Gebrauchtmaschinen: 19836, Termine: 104, Kleinanzeigen: 2402 / 84, 26485 reg. User, online: 412
 
Home Gebrauchte Kleinanzeigen Landtechnik Schwein Live dabei Links Termine Forum Versteigerung Spiel
 

Landwirt Forum

Forumsbeiträge suchen

Es sind 13181 Diskussionen online

Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt

  Antworten: 30

Name: beni11 02-06-2008 20:59 nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt
Im Andenken an den Kuh-Mechaniker folgendes:


Abschied vom Hof

02.06.2008 | 18:10 | JOSEF URSCHITZ (Die Presse)


Die Landwirtschaft wird neue Betriebsstrukturen finden – oder scheitern.

Unter all dem emotionalen Begleitgetöse zum partiellen Milchlieferboykott in einigen Ländern hat es eine erfrischend sachliche Stimme gegeben: Klaus-Peter Gushorst von der Unternehmensberatung Booz & Company in München hat die Lage von außen nüchtern analysiert – und den Milchbauern und Molkereien relativ klar die Leviten gelesen:

Auch die Landwirtschaft müsse sich „an den harten Fakten der Industrie“ orientieren und konsolidieren. Wenn sie das nicht tue, sei die Milchwirtschaft (die sich, ganz nebenbei, in einem desolaten betriebswirtschaftlichen Zustand befinde) in Gefahr, von außen einfach überrollt zu werden.

Das hier Gesagte gilt in weiten Teilen natürlich auch für Österreich. Es ist ganz einfach: Zu viele zu kleine und zu unwirtschaftlich produzierende Betriebe stehen auf Produzentenseite einem starken, homogenen Handelsblock gegenüber. Das kann nichts werden.

In diesem Kontext ist es natürlich lieb, wenn die heimische IG-Milch als Lösung verlangt, den Milchpreis „von unten“ zu kalkulieren, also die in der derzeitigen Struktur vorgegebenen (zu hohen) Produktionskosten als Basis für die weitere Kalkulation zu nehmen. Aber, liebe Leute: So spielt‘s in der heutigen Wirtschaft nicht. Fragen Sie den Autozulieferer ihres Vertrauens.

Man kann jetzt natürlich den gleichen Fehler wie beim Greißlersterben machen, den Kopf in den Sand stecken, bei Sonntagsreden das Hohelied vom braven Bauern und seiner Scholle singen – und warten, bis der letzte unter dem Druck des Marktes aufgegeben hat.

Oder man kann die Zukunft aktiv angehen. Das heißt, dass sich Interessenverbände und Politik nicht gegenseitig in den Sack lügen, während draußen ein ganzer Wirtschaftszweig den Bach hinuntergeht. Sondern ein gemeinsames Konzept erarbeiten, wie man zu einer überlebensfähigen Betriebsstruktur kommt.

Das ist natürlich bitter, weil es den Abschied von vielen liebevoll gehegten Dogmen (beispielsweise, dass zu kleine Höfe unter allen Umständen in der derzeitigen Form mittels Subventionen weiter geschleppt werden müssen) bedeutet. Das erfordert auch viel Fantasie bei der Schaffung konkurrenzfähiger Betriebsstrukturen (die nicht unbedingt dem Dogma 1 Hof = 1 Betrieb folgen müssen). Und das wird natürlich eine schöne (aber gut angelegte) Stange Geld für Umstrukturierungshilfen kosten.

