrichen oder schikanöse Prüfungen durchgeführt ?
Da werden wir dann der Mariann nachtrauern, die ja nur die Grundförderung gestrichen hat, damit möglichst viel zur ländlichen Entwicklung umgeschichtet werden kann, was ja nach meiner Vieler auch zu 100% die Bauern einsacken.

Drum finde ich, dass immer brav kuschen die Methode ist mit der man langfristig am besten fährt.

Christoph

PS: Noch wichtig eh ich es vergesse: lw. Produktpreise sollten grundsätzlich nie erhöht werden, es könnte nämlich sein, dass es Konsumenten gibt, die das nicht wollen und Sympathie ist rasch verloren.

Name: Halodri antwortet um 13-09-2009 20:44 auf diesen Beitrag nach oben
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@ aha
Anscheinend kennst du die Komissarin persönlich.
Fischer Boel setzte alles auf das Spiel der freien Kräfte am Markt, eine liberale durch und durch.

Name: aha antwortet um 13-09-2009 20:58 auf diesen Beitrag nach oben
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Wir können uns nicht aussuchen, zu welchem Preis wir verkaufen. Deshalb sollten wir Molkereien stärken, welche für die Bauern mehr erwirtschaften, und jede mögliche Kostenschraube ausdrehen. Eine davon ist die Kontingentierung.

Hier hat sich Frau Boel besonders eingesetzt, diese für die europäischen Bauern zu entfernen, da bei knapp 80% der weltweit produzierten Milch diese Kosten auch nicht entstehen.

Eine Quote macht nur bei kleinen Märkten, Außenschutz und Garantiepreisen Sinn. Nichts davon ist für den europäischen Markt in Zukunft noch zutreffend.

Der Rückzug aus der Quotenabschaffung hätte für die europäischen Milcherzeuger erhebliche Nachteile zur Folge. Frau Boel hat wahrscheinlich dem Druck von geistig einfach gestrickten, aber gut formierten Milcherzeugern nicht mehr stand gehalten.

Name: walterst antwortet um 13-09-2009 21:01 auf diesen Beitrag nach oben
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aha!

Name: Halodri antwortet um 13-09-2009 21:12 auf diesen Beitrag nach oben
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@ aha
Geistig einfach gestrickt- genau diese Überheblichkeit zeichnet die europäische (Agrar)politik aus.

Name: tch antwortet um 13-09-2009 21:13 auf diesen Beitrag nach oben
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Auch manche Sprachrohre von Rebellen verdienen diese besondere Auszeichnung.

lg
tch

Name: aha antwortet um 13-09-2009 21:25 auf diesen Beitrag nach oben
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Was für eine Überheblichkeit denn? Eigentlich müssten wir für die Kostenentlastung dankbar sein.

Und das mit dem "Geistig einfach gestrikt" ist doch zutreffend, wenn eine Organisation nicht erkennt, was für ihr Klientel gut, und was schlecht ist?

Die bringen heute noch Preise und Kontingentierung zusammen und durcheinander, obwohl sie eigentlich die letzen Jahre hätten spüren müssen, was Sache ist (hoch und tief).

Österreich hat Dank fairem Handel und guten Molkereien einen der besten Auszahlungspreise in Europa, trotz steigender Menge. Die europäische Erzeugung schrumpft in vielen anderen Ländern kontinuierlich, und haben trotzdem schlechtere Preise - besonders in Deutschland, aber diese sind vorwiegend auf die Aktivitäten des BDM zurückzuführen, weil die BDM-Freie-MilchAg begonnen hat, hochwertige Milch 20 Cent unter übliche Auszahlungspreise in den Markt zu werfen. Einzelne Molkereien hatten dies genutzt, um andere zu unterbieten. Dadurch haben sie eine überproportionale Abwärtsspirale eingeläutet, an der sie bis heute kämpfen, und in Jahren noch kämpfen werden, um sich wieder ans österreichische Niveau anzugleichen.

Ich geh davon aus, nach dieser Aktion wird in Österreich Ähnliches geschehen, denn die IG-Milch ist nicht besser als der BDM aufgestellt (Schaber) und könnte ähnliche Schäden anrichten. Schaber hat wahrscheinlich seine Stärken in der körperlichen Arbeit, weniger in der Strategischen.

Name: Gourmet antwortet um 13-09-2009 21:31 auf diesen Beitrag nach oben

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Fischer Boel hört doch nicht vorzeitig auf, sondern weil die Kommission neu zusammengestellt wird. Ein ganz normaler Vorgang. Und mit 66 Jahren steht es ihr doch eigentlich zu, etwas kürzer zu treten, wenn sie schon nicht ganz in Rente gehen will.
Viel schlimmer finde ich, dass Österreich offensichtlich nicht jemanden als Kommissar zur Verfügung stellen will, den sich der Kommissionspräsident wünscht und der recht gut geeignet erscheint, sondern einen Parteisoldaten.

Name: walterst antwortet um 13-09-2009 21:32 auf diesen Beitrag nach oben
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@aha
hast Du auch irgend ein Argument, außer irgendjemanden als geistig minderbemittelt darzustellen?

Name: Gourmet antwortet um 13-09-2009 21:37 auf diesen Beitrag nach oben

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@ aha

Richtig. Wenn Du die Molkereien stärken willst, was ja sinnvoll ist weil die müssen am Markt verkaufen, dann muss die Quote weg. Erst dann kann in Vereinbarungen zwischen Molkerei und Erzeugern die Menge flexibel nach den Verkaufserfolgen geregelt werden. Bisher müssen die ja jeden Liter Milch nehmen, auch wenn sie nicht alles verkaufen können.
Ohne Quote sind alle Beteiligten näher am Markt, wo der Milchpreis schließlich erwirtschaftet wird.

Name: aha antwortet um 13-09-2009 21:46 auf diesen Beitrag nach oben
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@Gourmet, so ists. Jede Molkerei wird sich bemühen müssen, für die Bauern eine gute Strategie zu entwickeln, wie sie für die Bauern ein atraktives Einkommen erwirtschaftet. Natürlich gibts da die unterschiedlichsten Strategieen, von der Mengenregulierung bis Bio, von Fairness bis Verpackungsmüll, uvm.... Nur die Anzahl der Milcherzeuger wird sich so nicht halten lassen, es sei denn, es können über fertige Produkte (keine Rohmilch) neue Märkte erschlossen werden (wahrscheinlich nach der Weltwirtschftskrise).

