Tagebuch
E-Mail an User
|
Nachbarschaftshilfe Nachbarschaftshilfe beruht auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Deshalb braucht es einige Voraussetzungen: 1. Dass man noch Nachbarn hat (im Sinne von: Landwirte, die fachlich und technisch in der Lage sind, auszuhelfen) 2. Dass man in der Lage ist, von Zeit zu Zeit die entsprechende Gegenleistung zu erbringen 3. usw.... Auf die FRage von Angelika "wie lange hält die Nachbarschaftshilfe bei Notfällen an?" muss man sagen, das eine "echte Nachbarschaftshilfe" nicht ewig anhalten kann. Wenn wirklich jemand wegstirbt, einen katastrophalen Unfall hat oder der Hof abbrennt, kann man die Nachbarschaftshilfe nicht überstrapazieren, weil man für eine Aushilfe von z.B. einem halben Jahr niemals mehr die entsprechende Gegenleistung erbringen kann. Da braucht es dann schon einen Betriebshelfer, Zivildiener, MR usw... In meinem persönlichen Umfeld ist es so, dass von den Nachbarn, mit denen ich früher in Form von Nachbarschaftshilfe zusammengearbeitet habe, die meisten weg von der Landwirtschaft sind, deswegen keine maschinelle Ausstattung mehr haben oder in Pension oder im Nebenerwerb sind. Ich bin dann gerne ein Nachbarschaftshelfer, wenn der Kreisler bricht, oder der Nachbar nicht zur rechten Zeit Urlaub bekommt usw. MIt der Forderung an die Bauern, ordentliche UNternehmer zu sein, die Minuten und Euros genau zu zählen und sich für eine finanzielles Bestehen auf den eigenen Kram zu konzentrieren, wird die Nachbarschaftshilfe auch ein wenig verdrängt...
|