Was man nicht kann, ist so weitermachen: Die Erde hat sich weitergedreht und keine Branche kann die alten Methoden einfach fortschreiben, ohne den Untergang zu riskieren. Anders gesagt: Wie immer dieser Milchboykott ausgeht, in der derzeitigen Struktur sitzen die Abnehmer auf dem eindeutig längern Ast.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.06.2008)
Name: helmar antwortet um 02-06-2008 21:25 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt
Mit der zeit werdens schon noch draufkommen.....ich find es als eine Frechheit wenn jemand einem Betrieb welcher gerade mal den ÖDurchschnitt liefert, verspricht dass er in Zukunft (Milch) bauer bleiben kann wenn er jetzt nur recht brav Milch streikt.........für einen Vollerwerb braucht es nun mal eine gewisse Größe und Strukturen. Allerdings wird gern und oft verschwiegen dass die meisten Milchbauern in Österreich nicht nur Milchbauern sind, sie sind auch Waldbauern, Urlaub am Bauernhofbauern, Bauern mit einem anderen Beruf uvm.......es habe sich ja schon einige IG Führer filmen lassen. Jene welche ich in den Berichten gesehen habe lagen z.T. recht gründlich über den Ö Durschnitt am Kuhbestand. Soll mir recht sein, bin nicht neidig, aber wenn sie vom "kleinen Milchbauern" dann reden kommt mir so vor wie wenn sie diesen vor allem zum Protestieren brauchen...
Mfg, helmar
Name: beni11 antwortet um 02-06-2008 21:29 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt
@ Helma

Und damit sie sagen können "50% Streik-Beteiligung" - bei 15% Mengenrückgang! :-)

Name: teilchenbeschleunigerin antwortet um 02-06-2008 21:47 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt
Ein beachtlich mutiger Artikel, für die konservative Presse.
Der vermittelt einen echten Aufbruch.

Lg, tb.
Name: ALADIN antwortet um 03-06-2008 06:48 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt
Wurde da die Landschaftspflege auch berücksichtigt? Wer wird die steilen Wiesen bewirtschaften? Sicher keine Großbetriebe mit 200 Kühen.
Name: biolix antwortet um 03-06-2008 07:00 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
morgen !

komscih, helmine, also die kleine Nebenerwerbler sollen unter den Gestehungskosten Milch produzieren und eben sogar von anderen Produktionszweigen zu sponsern ;-))

g biolix
!
p.s. bäuerliche LW zu Weltmarktbedingungen ist nicht möglich !


Name: hydrant antwortet um 03-06-2008 07:43 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
Landschaftspflege gibt es nicht zu Weltmarktpreisen.

Können Arbeiter, Angestellte usw. bei uns zu Weltmarktpreisen arbeiten.
Arbeiten Politiker , Manager, Molkereifunktionäre, usw. zu Weltmarktlpreisen?



Name: teilchenbeschleunigerin antwortet um 03-06-2008 08:21 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
@biolix, @hydrant

Guten Morgen.

Die Bauern sollen nicht zu Weltmarktpreisen produzieren, dazu ist unser Land zu klein.
Aber sie sollen nicht an etwas festhalten, was den Arbeitsaufwand nicht abdeckt.
Oder sogar noch hineininvestieren.

Meine persönliche Prognose ist, dass der Bedarf an Milchprodukten in den nächsten Jahren weiter sinken wird - es sei denn es werden wieder Millionen von Euros in die Werbung gesteckt. Oder es wird eine neue Nutzungsschiene von Milch gefunden.

Diese Veränderungen erfordern eine Reaktion in der Produktionsmenge, und nicht ein krampfhaftes Festhalten an "aber dann kann ich ja nicht mehr kostendeckend produzieren".
Alles verändert sich ständig.

Landwirtschaftliche Produktion steht nicht unter einem Glassturz, und es ist keine Museumsindustrie, die unter geschützten Bedingungen stattfinden muss.

Ihr seid sehr lange an Regulierungsmaßnahmen (Quoten, Ausgleichszahlungen etc.) gewöhnt. Viele von Euch haben verlernt, wie ein Unternehmer zu denken, der innovativ sein muss und sich seinen Markt selber suchen muss.
Da kann es für einige hart werden, wenn die Regulierungen wegfallen, und es wäre sinnvoll, schon jetzt mit dem freien Markt Bekanntschaft zu machen.

lg, tb.
Name: Christoph38 antwortet um 03-06-2008 10:22 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
Papier ist geduldig und jeder Journalist kann schreiben, was er für richtig hält.

Den Tatsachen entspricht es keineswegs, dass sich die Landwirtschaft unter einem teuer subventionierten Glassturz befindet, wo sich keine Strukturen ändern und gegen drohende Änderungen sofort drauflos protestiert wird.