Name: haapee antwortet um 13-09-2009 22:01 auf diesen Beitrag nach oben
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aha aha aha ,sehr schön formuliert "an der kostenschraube" drehen und die innovativen molkereinen stärken um ausreichenden gewinn zu erwirtschaften.

ich würde vorschlagen es wäre nach jahrelangem drehen der "kostenschraube"an der zeit um an der "preisschraube" zu drehen,denn wer nur an den kosten dreht befördert sich früher oder später ins wirtschaftliche aus!

es muss schlicht und einfach wieder mehr "verdient" werden ned immer nur an der kostenschraube drehen....das löst auf dauer keine probleme!

Name: biolix antwortet um 13-09-2009 22:03 auf diesen Beitrag nach oben
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Ihr Märchenerzähler !!!

die werden wieder sich gegenseitig runter bieten im LEH und die bauernpreise mit absenken.... was verbreitet ihr denn hier geschichteln ????

Die Bauern selber müssens in die hand nehmen, sonst macht es keiner für sie, udn die Staaten könnten ihnen helfen eben mit einer Mengensteuerung in Bauernhand !!!!

Die OPEC ist auch Legal !!!

Ebenfalls komtm mir schon vor das das Kartellamt nur zum schutz für bestehende hereschende Große da ist und das bestehende System eher noch weiter auszubauen....

g biolix

Name: Gourmet antwortet um 13-09-2009 22:25 auf diesen Beitrag nach oben

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@ biolix

Es hat doch niemand was dagegen, wenn die Bauern die Milchmenge selber in die Hand nehmen. Jeder Industriebetrieb bestimmt selber, wie viel er produzieren will. Von mir aus könnt ihr morgen damit beginnen, Vereinbarungen zu machen oder was auch immer. Aber bitte nicht den Staat missbrauchen um Eure eigenen Kollegen mit denen ihr nicht zurecht kommt, die da nicht mitmachen wollen, an der Entwicklung zu hindern.
Wenn niemand die Milch unter 40 Cent verkauft, dann hat die Milch diesen Preis. Das geht aber nicht gut, weil die Konkurrenz (das kann schon der nächste Nachbar sein), in der Lage ist, die Milch auch noch mit weniger gewinnbringend zu verkaufen. So ist nun mal die Wirtschaft. Gerade dieses Konkurrenzverhalten ist es doch, das uns den hohen Lebensstandard beschert, den wir heute haben.

Name: biolix antwortet um 13-09-2009 22:51 auf diesen Beitrag nach oben
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Schau und wieder deine Verdrehung,

Oben schreibst du: "Erst dann kann in Vereinbarungen zwischen Molkerei und Erzeugern die Menge flexibel nach den Verkaufserfolgen geregelt werden. Bisher müssen die ja jeden Liter Milch nehmen, auch wenn sie nicht alles verkaufen können."

Und wo schreibst du das das die Bauern in die hand nehmen sollen oder e können ???

Ach den Staat nciht mißbrauchen, Lebensmittel sidn weit wichtiger als ÖL , oder Rauchfangkehrer oder Banken oder Autowerke, wer mißbraucht da wen ??

Eine Agrarvertretung zum 10 mal heute die zu 90% gewählt ist die aber nur parteipolitisch Stärke zeigt, zsammhalt, liebe zum land hat, udn dann auf die Interessen der BäuerInnen vergißt obwohl sie an der "Staatsmacht" sitzt, das meine ich, genauso wie es Regeln sonst gibt, bichts anderes, das könnten sie durchsetzen...

oben hab ich noch vergessen, die Molkereien werden noch weniger bedacht sein die Mengen zu reduzieren oder zu Steuern, weil sie machens leider noch immer über die Menge auch Marktanteile zu gewinnen , und wie macht man das ? na klar über den Preis den anderen mal raus zu stechen....

Was wir brauchen ist ein neues Wertemodell wo das nciht passiert, da sind wir alle gefordert, aber was will man von leuten erwarten die sich Feinschmecker nennen und ja das gegeneteil von einem solchen sind... ;-))))
Ist ja schon so "faul" wie die ganze Politk die nur was "vorgibt" was sie zum schein tut und ist... ;-)))

g biolix

Name: walterst antwortet um 13-09-2009 22:57 auf diesen Beitrag nach oben
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bei vielen Leuten in diesem Forum und in der Agrarpolitik, die immer gute Ratschläge für die Milchbauern parat haben, hätte mich interessiert, wie weit sie persönlich die Kosten der Milchproduktion drücken haben können - bevor sie die Milchproduktion verlassen haben.

Name: biolix antwortet um 13-09-2009 23:03 auf diesen Beitrag nach oben
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der ist gut walter, wir haben aufgehört, und unsere Menge wurde sicher verdoppelt vom nächsten etc. etc., aber mir ist noch immer schade drum... da beist sich ja die katze in den Schwanz, etwasmit "liebe" machen, gesunde Lebensmittel herstellen, geht unter in diesem
sch... System... leben im Kapitalismus wo alles dem Kapital untergeorndet ist, dem Preis dem Mamon etc..... ist genauso sch... wies der Kommunismus war... es muss was dazwischen geben, ein gemeinsamer weg , ein auskommen mit leben udn leben lassen, ein miteinander statt gegeneinander... ökosozial gelebt... wqas machen unsere Kinder einmal in so einer Welt ? Wo es heisst, wennst um 20 cent nicht produzieren kannst hörst halt auf, wennst keine arbeit findst bist ein Sozialschmarotzer... ja wir wissen eigentlich alle wo das hin führt , aber warum tun so wenige was dagegen ?

lg biolix

p..a. walter alles gute für morgen, ich denke an euch !

Name: theres antwortet um 14-09-2009 06:49 auf diesen Beitrag nach oben
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Hab mir die Mühe gemacht und die Milchdiskussion der letzten Tage nachgelesen. Nicht ein einziger sinnvoller Vorschlag war zu finden. Wenn ich die Milchkrise momentan so betrachte, dann erscheint mir, als würden alle um die Probleme wissen, aber jeder tut nur das, was in seinen Augen für seine Problemlösungen helfen kann- der Blick auf das Ganze ist verloren gegangen.
Wenn wir die ganzen Grabenkrämpfe, die politischen Schauveranstaltungen und was es sonst noch alles gibt- beiseite schieben und uns wenigstens als Bauern einmal ganz ehrlich dieser Krise stellen würden, dann sähe ich einen guten Weg. Er würde den Bauern ein ausreichendes Einkommen ermöglichen und dem Konsumenten( bitte auch nicht vergessen, dass sich dazu auch der Bauer oder Landwirt zählen sollte) wieder wirkliche Lebensmittel bescheren.
Wenn das, was ich hier gelesen habe- die Milchwirtschaft aus der Krise führen sollte- dann kann ich nur noch "Gute Nacht" sagen.
Ein winziger kleiner Hoffnungsschimmer war Helmars Beitrag mit dem Einkaufsstreik, über den die Herren so lästern-
sie hat als einzige kapiert, dass der Euro, der nicht eingeommen wird, nicht ausgegeben werden kann. Sollten die Bauern in einen Einkaufsstreik treten, dann wäre weiger Milch auf dem Markt und ausserdem würden dann alle, die jetzt gönnerhaft, klugschwätzerisch den Landwirten so unheimlich kluge Ratschläge geben, weil sie zwar von den Landwirten oder der Landwirtschaft leben, aber noch nicht selbst am eigenen Geldbeutel erfahren würden, dass es den Bauern wohl wirklich ans eingemachte geht, vielleicht kapieren, dass wir alle im selben Boot sitzen.
Vermutlich denken Frauen anders, vielleicht lasst´s einmal die Frauen als Krisenbewältiger ans Ruder, denn mit dem männl. Denken habts uns leider an den Rand gebracht.
Danke Helmar, du hast mich bestärkt, dass es zwar ganz wenige Frauen gibt, die sich in der Landwirtchaft zu Wort melden, es wird jetzt wirklich Zeit.