Jeder halbwegs an der Realität Interessierte kann nachlesen, dass zigtausende Milchbauern die Produktion bereits eingestellt haben. Jedes Jahr werfen weitere das Handtuch, da ist noch kein Ende des Strukturwandels in Sicht.
Die neu gebauten Ställe werden immer größer.
Es ist offen gesagt ein Unsinn zu behaupten, dass in der Landwirtschaft keine Anpassungen stattfinden.
Die Förderungen werden seit dem EU Beitritt nicht nur real entwertet, sonden im neuen ÖPUL massiv gekürzt und man braucht kein Hellseher zu sein, dass es auch nach 2013 nicht besser sondern schlechter sein wird.

Freilich wird man um die Beantwortung einer Frage nicht herumkommen, nämlich ob man einen halbwegs sozialverträglichen Strukturwandel will oder ob man 45-jährige Bauern, die keine andere berufliche Perspektive haben, knallhart schon morgen in den Ruhestand schicken will.

Was die überlegenen Produktionskosten von Großbetrieben betrifft, so ist es unstrittig, dass es Fixkostendegressionen gibt.
Ich stelle mir allerdings schon die Frage wie in Großbetrieben die Milchproduktion derartig effizient ablaufen soll, dass der Milchpreis niedrig bleibt und noch was verdient werden soll, wenn es industrielle Getränkehersteller bereits derzeit nicht schaffen Cola und Eistee billiger als die Milch anzubieten.

Solange die Milch von der Kuh kommt, wird nämlich auch bei 10.000 Kühen der Melkaufwand größer sein, als das großindustrielle Getränkemischen. Und Milch ohne Kuh wird sich zumindest auch nicht einfacher machen lassen als Cola und Eistee.

Gerne lade ich jeden Jouranlisten ein, er soll mir vorrechnen, wie die von ihm artikelmässig propagierte Zukunftslandwirtschaft, in Zahlen funktioniert und zeigen wo die 5.000 ha Betriebe geografisch in Westeuropa liegen sollen.
Name: biolix antwortet um 03-06-2008 10:45 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
danke christoph ! gute analyse....

ja hat er hardegg nicht erst vor ein paar monaten in der zeitung gemeint "die Großbetriebe und Zukunftsbetriebe gehören noch besser gefördert".. ich meinte damals "komisch, wenn die angeblich die sein sollen die am "weltmarkt" bestehen können...

ich rufe noch mal allen in Erinnerung was der "Weltmarkt" eigentlich ist, eine Üebrschußverwertung ! udn um was für Geld verkauft man Überschüsse.. oft um sehr sehr
wenig um das auf der Welt keine BauerIn produzieren kann ! ;-((((

g biolix
Name: donauprinz antwortet um 03-06-2008 10:51 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt

danke biolix,

das stichwort "überschußverwertung" passt mir eh grad perfekt.


Die New York Times berichtete nämlich am 18.Mai 2008, wie viel essbare Lebensmittel von den Amerikanern weggeworfen werden. Umgerechnet 60 Kilo monatlich pro vierköpfiger Familie! Die Briten können mithalten: 33 % der Lebensmitteleinkäufe wandern in den Müll, …….. Die Schweden werfen ein Viertel ihrer Nahrungsmittel weg - doch das alles könnte noch gegessen werden...

http://www.nytimes.com/2008/05/18/weekinreview/18martin.html?scp=1&sq=sweden%20food%20apples&st=nyt
___________