Name: 050772 antwortet um 14-09-2009 07:53 auf diesen Beitrag nach oben
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Hoffentlich kommt nicht der Molterer, ihm haben wirs ja zu verdanken, daß im Vorjahr die Lebensmittelpreisdiskussion im Wahlkampf lostgetreten wurde und die ÖVP 15 Abgeordnete verloren hat was für ein Bauernbündler!

Name: helmar antwortet um 14-09-2009 08:30 auf diesen Beitrag nach oben

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Danke, liebe Theres, aber so toll bin ich auch nicht, aber meine Aufzeichnungen und vor allem mein Konto sind diejenigen, welche für mein handeln die Argumente liefern.....immer gehts eh net, aber oft.....
Liebe Grüsse, helmar

Name: Bergdoktor1 antwortet um 14-09-2009 09:02 auf diesen Beitrag nach oben
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"Vermutlich denken Frauen anders, vielleicht lasst´s einmal die Frauen als Krisenbewältiger ans Ruder, denn mit dem männl. Denken habts uns leider an den Rand gebracht." Zitat Ende

Aha da liegt der Fehler - die Männer haben Schuld ;-)))

Du hast also keinen einzigen sinnvollen Vorschlag gefunden, obwohl du dir die Mühe gemacht hast die Milchdiskussion der letzten Tage nachzulesen. Na dann fang doch gleich damit an - sag uns doch wos lang geht. So wie du schreibst scheinst du es ja zu wissen ;-) Besteht die Lösung etwa in deiner esoterisch angehauchten Lebensweise die alle nachahmen sollten ?;-)))) Ich glaub das ist etwas für einen kleineren Kreis von Leuten die die geniale Eigenschaft besitzen die Realität zu ignorieren und herablassend von der rosa Bio Wolke auf uns Unwissende herunterblicken - wenn ihr euch dabei gut fühlt, ich hab kein Problem damit. Nur diese Wolke würde sehr schnell zerplatzen wenn alle da hinauf wollten. Und ob ihr es glaubt oder nicht - man kann sich auch außerhalb eines solchen Dunstkreises sehr wohl fühlen.

Die Lösung dieser Krise die darin besteht dass zu viel Milch auf dem Markt ist ist eigentlich ganz einfach - die Milch muss weniger werden! Also Theres wir Männer wissen ja wo der Hund begraben liegt - nur an der Umsetztung happert´s. Was schlägst du als Frau vor wie man den Milchüberschuss in den Griff bekommt?

Und damit du mich nicht mißverstehst - ich bin für die GLEICHberechting der Frau. Nur wenn du jetzt allen Ernstes behauptest dass das männliche Denken Schuld an der Krise sein soll, klingt das schon sehr überheblich. Du könntest ja zumindest im Sinne der GLEICHberechtigung sagen dass sowohl Frauen als auch Männer gefordert sind an der Lösung der Krise in der Landwirtschaft zu arbeiten. Frauen denken in vielen Sachen "anders" als Männer und das soll in politische Entscheidungen auch positiv einfließen - aber die Männer von solchen Entscheidungen auszuschließen ?? Theres ... Theres...

MfG

Name: aha antwortet um 14-09-2009 09:26 auf diesen Beitrag nach oben
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@haapee, es sagt doch niemand, daß an der "Preisschraube" nicht gedreht werden darf. Viele Bauern haben aus diesem Grund schon vor mehr als 100 Jahren Genossenschaftsmolkereien gegründet, damit sich niemand zwischendrin fett frisst.

Wer glaubt, er könne an der Preisschraube drehen, in dem er seine Rohmilch verknappt, wird wahrscheinlich enttäuscht werden - er ist austauschbar - und wird auch ausgetauscht.

Name: Gourmet antwortet um 14-09-2009 10:45 auf diesen Beitrag nach oben

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@ theres und andere:

Die früheren Erfahrungen, dass einem schnell was nachgesagt wird, wenn man sich nicht dagegen wehrt, veranlasst mich zu folgender Stellungnahme:

Ich gebe hier KEINE Ratschläge, wie man aus der Milchkrise herauskommt. Das könnte ich gar nicht. Vermutlich ist die Krise permanent, sonst hätten nicht schon immer Bauern mit der Milchproduktion aufgehört.
Ich diskutiere hier nur gerne mit und schreibe meine Meinung. Als jemand, der im bäuerlichen Umfeld zu tun hat und das mit sehr vielen unterschiedlichen Personen, sehe ich recht viel und manchmal schreibe ich etwas hier herein, wenn ich meine ich könnte was beitragen. Ein Forum ist wie Stammtisch, jeder kann mitreden. Und für mich etwas Ablenkung von meiner sonst manchmal recht anstrengenden Arbeit.
Beratung gibt es anderswo. Auch im Milchbereich. Gute Beratung kostet etwas und ich habe häufig mit Milchproduzenten zu tun, die gute Berater dafür bezahlen, damit die ihnen zeigen wie man billiger produziert oder gleich einen Teil des Betriebsmanagements unterstützen, um auch bei niedrigen Preisen noch mit Gewinn arbeiten zu können. Das funktioniert teilweise recht gut.
Ich beobachte, dass die Milchproduktion immer professioneller wird, viel schneller als ich es früher geglaubt habe und jene, die auf die Hoffnung nicht auf die eigene Leistungsfähigkeit sondern politische Maßnahmen setzen, eigentlich immer draufzahlen.

Wem es nicht gefällt, was ich hier schreibe, muss meine Beiträge ja nicht lesen.