Der Joghurt ist einen Tag über dem Datum, die Paprika sieht ein bisschen runzlig aus, der Pudding schmeckt nicht. Schnell weg damit! Der Weg zwischen Kühlschrank und Tonne ist kurz.
Wissenschaftler aus Wien haben nun zahlreiche Mülleimer durchwühlt - akribisch durchforsteten sie den Inhalt auf der Suche nach Essbarem. Das Ergebnis hat ein ganzes Land zum Diskutieren gebracht: In Wien wirft jeder Einwohner pro Jahr 43 Kilo Lebensmittel weg.(Anmerkung meinerseits: bei ca 1,68 Mio Einwohner sind das eh bloß 72,24 Millionen Kilo) Darunter sind nicht nur Essensreste und verdorbene Nahrung, sondern auch angebrochene oder gar original verpackte, unberührte Lebensmittel. „Unsere Untersuchungen ergaben, dass zehn Prozent der gekauften Nahrungsmitteln weggeworfen werden“, sagt Felicitas Schneider vom Wiener Institut für Abfallwirtschaft.
Auch in Deutschland ist der Umgang mit Lebensmitteln oft gedankenlos, vielleicht gerade weil noch keine Abfallstudie aufzeigte, wie viel Essen tagtäglich in die Tonne wandert. Essen gibt es hier in Hülle und Fülle, trotz gestiegener Lebensmittelpreise. kölner stadtanzeiger 18.04.08
______________
Briten werfen 50% ihrer Nahrung weg

London.- Einer neuen Studie zufolge wird die Hälfte der britischen Lebensmittelproduktion - ein Wert von mehr als 30 Milliarden € - weggeworfen: Vier Millionen Tonnen Nahrung verschwinden jährlich zwischen Feldern und Geschäften, 16 Mill. Tonnen landen im Abfall von Haushalten, Läden und Hotels.
Kronen-Zeitung / 3. März 08
________________


Kommentar dazu, spar ich mir vorerst mal



Name: biolix antwortet um 03-06-2008 10:54 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
na schau, wenn ich annehme das bäuerliche familien weit mehr als die hälfte wegwerfen, und 3 tage keien milchliefern wären dann nciht mal 1% der Jahresmenge... an dann können sie das lange machen;-((( nein wollen sie sicher nciht und ich auch nicht , aber einmal musste es sein um zu zeigen wer nicht immer die Trotteln der nation sein soll....
und es nutzt !!! und nun wie schon gesagt, nach dem Boykott ist vor dem Boykott.. vorbereiten auf danach...

lg ins donautal... biolix
Name: maegger antwortet um 03-06-2008 10:57 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
@ teilchenbeschleuniger

gewisse beiträge sollten von dir mit

OHNE AUSREICHENDES WISSEN GESCHRIEBEN

deklariert werden wie so manche andere Beiträge auch

da ich eingendlich mehr Lese als schreibe in diesem Forum denk ich mir meist nur meinen Teil wobei ich aber sagen muss Das mich der Neid und die Blindheit in gewissen Gebieten von einigen Leuten wirklich Fasziniert.

1. ja es werden auch andere Landwirte Größere Bergbauer die Steilwiesen mähen und das wesentlich günstiger als jetzt. da er für z.b 20 - 30 - 40 ha die Gleiche mechaniseierung hat wie heutzutage schon Betriebe mit 10 ha haben. Genau so wird es auch in Tallagen sein.

2. Nicht die Größten werden überleben sonder die Intresiertesten

3. Wir (österreich - Salzburg) werden nie nur annähernd zu Weltmarkt preisen produzieren können. Dies lassen 2 Faktoren nicht zu Größe, Klima,

4. OHNE GUTEN MILCHPREIS KANN NIEMAND MILCH PRODUZIEREN
Darum habe ich auch großes Verständnis für den Lieferboykott und werden ihn wahrscheinlich bald unterstützen.

Auserdem kenne ich kaum einen Markt wo die Preise von oben herab berechnet werden
und der Käufer die Rechnung mit dem von ihm Eingesetzten Preis an den Verkäufer schreibt

Name: biolix antwortet um 03-06-2008 11:12 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
Maegger bringts auf den Pkt !

und keiner hier hat mir noch eine Antwort gegegen, wer will das die bauernInnen die mengensteuerung selbst in die Hand nehmen ???