Name: Kathi antwortet um 14-09-2009 11:11 auf diesen Beitrag nach oben

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Fischer Boel nimmt den Hut
Hallo Helmar und Theres

Kaufverweigerung hält sich schon seit längeren - weil investitionen gar nicht drinnen sind.

würde gerne "unternehmerisch denken" so wie Gourmet oft verlagt - nur dazu fehlt nun mal das Geld - nicht jeder kann Querfinanzieren

Fischer Boel hat in den 5 Jharen Amtszeit nur auf die großen Bauern geschaut, ihr "Ding" durchgezogen, koste es was auch immer (in dem Fall: Wieviele Bauern immer::) Ein neuer Besen kehrt anders - wird auch höchste Zeit.

Unsere Politiker haben ein Dauerkurzzeitgedächnis und wollen verhandeln und reden - nur die Bauern haben nicht mehr die Luft solange herumzulabern wo nix herauskommt - aber das wird ja nicht eingesehen ...

lg

Kathi



Name: ----- antwortet um 14-09-2009 11:18 auf diesen Beitrag nach oben
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Fischer Boel nimmt den Hut
an Biolix! Ich muss mich wundern. Du schreibst du produzierst keine Milch mehr. Hast also Muhkuh. Hast deine Energieerzeugung. Alles schön, es war dir möglich eine Nische zu besetzen. Hast auch so nebenbei einen Job. Bist allso der ideale Berater für die Milchsparte geworden und produzierst statt dessen so kleine Hetzreden. In einem hast allerdings Recht, wir müssen sehr viel Erwachsener werden und uns selber präsendieren. Aber mit streiks, treffen wir immer die falschen. Politik ist ein Netzwerk welches bei kleinsten Änderungen kippen kann. Um dieses Netzwerk zu ändern braucht es ständiges rütteln daran. Aber auch vorallem Zeit, um nicht den zerfall anderer funktionierender Strukturen zu verursachen.Also rütteln wir weiter daran, der Weg der Zukunft is reden.

Name: Kathi antwortet um 14-09-2009 11:28 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo Jaki

stimmt Politik ist ein Netzwerk - ein Netzwerk voller (Partei)Freunderlwirtschaft wo nur mehr auf den eigenen Hut geschaut wird und nicht darüber.

Geredet wird die ganze Zeit - schön geredet vor allem, es ist Zeit zu Handeln!

Man versuchte zu Reden - man versuchte Aufmerksam zu machen - die Reaktionen waren gleich Null. Merkel fand es ja nichtmal Wert, die hungerstreikenden Bäuerinnen zu empfangen.
Wlodi redet von 4 Cent mehr für die Milch als die Deutschen - kann sich anscheinend an den GVO Zuschlag nicht mehr erinnern
Geredet wurde auch viel (und noch mehr geschachert) als man ZZU zu Schnellspurbioproduzenten gemacht hat und lang eingesessene Biobauern ausgebootet hat

Geredet wird viel von der Bäuerin des Jahres ... wird wohl nicht mehr viele Bäuerinnen geben in der Zukunft - also jetzt noch feiern oder wie?

An den Problemen wird von der Politik herumgesudert, nicht ernstgenommen und zum Schluss bei der Freunderlwirtschaft nur aufs eigene Geldbörsl gschaut

deswegen gehört da mal gerüttelt (da hast du recht) aber sowas von kräftig, dass mal Bewegung in die Sache kommt

lg
Kathi

Name: Gourmet antwortet um 14-09-2009 11:41 auf diesen Beitrag nach oben

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@ Kathi

Unternehmerisch Denken hat nicht unbedingt etwas mit Kaufen zu tun. Es ist ja auch nicht sehr schlau, etwas zu kaufen, das man nicht braucht, nur weil gerade Geld übrig ist.
Du weißt ja vermutlich was ich arbeite und daher auch, dass ich unter anderem für eine Firma arbeite, die nur dann verdient, wenn investiert wird. Meine Erfahrung, ohne jetzt aktuelle Verkaufszahlen zu kennen: Irgendwer investiert immer. Diese häufig bei Diskussionen gehörte Meinung „Wenn alle Bauern nicht mehr kaufen würden, dann würden die Firmen schön schauen und über den Wirtschaftsbund sofort was tun“, die halte ich für völlig unbegründet. Erstens ist der Wirtschaftsbund, die Vertretung der ängstlichen Kleinunternehmer, bei weitem nicht so mächtig wie manche annehmen, und gerade solche Bauern, die das Geld auf der Seite haben, woher es auch immer gekommen ist, und jetzt investieren wollen, die lassen sich am Allerwenigsten von Boykottaufrufen beeindrucken.

Name: Bergdoktor1 antwortet um 14-09-2009 13:16 auf diesen Beitrag nach oben
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@ kathi

Wenn du jetzt angenommen an einflußreicher politischer Stelle wärst - was würdest du unternehmen um den Milchüberschuss zu beseitigen? Oder anders gefragt - wie sieht die Bewegung aus die durch das Rütteln der Politiker in die Sache kommen soll - was sollten sie deiner Meinung dagegen unternehmen dass zu viel Milch am Markt ist?
Ich entnehme aus deinen Worten nämlich dass die Politik schuld an der derzeitigen Situation ist.

MfG


Name: Kathi antwortet um 14-09-2009 13:24 auf diesen Beitrag nach oben

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@ Berdoc

die Politik unternimmt nichts, schaut zu und lasst die Bauern einfach im Regen stehen ... mit den lieben Worten, bekommst eh 4 cent mehr als die Deutschen ist mir nicht geholfen, auch den deutschen nicht - es ist schlichtweg zu wenig !

zur Milchmenge - die Franzosen unterliefern seit Jahren ihre Quote, es wurde EU weit letztes Jahr weniger Milch angeliefert als ein Jahr zuvor und der Milchpreis ist im A**

Für die Schuldfrage würde man einen Oscar verdienen, aber es gehört was unternommen, und das sehen unsere Bauernvertreter nicht so - deswegen rütteln

lg
Kathi

Name: Kathi antwortet um 14-09-2009 13:27 auf diesen Beitrag nach oben

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Fischer Boel nimmt den Hut
@ Gourmet

wie du weisst, kann man nicht einfach die Milch nehmen und ohne hohen Investitionen selbst vermarkten - also bleibt nur an die Molkerei zu liefern und kosten einsparen

du kennst mich, ich bin ein Betriebswirt durch und durch, an der Kostenschraube könnt ich nur mehr drehen, wenn ich den Strom abschalte und mit der Hand melke - und das ist ja auch nicht Sinn der Sache

also sag mir du, wo liegen die Möglichkeiten für einen molkereiliefernden Milchbetrieb unternehmerischer zu Denken und wir reden weiter - so wirst du weiterhin hinter deinen PC sitzen, weg von der Landwirtschaft, und schlaue Töne spucken