Alle haben anscheinend große angst davor, denn dann würden die bauern mal so machen wie die Konzerne Nestle, Cola etc. , sie geben vor wos lang geht... und zerst kommt die berechnung der Gestehungkosten und dann die des Gewinnes ;-)))

die ANgst ist so groß davor, sogar von "angeblichen" bauern, gell mr. G. ;-))

lg biolix




Name: soamist antwortet um 03-06-2008 11:30 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
hallo maegger,

ohne dir jetzt nahetreten zu wollen aber wenn du schon teilchen mangelndes wissen vorwirfst hättest du dir deinen letzten satz über deine marktkenntnisse eigentlich ersparen müssen.

@ biolix

bist du wirklich so naiv zu glauben dass bauern jemals geschlossen auftreten werden?

in ein paar wochen wird der boykott beendet sein, der milchpreis für einige monate um ein paar cent höher und dann wird wieder auf teufel komm raus produziert werden.

und dann wirds ein deja vu geben

soamist


Name: biolix antwortet um 03-06-2008 11:39 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
bist du auch kein bauer ;-)

du selbst kannst anfangen daran zu glauben denn sonst ist der BAuernstand in der "freien"
Wirtschaft wohl zum sterben verurteilt...

ich glaube fest daran, denn wer jetzt nicht kapiert .. ;-)

ja und warum hat man dann so eine toll gewählte mit 90% Agrarvertretung ?

die auch noch hinausposaunt "Stärke zeigen" udn "Mit liebe zum land"...

wo ist das ganze dann hin verschwunden ? ;-)

ach ja da passt der satz, der könnte vonmir sein :
"In den vergangenen Tagen wurde für die Milchbauern und -bäuerinnen auch schmerzhaft sichtbar, dass der Bauernbund den Kampf für einen gerechten und kostendeckenden Erzeugerpreis vorerst ablehnte, ja sogar dagegen arbeitete und erst nachdem viele Bäuerinnen und Bauern sich beteiligten, einen Schwenk vollzog"

brrrr nicht ?

lg biolix


Name: teilchenbeschleunigerin antwortet um 03-06-2008 12:08 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
@maegger

Hallo maegger,

kannst Du Dich bitte präzisieren, welche Beiträge ich deklarieren soll?
Ich bin übrigens eine Frau und heiße hier teilchenbeschleunigerin.
---

Zu Deinen Punkten - die weichen kaum von meinen ab:

2. nicht die Größten, sondern die Interessiertesten - bei mir sind es die Schnellsten
3. Hab ich auch schon so geschrieben - wieso sollten wir auch?
4. stimme Dir zu, allerdings kann nicht uneingeschränkt viel produziert werden, wenn es nicht verwertet werden kann.

Deinen Punkt 1. versteh ich einfach nicht, was Du damit ausdrücken willst.

Preise werden dann von oben berechnet, wenn ein neues Produkt eingeführt wird. Die Preise werden z.B. durch Benchmarking gefunden, durch Marktforschung, die herausfindet, wieviel die Kunden bereit sind für dieses Produkt zu zahlen. Das hängt davon ab, was es ihnen für einen Nutzen bringt. Das wird natürlich vor allem für hochpreisige Produkte gemacht, wo viel Entwicklungsarbeit dahintersteckt, und man sich das Marktpotential dafür vorher genau anschaut.

Wer hätte vor 20 Jahren gedacht dass einmal ein "Gschloder" in einer rot-blauen Dose für 1,39 EUR das Stück gekauft wird? Ein Produkt, das bis dahin keiner kannte?

Und zum letzten Satz: Die Preise werden dort vom Käufer diktiert, wo zuviel Angebot da ist.
---

Für Deine Hinweise auf Fehler bin ich Dir dankbar, aber bitte präzisiere sie, denn ich lerne gern was dazu.

lg, tb.
Name: mfj antwortet um 03-06-2008 12:19 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
Biolix - Deine kurzsichtige Biobrille erstaunt mich immer wieder.

Müßt nicht Ihr am meisten zittern, nur über das Produkt zu leben...
Wißt ihr was geforderter/gerechter Preis bedeutet - falls das unglaubliche eintreffen sollte:

Ein AUS den Förderungen wo jetzt Produktionshemmnisse und unterschiede ausgleichen sollen.