lg
Kathi

Name: theres antwortet um 14-09-2009 14:04 auf diesen Beitrag nach oben
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Aber lieber Bergdoc,
warum denn gleich so giftig :-))?
Wir haben einen Vollerwerbsmilchviehbetrieb und Ackerbaubetrieb, ich hab weder Zeit noch Lust, hier über Bio, Konvi, irgenwelche esoterische Glaubenslehren zu diskutieren.
Mir obliegt ein grosser Teil der Arbeit im Stall und dazu die Führung der Bücher.
Beim Lesen der Diskussion hab ich leider keinen Beitrag gefunden, der aus der Krise führen könnte.
Du mit deinem weiteren Bergblick hast vielleicht mehr Rundumsicht.
Mir hängts nur echt zum Hals heraus, dass unsere klugen Bank- Finanz- und Wirtschaftsfachleute weltweit die Sach fast an die Kante gefahren haben-
und ich hab absolut keine Lust mehr, dazu zu applaudieren.
Ich bin absolut nicht männerfeindlich, dazu hab ich keinen Grund, hab ich einen Mann, der mit mir versucht, Landwirtschaft so zu betreiben, dass wir nicht nur Unmengen an Arbeit haben, sondern auch davon leben können.
Bis jetzt hab ich immer gesehen. egal was auf der buckligen Welt an blödesten und sinnlosestem Unfug getrieben worden ist-
die Zeche haben nicht nur die Männer, sondern auch ganz stark die Frauen getragen.
Die Landwirtschaft ist in einem sehr hohen Maß eine Männerdomäne, frau braucht ja nur ohne Ehemann an die landw. Stände in einer Fachausstellung gehen und dort sieht sie dann, wie sie mit Mann und ohne Mann informiert wird. :-)))))))))
So und jetzt haben wir wieder eine Krise mit dem Milchpreis, Getreidepreise sind ja auch zum Herzerwärmen.
Und da möchtest du mich in irgeneine Ecke stellen :-)))))))))))))))))
mein lieber Doc, ich hab schon lange nicht mehr so lachen müssen.
Mir hängts zum Hals heraus, wenn ihr hier nichts anderes zu tun habt, als die Leute ständig in irgendwelche Schubladen zu stecken.
Oh, ich soll schreiben, was ich als Lösung hätte, wie lang schreib ich hier schon mit, vermutlich so belächelt und in Schubladen geschoben,. wie du es gerade wieder gemacht hast.
Ja, ich hab mich auf die Hinterpfoten gestellt, hab nicht nur die Buchführung gemacht, sondern gerechnet und gerechnet und Vorschläge und Berechnungen meinem Mann vorgelegt.
Es macht einen grossen Unterschied, ob wir z. B. unsere Gülle behandelt oder unbehandelt auf unsere Wiesen und Äcker gefahren haben.
Es macht einen Unterschied, wie wir unsere Tiere füttern,
all das, worüber ich hier schon oft geschrieben habe, lacht doch die Mehrheit der Bauiern.
Ich hab nur einen Vorteil, ich kann die Veränderungen im Betrieb sehen und auch auf dem Konto.
Ja, ich hab mich auf dieSocken gemacht, weil ich meine Arbeit liebe und weil ich eines sehr gerne mache, rechnen.
Meinem Mann mit Zahlen zu beweisen, dass ein ganz gewöhnlicher Bauernhof ohne diese für mich unnützen Diskussionen um Konvi oder Bio nicht schlecht funktioniert und der gemeinsame Weg mit der Natur weder esoeterisch, noch sonstwas ist, nur gangbar und zukunftsfähig.
So, und jetzt kannst wieder herumhakln, mir ist eigentlich die zeit zu schade dafür.
Landwirtschaft ist eine schöne Arbeit und ein Stück Berufung, deshalb ist es wert, dass auch frau sich mit ihrer anderen Denkweise auf die Socken macht.
Und genau diese weibliche Denkweise wird hier so von oben herab von vielen Männern runtergelächelt,
mich würd ja nur interessieren, wo eure Frauen in der Krise stehen.


Name: Kathi antwortet um 14-09-2009 14:25 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo Theres

hast du daheim wirklich so wenig zu sagen, wie du immer schreibst??

bei uns werden die Entscheidungen gemeinsam getroffen und ich muss nicht mir irgendwelche Zahlen meinem Mann etwas beweisen.

lg
Kathi

Name: theres antwortet um 14-09-2009 15:34 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo kathi,
wen du es als wenig zu sagen - meinst- ich seh es anders. Betriebliche Veränderungen, egal, ob es sich um den Bau eines neuen Stalles, einer anderen betrieblichen Ausrichtung handelt, macht man ja nicht nur aus dem Gefühl heraus, sondern es muss sich rechnen.
Es muss sich auch rechnen, anders zu füttern, anders zu düngen usw.
Und genau das mach ich in unserem Betrieb. Andere Wege zu sehen, zu berechnen, bzw. auszuprobieren, auch manchmal im Kleinen zu testen- um es dann im Betrieb zu machen.Dazu ist die Marge in der Landwirtschaft zu gering, um zu spielen.




Name: Gourmet antwortet um 14-09-2009 16:33 auf diesen Beitrag nach oben

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@ Kathi

So weit weg bin ich gar nicht. Ich bekomme wahrscheinlich mehr mit, als mancher aktive Bauer der den ganzen Tag am Hof arbeitet und keine Zeit zum Meinungsaustausch hat.
Wenn der Betriebszweig Milchviehhaltung bei Euch so schlecht läuft, wie Du hier darstellst, dann würde ich etwas anderes tun. Das Leben ist zu kurz und zu wertvoll, um es mit Tätigkeiten zu vergeuden, die keinen Spaß machen und nur Geld kosten. Das klingt jetzt grausam und wahrscheinlich werden wieder welche deshalb über mich herfallen, die Gesellschaft ist aber nicht dazu verpflichtet, jedem in seinem Wunschberuf ein zufriedenstellendes Einkommen zu garantieren.
Wie schon mehrfach erwähnt: Wenn meine Arbeit mir kein Geld mehr bringt oder keinen Spaß mehr macht, dann tue ich was anderes. Damit habe ich überhaupt kein Problem.

Name: Baum5 antwortet um 14-09-2009 17:08 auf diesen Beitrag nach oben
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Ja,Gourmet, sage mir was ich tun soll , bin etwas über fünfzig,such mir bitte einen Arbeitsplatz, ich verabschiede mich aus der Landwirtschaft!

Name: Christoph38 antwortet um 14-09-2009 17:31 auf diesen Beitrag nach oben

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Wenn mir meine Arbeit kein Geld mehr bringt , womit ich aus heutiger Sicht nicht rechne oder die Arbeit keinen Spass mehr macht, dann ist es für mich ein leichtes heute und jetzt argumentativ vorzubringen, dass ich mir am St. Nimmerleinstag eine andere Arbeit suche.

Wenn es dann aber wirklich soweit ist, man ein gewisses Alter erreicht hat, eigentlich gar nichts anderes gelernt hat, wirds schon ein bisserl schwieriger. Vielleicht sollte man ein paar Personen aus verschiedenen Berufsgruppen befragen, wie leicht ihnen eine radikale berufliche Umorientierung gelungen ist, wieviele über Arbeitslose und Notstand sich in die Pension gerettet haben. Manche kommen gar nicht mehr mit ihrem Leben zu recht.

Bin auch gespannt wie diejenigen die mutig zB. € 500.000,- in die Milchproduktion investiert haben, mal locker den Beruf wechseln, wenn der Preis mal nicht so passt oder der Spassfaktor geringer wird.

Name: Gourmet antwortet um 14-09-2009 17:39 auf diesen Beitrag nach oben

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@ Baum5

Es dürfte ein Fehler sein zu erwarten, dass jemand Dir sagen kann, was Du tun sollst. Viele können für dieses Denken aber gar nichts, sie sind so erzogen worden um abhängig zu bleiben.

Ich sehe häufig gute Ideen verwirklicht, die sind den Leuten aber meistens selber eingefallen und sobald eine Idee erfolgreich verwirklicht ist, ist diese Nische auch schon wieder zugewachsen. Auf andere hoffen, ist hier der falsche Weg. Und ehrlich gesagt: Wenn ich eine Super-Idee habe, dann erzähle ich es auch nicht meinen Konkurrenten (das wären in Deinem Fall jenen Bauern die das selbe erzeugen und in der selben Situation), sondern ziehe das selber durch.

Name: Bergdoktor1 antwortet um 14-09-2009 18:36 auf diesen Beitrag nach oben
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@ Theres,

Ich stell dich in keine Ecke oder Schublade - das machst du schon selber mit deinen Beiträgen.

Du jammerst dass es dir hier langsam zum Hals raus hängt - weil dir nicht alle zu deinen "Erfahrungen" applaudieren? So unter dem Motto: Jetzt hab ich den Stein der Weisen gefunden und diese ungläubigen Dodeln außerhalb meiner kleinen autarken Insel wollen mir einfach nicht glauben ? Wir wissen inzwischen alle dass du viele Regenwürmer im Boden hast, auf Homöopathie schwörst, deinen Mann mit Zahlen "überzeugst" und auch alles andere innerhalb deiner kleinen Welt gut im Griff hast. Ist doch gut für dich - aber es darf doch hoffentlich jeder selber seine Erfahrungen machen und das tun wovon er glaubt dass es das Beste für ihn ist. Und wenn diese Erfahrungen von den deinen abweichen darf er doch hoffentlich trotzdem darüber schreiben.

Jetzt prescht du auf einmal mit der Meldung vor dass das männliche Denken uns an den Rand gebracht hätte und es höchste Zeit wäre die Frauen als Krisenbewältiger ans Ruder zu lassen. Als ob es nicht sowohl bei Männern auch als bei Frauen Fähige sowie Unfähige im gleichen Maß gäbe. DU regst an diese Kriseenaufarbeitung zur Frauensache zu erklären und suggerierst damit dass DIE Männer dazu nicht in der Lage sind. Das ist ....... naja...... amüsant ;-)

In unserer Gemeinde lebt eine Frau die auch im Gemeinderat sitzt. Sie bemerkt nicht dass sie sich mit ihren ständigen Wortmeldungen laufend blamiert.
Unlängst hat sie gegen etwas gestimmt das sie vor ein paar Jahren selber mitbeschlossen hat. Sie glaubt alles besser zu wissen.
Ich käme deshalb aber nicht auf den Gedanken dass jetzt alle Frauen so sind - ihre Sprüche von wegen autark sein und den bösen, bösen Schulmedizinern usw. erinnern mich aber ein bischen an das was du hier zum Besten gibst.

Du schreibst dass dir eigentlich die Zeit zu schade ist um hier herumzuhakeln - wer zwingt dich denn hier mitzudiskutieren? Diese Plattform bezeichnet man als Diskussionsforum und da kannst du nicht erwarten dass dir immer alle applaudieren.

Du erwartest von den Forumsteilnehmern "sinnvolle Vorschläge" für die Lösung der Krise in der Landwirtschaft. Ich hab bisher auch von dir noch nichts derartiges entdecken können.

Wie ist eigentlich die Sache mit der BVD Impfung ausgegangen? Dr. Gewessler hat dir ja Schadenersatz zugesichert wenn du seinen Kollegen der bei dir war öffentlich nennst oder ihm (Gewessler) seinen Namen mailst. Dr. Gewessler hat damals gemeint: "Wennst da jetzt kneifst,dann schreib bitte da nie mehr." Zitat Ende
Öffentlich habe ich nichts bemerkt. Ich bin auch etwas skeptisch was diese Impfung betrifft, deshalb würde es mich interessieren ob du Schadenersatz bekommen hast. Zur Orientierung - es war jener Thread wo du mfj als "krankes Hirn" bezeichnest und den Kardinalfehler der ganzen Landwirtschaft darin siehst dass es alle anderen immer besser wissen, was etwas verwirrend ist: Wie meinst du das? Sind alle anderen die Nichtlandwirte oder generell alle anderen inkl. der anderen Landwirte? Die wissen es also immer besser ? besser als wer ? als du? Um diesen Kardinalfehler zu beheben müssten also alle anderen einsehen dass sie es nicht besser wissen als du ? ;--)



MfG




Name: Kathi antwortet um 14-09-2009 18:43 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo Gourmet

weisst - das ist was, was du dir nicht vorstellen kannst - auch wenns finanziell beschissen ist, das Kreuz ruiniert - es ist für mich - der schönste Beruf den es gibt.

und weil es mir soviel Spass macht und weil ich nicht einsehe, dass Lebensmittel fast gratis sein müssen, kämpfe ich für einen besseren Preis - nicht nur für die Milch, auch fürs Getreide und fürs Fleisch !!

Der Tierarzt kostet was, und auch der Zimmermann und der EDVler sowieso - und was es kostet, das kostet es - nur bei den Lebensmittel - da darfs nix kosten. und wenns Gratis wär, ists auch noch zuviel

lg
Kathi



Name: Felix05 antwortet um 14-09-2009 19:27 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo,

Christoph 38, ich stelle mich freiwillig der Befragung:
bin jetzt 48 und kann auch nichts besser, als Autos oder (alte) Traktoren schrauben.
Wie Kathi schon sagt, das Kreuz wird nicht besser, aber Spaß macht´s trotzdem noch.
Hab´ noch eine kaufmännische Ausbildung, aber da bin ich allenfalls Mittelmaß, schade, aber es ist so.