Österreich mit seinen Micky-Maus Betriebsgrößen, wißt Ihr wer von einem gerechten Preis am meisten profitert: die größten Schreier alias, die Großen der Großen die Ihren "Zweitbetrieb" in Polen, Rumänien, Ungarn, Ukraine haben ..... so nebenbei 3000 ha - ein Hoch der Weitsicht, Prost Biolix!!!
Name: biolix antwortet um 03-06-2008 13:10 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
Du mußt auch mal den Grünen Bericht gscheit lesen...
Im Ackerbau seit jahren machen die Produktpreise in Psozenten zum Umsatz inkl. Förderungen mehr aus als bei den Konventionellen !!!!

wie gesagt der Schmäh das bio so viel mehr förderungen bekommt, zieht nicht mehr.. ;-))

also hier ncihts falsches verbreiten...

biolix

und werde doch nicht so nervös, verlierst jettz deinen Arbeitsplatz weil hier deine Propaganda nicht greift ?
Name: biolix antwortet um 03-06-2008 13:14 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
Diese Logik !!!

nochmals, aber tausende können in der LW bleiben bei guten Preisen... ja probier mas mal umgekehrt... also müssen alle für niedrige Preise sein das die kleinen und die Großen nichts verdienen ? wer hört früher auf udn wächst halt dann noch schneller ?

pfau da ist so viel politsches interesse dahinter was du schreibst, einfach unglaublcih nett !
;-))

blg biolix


Name: mfj antwortet um 03-06-2008 13:22 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
Trotzdem - Preisanhebungen bringen Förderkürzungen nach sich. Weil dann jede Argumentation verlorengeht. Seid Ihr Euch dessen bewußt. Ich habe hier schon ellenlange Diskussionen wegen der Öpulkürzung erlebt.

Ich hoffe Ihr wißt für was Ihr streikt - in Österrreich. (rauf mit dem Preis, runter mit den Förderungen...)

P.S. Der Durchschnittsbetrieb für den der BDM in D den nötigen Milchpreis errechnet hat, misst 240.000 Liter Quote.

Guten Morgen Österreich !!!

PPS. Nervös bist trotzdem, Biolix
Name: teilchenbeschleunigerin antwortet um 03-06-2008 13:31 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
Christoph38

Hallo Christoph,

Du hast recht, es ist bereits viel passiert, auch wenn der Konflikt zwischen Wirtschaftlichkeit und sozialer Verträglichkeit ständig vorhanden ist.

Ich denke, dafür gab es auch diese langjährigen Regulierungsmaßnahmen, um nicht einen ganzen Berufsstand von heute auf morgen vor vollendete Tatsachen zu stellen. Ein Steuerberater kann sich schneller auf geänderte Rahmenbedingungen umstellen. Er hat geringe Investitionen und hat kaum gebundenes Kapital. Ein landwirtschaftlicher Betrieb braucht einfach länger, um eine Veränderung zu vollziehen. Dass dafür Geld und Zeit = Beratung investiert wird, ist absolut legitim und notwendig.

Ohne mich als Kennerin der Materie hervortun zu wollen, mein persönlicher Eindruck ist, dass man die Landwirte wieder ein Stück weiter in die Selbstverantwortung entlässt.
Das wird die einen freuen, die kaum erwarten können aus dem Korsett aus Regulierungen herauszukommen, und sie können ihre neuen Gestaltungsmöglichkeiten nützen. Und andere werden sich mit den Regulierungen wohler fühlen, in der sie zwar abhängig sind, wo sie aber zumindest Abnahmezusagen haben.
Es sind nicht alle Menschen gleich, die Eigenschaften sind unterschiedlich verteilt.
---

Die Preise für Cola und Eistee sind nicht deshalb so hoch, weil die Produktionskosten so hoch sind, sondern weil die Kunden bereit sind, diesen hohen Preis dafür zu bezahlen. Siehe auch Red Bull als Extrembeispiel. Es gibt genügend Nachfrage danach.