5er Baum, du bist da noch ein paar Tage älter, entschuldige, erfahrener.
Deine Meinung zum Thema ist völlig richtig, sag´ ich.
Nicht jeder, der zum aufgeben gezwungen wird, ist schlecht in seinem Beruf.
Wenn ich so was höre........., also bitte.

Gourmet, du allerdings scheinst ein echter Wunderknabe zu sein, Respekt!
Jetzt sag´ich mal meine ungeschminkte Meinung:

Den meisten "Unentschlossenen" ginge es bestimmt ohne "dynamische Berater" weitaus besser.
Sicher, vielen gutbetuchten Trotteln auch schlechter.
Gourmet, bitte antworte konkret auf die Fragen der Kollegen, soweit das möglich ist.
Vorschläge wie: "Ja macht´s halt was anderes!" braucht kein Mensch.

Entschuldige, ich hab´kurz vergessen, dass Qualität Geld kostet.
Und solange man noch keine Euro Scheine über ein Forum schicken kann, wirst du wohl weiter oberflächlich an der Oberfläche palabern.

Lutz!

Name: aha antwortet um 14-09-2009 19:27 auf diesen Beitrag nach oben
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Ihr kämpft doch gar nicht für den Preis, weißt du das denn nicht? Ihr kämpft für eine Quotenkürzung!

Name: Baum5 antwortet um 14-09-2009 22:18 auf diesen Beitrag nach oben
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Gourmet, so leicht ist das aufhören über fünfzig nicht. Aber keine Sorge habe es nicht vor .Haben einen guten Nebenerwerb , Ich werde mit den,und für die Bauern weiterkämpfen beim UBV .Glaube dich zu kennen, wohne ganz in deiner Nähe.Tu nicht immer so gescheid u.besserwisserisch ,du bist es nicht...

Name: helmar antwortet um 14-09-2009 22:24 auf diesen Beitrag nach oben

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Unabhängiger Bauernverband? Interessant......
Mfg, helmar

Name: grafeder antwortet um 14-09-2009 22:28 auf diesen Beitrag nach oben

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Von was sind den die nicht abhängig, wovon alle anderen schon abhängig sind?

Name: Christoph38 antwortet um 15-09-2009 08:10 auf diesen Beitrag nach oben

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Mich würde vor allem interessieren, wie man ein Unternehmen mit Gebäuden, Maschinen etc. in dem viel Geld steckt, so locker mal aufgeben kann, weil der Beruf gerade weniger Spass macht oder derzeit geringe Erträge bringt.

Ich bin mir sicher, dass vielen Betriebsinhabern sehr geholfen wäre, zu wissen wie man erfolgreich beruflich umsteigt ohne dabei enorme Geldsummen zu verlieren.

Name: helmar antwortet um 15-09-2009 08:26 auf diesen Beitrag nach oben

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Lieber Christoph, deine Frage ist gut, aber wurde nicht in Erwartung oder auch etwas spekulativ auf hohe Preise viel Geld in die Hand genommen? Wurde nicht gleich bei den meisten doppelt so gross gebaut, entweder weil man den Nachbarn schon gepachtet hat, oder was noch dümmer ist, drauf hoffte dass es dieser eh nimmer lange macht? In Meinem Bezirk wurden von solche für den Verpächter recht erfreuliche Pachtpreise bezahlt, dass der Stall voll ist, und wenns ging, auch gleich die Quote gekauft damit sie kein anderer bekommt, so schauts aus....
Mfg, helmar

Name: Christoph38 antwortet um 15-09-2009 10:31 auf diesen Beitrag nach oben

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Liebe helmar, meine Frage war durchaus ernst gemeint.
Für mich spielt es überhaupt keine Rolle, warum und wieso jemand viel Geld investiert hat, da niemand das Rad der Zeit zurückdrehen kann um die Vergangenheit zu ändern.

Wenn zB bei den derzeitigen Milchpreisen einige dem Gedanken nahe stehen, sich in der Scheune zu erhängen, so bereitet mir dies keine Genugtuung oder sonstige Befriedigung welcher Art auch immer, bloss weil ich den Weg hoher Investitionen schon früher für falsch gehalten habe.
Mir ist es auch völlig egal, wenn Leute wie du Beiträge schreiben, aus denen kaum verhüllt Genugtuung spricht, wenn es anderen Bauern dreckig geht, bloss weil du deren Entscheidungen und Meinungen nicht teilst.

Name: Gourmet antwortet um 15-09-2009 11:43 auf diesen Beitrag nach oben

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@ Kathi

Ich kann es mir schon vorstellen. Allerdings verstehe ich nicht, warum die Steuerzahler oder die Konsumenten zu Deinem Hobby zuzahlen sollen. Und nochmal: Der Tierarzt, die EDV und alle anderen Dinge kosten ihr Geld, weil es vermutlich niemanden gibt, der die selbe Leistung billiger anbietet. Gäbe es beispielsweise den Halbpreis-Tierarzt, seine Kollegen müssten auch die Preise senken oder, was gerade im Nutztier-Bereich wahrscheinlicher wäre, gar nicht mehr kommen. Bei den Lebensmitteln ist es auch nicht anders wie überall sonst. Solange Milch ein austauschbares Rohprodukt ist und die Milch von Deinem Hof aus den oberösterreichischen Voralpen nicht deutlich besser schmeckt oder bessere Eigenschaften hat als eine aus dem Mostviertel, aus Oberfranken oder von der Nordseeküste, dann sind das Deine Konkurrenten mit denen Du beim Preis mithalten musst.
Ich kann für meine Leistungen auch keine Phantasiepreise verlangen, der bildet sich wie überall aus Angebot und Nachfrage und wenn ich da nicht mitmache, stehe ich ohne Einnahmen da. Und da würde ich dann ein echtes Problem mit meiner Frau bekommen, wenn ich nicht meinen Anteil am Familieneinkommen beitragen würde. Und das will ich auf jeden Fall vermeiden.

Name: Gourmet antwortet um 15-09-2009 11:45 auf diesen Beitrag nach oben

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@ Felix05

Nein, ich bin überhaupt kein Wunderknabe und ich fordere auch keinen Respekt ein. Mir genügt es schon, wenn ich hier schreiben kann und vielleicht manchen einen Denkanstoß liefern kann.
Ich bin nur meinen Gefühlen gefolgt und habe im Alter von etwa 30 Jahren mein Hobby zum Beruf gemacht. Weil ich damals schon der Meinung war, dass eigentlich jeder das machen sollte, was er gut kann und was ihm Spaß macht. Wenn ich heute zurückdenke, habe ich den Eindruck, ich hätte das schon viel früher tun sollen.
Viele tun das natürlich nicht, weil sie sich von manchen Dingen nicht trennen können oder es im besonderen Fall wirklich nicht geht, aber meine Entscheidung habe ich nie bereut.

Name: Gourmet antwortet um 15-09-2009 11:48 auf diesen Beitrag nach oben

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@ Christoph38

Wenn ich das wissen würde, wie man erfolgreich umsteigt, dann würde ich vermutlich jetzt und in den kommenden kalten Monaten nicht hier in der Nähe von Salzburg wohnen und so wie heute beim Frühstücken in einem McDonalds Restaurant diese Nachricht schreiben (leider scheint es heute hier kein freies WLAN zu geben, weshalb ich jetzt nur schreibe und die Nachricht später versende), sondern irgendwo in südlicheren Breiten.
Um Beispiele zu sehen, wie man erfolgreich umsteigt, genügt vermutlich ein Blick auf jene ehemaligen Bauern, die in den letzten Jahrzehnten aus einem Produktionszweig oder völlig aus der Landwirtschaft ausgestiegen sind. Schau Dir einfach mal an, was die Erfolgreichen unter ihnen aus den Gebäuden gemacht haben. Es gibt da welche, die verdienen mit diesen Gebäuden, nachdem sie für andere Zwecke adaptiert wurden, heute viel mehr Geld als früher. Und nebenbei haben sie auch noch Zeit um am normalen Arbeitsmarkt Geld zu verdienen.
Natürlich ist es nicht immer leicht und sicherlich sind manche Milchbauern der Verzweiflung nahe. Und vermutlich treibt es manchen die Zornesröte ins Gesicht, wenn sie die Diskussionen hier mitverfolgen. Aber die derzeit laufenden Protestmaßnahmen scheinen auch keine Besserung zu bringen sondern, ganz im Gegenteil, diejenigen die dabei mit machen noch zusätzlich zu schädigen.


Name: Gourmet antwortet um 15-09-2009 11:49 auf diesen Beitrag nach oben

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@ Baum5

Ja, das weiß ich. Es ist vieles schwieriger, wenn man älter wird. Mehrere berufliche Standbeine sind grundsätzlich nicht schlecht. Irgendwas geht dann immer.

Eine rein persönliche Beobachtung von mir ist: Sehr viele von denen, die recht schreien und meiner Meinung nach völlig dumme Protestmaßnahmen setzen, haben einen Nebenerwerb. Ganz so schlimm ist es also nicht. Und die Vollerwerbler, die wirklich auf Milch setzen sehen die Zukunft meistens viel optimistischer ein. Nicht alle, aber die große Mehrheit meiner Gesprächsprartner, in den letzten Wochen. Und sie werden recht behalten. Der Preis wird wieder nach oben gehen, hat ja schon angefangen.

Name: Kathi antwortet um 15-09-2009 12:13 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo Gourmet

ja eben da ist das Problem - wenn wir uns zB nach den Tarifen des Tierarztes von Indien halten müssten (so wie es bei den Bauern verlagt wird) dann würd die Welt auch anders ausschauen ...

Weltmarktpreise verlangen aber nur für Lebensmittel - das kanns ja nicht sein

Nochmals mein "Hobby" (find ich eigentlich heftig, dass du Landwirtschaft als Hobby bezeichnest) müsste keiner bezahlen wenn Lebensmittel nicht verschenkt werden sollen

lg
Kathi

Name: Gourmet antwortet um 15-09-2009 12:31 auf diesen Beitrag nach oben

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@ Kathi

Naja, ein Tierarzt aus Indien würde, wenn er hier in Österreich leben würde, gar nicht nach den indischen Tarifen (die ich jetzt nicht kenne) arbeiten können, weil er damit vermutlich sein Leben nicht finanzieren könnte.

Ich bezeichne Landwirtschaft dann als Hobby, wenn jemand behauptet damit kein Geld zu verdienen, es aber trotzdem machen will, weil man eben diese Arbeit gerne macht. Dagegen ist ja nichts zu sagen, aber von Erwerbsarbeit würde ich da nicht sprechen.
Das ist keinesfalls böse oder spöttisch gemeint, ich kenne Deine Landwirtschaft nur aus Deinen Schilderungen hier und von denen habe ich den Eindruck, dass Du mit dieser Arbeit, die Du zweifelsohne gerne tust, Geld verdienen willst, momentan aber nichts übrig bleibt und deshalb der Steuerzahler einspringen sollte.

Mein Beitrag soll ja nur ein Denkanstoß sein, weil ich manchmal den Eindruck habe, dass manche aus verständlichen Gründen nicht über den Tellerrand des eigenen Betriebes schauen können und gar nicht bemerken, dass da draussen noch eine andere Welt existiert in der man auch leben kann.

Sehr zutreffend finde ich den Beitrag von teilchen hier im Forum, die da gemeint hat, der Staat wäre nicht dafür verantwortlich, jedem einen Job zu garantieren, von dem man leben kann.
Ich meine, die Aufgabe des Staates ist die soziale Absicherung. Und die ist hier in Mitteleuropa eigentlich recht gut.

Name: regchr antwortet um 18-09-2009 13:09 auf diesen Beitrag nach oben

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mal ne frage,wenn die bauern so wenigkriegen für die milch,was ist mit den angestellten in den molkereien,deren gehälter sollten dann genauso gekürzt werden,und die gehälter der bosse der molkerei am meisten, davon spricht niemand,die haben alle jahre ihre erhöhung, ich komm mir wirklich blöd vor als landwirt,

Name: Gourmet antwortet um 18-09-2009 13:36 auf diesen Beitrag nach oben

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@ regchr

Haben die Molkereiangestellten jetzt weniger Arbeit? Falls sie kurzarbeiten müssen, weil so wenig Milch ankommt, dann bekommen sie natürlich weniger. Das scheint aber nicht der Fall zu sein.
Und mir wäre auch nicht bekannt, dass tausende gut ausgebildete selbständige Molkereifacharbeiter, die gerne auf selbständiger Basis mit Werkvertrag arbeiten wollen, sich am Markt gegenseitig unterbieten würden. Das würde deren Einkommen wirklich unter Druck setzen.

Name: regchr antwortet um 18-09-2009 18:22 auf diesen Beitrag nach oben

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immer bekommt der ursprünglich erzeuger von produkten das hackl ins kreuz,egal welche erzeugnisse, haben die meiste arbeit und verdienen am wenigsten,irgentwas läuft da total falsch, ich würde auch mehr für kaffee bezahlen, wenn ich wüsste das der erzeuger vom ursprungsprodukt mehr kriegt, dem ist leider nicht so,

Name: regchr antwortet um 19-09-2009 18:14 auf diesen Beitrag nach oben

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Fischer Boel nimmt den Hut
ob die mehr oder weniger arbeit haben interessiert mich nich,landwirte haben auch immer mehr arbeit für weniger lohn,toll nich...............

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