Die Preisbildung bei der Milch ist aber nicht mit Cola oder Eistee vergleichbar.
Eine Nachfrage nach Milch ist zwar natürlich vorhanden, allerdings ist eine bestimmte Preisschwelle nicht mehr sozial verträglich.
Bei Grundnahrungsmitteln gibt es soviel ich weiß, keine freie Preisbildung. Das ist komplexer - vielleicht weiß da jemand mehr darüber?

lg, tb.
Name: biolix antwortet um 03-06-2008 14:11 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
komsich, mfj ich nervös !!! so entspannt wie ich bin... du drohst mit klagen im anderen threat...

was bezweckst du ? bist du Milchlieferant oder Bauernvertreter ? ;-)))

ich glaub nciht... industrievertreter schon eher !

lg biolix

ps.. weil dir ist leiber die Konzerne verdienen als die Bauern !
Name: freidenker antwortet um 03-06-2008 14:24 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
@tb

>>...allerdings ist eine bestimmte Preisschwelle nicht mehr sozial verträglich..

ich würde eher sagen die niedrigen preise bei lebensmittel sind eine notwendigkeit einer funktionierenden konsumgesellschaft in der die menschen ruhig gestellt und beschäftigt werden können


Name: biolix antwortet um 03-06-2008 14:31 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
brot und spiele !

genau !

lg biolix
Name: helmar antwortet um 03-06-2008 14:51 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
@mfj, gut recherchiert....in Österreich ist der Durchschnitt etwas mehr als 1/4 dieser Quote...
Mfg, helmar
Name: soamist antwortet um 03-06-2008 15:02 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
lieber biolix,

wenns den pawlow’schen reflex nicht schon geben würde müsste man ihn wegen dir neu erfinden

lg somist

Name: teilchenbeschleunigerin antwortet um 03-06-2008 15:27 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
@freidenker

Ich habe inzwischen recherchiert, es scheint keine offizielle Preisobergrenze für Grundnahrungsmittel zu geben.
Vielmehr sind es, wie schon einmal hier festgestellt wurde, die Frequenzbringer, und Handelsketten können es sich nicht leisten, den Preis nicht zu senken, wenn Diskonter runtergehen.
Raufgehen können sie aus diesem Grund auch nicht, weil sie dann Kunden verlieren, und der Konsumentenschutz rührt sich auch gleich.

Erwin Buchinger hat angekündigt ab Juni laufend Mystery-Shopping in den Supermärkten machen zu lassen, um die steigenden Lebensmittelpreise zu prüfen, und wie sich die Preise wirklich zusammensetzen.

So sind bei einer Semmel um 31 Cent nur 2cent Mehlanteil dabei.
Während der Preis für das Schnitzel im Supermarkt steigt, ist der Schweinepreis gefallen. Bei Trinkmilch ortet man Spannen von 20% für den Handel. (Klaus Wejwoda, Wettbewerbskommission)
- Bin gespannt, was uns diese Untersuchungen bringen werden.

Wirklich treffen würde ein Anstieg der Grundnahrungsmittelpreise wohl keine breiten Bevölkerungsschichten, der Großteil würde es verkraften.
Am schmerzlichsten sehr wohl die untersten Schichten, MindestpensionistInnen, Alleinerzieherinnen etc.
Also mein Argument "nicht mehr sozial verträglich" trifft nur bedingt zu.

lg, tb.
Name: Icebreaker antwortet um 03-06-2008 15:40 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
Hallo teilchen,

du sagst völlig richtig: "Die Preise für Cola und Eistee sind nicht deshalb so hoch, weil die Produktionskosten so hoch sind, sondern weil die Kunden bereit sind, diesen hohen Preis dafür zu bezahlen. Siehe auch Red Bull als Extrembeispiel. Es gibt genügend Nachfrage danach....." ---> Freund von mir ist Tanstellenpächter, ein anderer Gastronom - 1 Dose RB an der Tankstelle: EUR 1, 29 - im Lokal bei ihm gehts für EUR 2,75 auch weg (.... Wucher -keine Frage, aber wenns (rein)geht?

Was kostest übrigens 1L Markenmotoröl? ;-))) (Für die Kraxn das Beste, für den eigenen Körper/Motor das billigste. Bei leider sehr vielen genau so .... (von Kosmetikapreisen, für die so manche Damen selbst oder gesponsert unendlich viel Geld ausgeben red ich gar nicht - Hauptsach sie jammern, wenn 1 L Milch um ein paar Ct mehr kostet .... (sonst geht sich ja die unnötige aber teure Gesichtsstraffungscreme nimma aus ;-))))

Nicht bös, aber kritisch
Ice
Name: teilchenbeschleunigerin antwortet um 03-06-2008 15:49 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
@Ice
Hallo Ice,

Habe gerade angemerkt, dass ich vermute, dass eine Erhöhung der Grundnahrungsmittelpreise niemandem wirklich wehtun würde - außer den untersten Schichten wie MindestpensionistInnen oder Alleinerzieherinnen...
Wenn man mich fragen würde.
Allerdings hat der Handel - zu recht - Angst, Kunden zu verlieren, und dann müssen sie die teureren Lieferanten wieder raushauen...
"Es ist alles sehr kompliziert" ©Fred Sinowatz

Ansonsten bin ich ganz Deiner Meinung.

lg, tb.
Name: theres antwortet um 03-06-2008 16:19 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Der Kommentar bringt es auf den Punkt- bäuerliche LW zu Welt
Hallo donauprinz,
ja, der Umgang mit den Lebensmitteln hat schon komische Züge angenommen. Ehrlich gesagt, manchmal muss ich einfach meine grauen Zellen ausschalten, weil ich sonst Kopfschmerzen bekommen würde. In unserer Küche stehen 2 Bokashi-Eimer, dort kommen die Küchenabfälle rein- es macht soviel Arbeit, Gemüse, Obst, Brot usw. selbst zu machen, ich käme mir schon mehr als komisch vor, wenn ich damit nicht sorgsam umgehen würde.
Vielleicht ist das der Knackpunkt, mit dem Kauf hat man vielleicht nicht mehr die Beziehung zum Lebensmittel mehr, als wenn man es zu einem grossen Teil selbst erzeugt, hegt oder macht.
Würde es eine bessere Beziehung, ein sparsamerer Umgang, wenn es mehr kosten würde?
Ich bin noch so aufgewachsen und erzogen worden, dass der sorgfältige Umgang mit Lebensmittel einfach dazugehört, hab das meinen Kindern auch immer vorgelebt- und manchmal erzählen sie mir sehr nachdenklich, wie in ihrem Umfeld der Umgang mit Lebensmitteln so anders ist.
Angeblich wäre im Land wo Milch und Honig geflossen ist- zwischen Euphrat und Tigris auch die Verschwendung von Lebensmitteln sehr hoch gewesen, die Römer hatten ihre Gelage, die nach den schriftlichen Aufzeichnungen genauso verschwenderisch waren.
Vielleicht sind diese Auswüchse Anzeichen einer bestimmten Stelle in der Hochkulturkurve.
Wert- und Wertlos zeigen die Bedeutung an.
Erst wenn es teuer ist, dann ist es was wert- oder ist es was wert, weil es teuer ist?
Es scheint so zu sein, dass es den Dingen, die es umsonst gibt, noch viel weniger Wert beigemessen wird.


 [ Zurück zur Forumsübersicht ] 
 
 
Passwort vergessen
Neu registrieren

Agrarlinks

Agrarwetter 02.12.2008
Wetter in Österreich
 
Max: 4 °C
Min: -1°C

[ Impressum ] [ Datenschutzerklärung ] [ Geschäftsbedingungen ] [ Sitemap ] [ Index ] [ Diashow Sitemap ] [ Traktor ] [ Gebrauchtmaschinenmarkt ]
Gebrauchtmaschinen [ Landwirtschaftliche Motorfahrzeuge ]
Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews

Der fortschrittliche Landwirt, Hofgasse 5, A-8011 Graz, Tel: 0 316/82 16 36, Fax: 0 316/83 56 12

Alle Angaben ohne Gewähr - Druck und Satzfehler vorbehalten

redaktion@landwirt.com