Gebrauchtmaschinen: 18691, Termine: 70, Kleinanzeigen: 1909 / 2, 25652 reg. User, online: 59
 
Home Gebrauchte Gebrauchtmaschinen Kleinanzeigen Landtechnik Schwein Live dabei Links Termine Forum Versteigerung Spiel
 

Landwirt Forum

Forumsbeiträge suchen

Es sind 12437 Diskussionen online

IG Milch Demo

  Antworten: 85

Name: kuhmechaniker 22-03-2008 10:28 nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Cui bono? Wem nutzt es? Wen wollt mit so einer folkloristischen Traktorsternfahrt eigentlich beeindrucken? Den Pitzer? Geh bitte. Der hat schon unangenehmere Situationen überstanden. War von euch z.B. schon mal jemand dabei, wenn der Christian Konrad auszuckt? Dagegen ist eine Bauern Demo mit 1000 Traktoren ein Kinderfasching. Oder geht es um Öffentlichkeit? Na ja, aber dann müsst ihr der nicht-landwirtschaftlichen Bevölkerung d.h. den Konsumenten auch erklären warum dort Bauern gegen Bauern demonstrieren. Und da werdet ihr euch mit dem Argumentieren weit schwerer tun, als bei einer Demo vor einem Discounter. Noch mal: „Unser Feind“ sind nicht die Molkereien, sondern die aus Unwissenheit resultierende Gleichgültigkeit der Konsumenten gegenüber dem besonderen Wert des Lebensmittels Milch und allem was damit in Zusammenhang steht (z.B. “schöne, saubere Landschaft“). Da muss man ansetzen und aktives Lobbying und Aufklärung betreiben. Anstatt eine Ennstal Classic für Traktoren mit vorwiegend auswertigen Demonstranten (Arigona lässt grüßen) zu veranstalten, nehmt lieber die Faironika, zieht sie durch Graz und erzählt den Passanten, warum sie auch morgen noch Milch von österreichischen Bauern trinken wollen. Oder geht in die Schulen und Universitäten und sprecht die zwar überaus kritischen aber durchaus interessierten Konsumenten von Morgen an (das mach z.B. ich seit zwei Jahren). Aber klar, mit so etwas kann man am Bauernstammtisch natürlich nur schwer punkten. Da kommt Aktionismus nach dem Motto „Es gibt auch für das komplizierteste Problem eine einfache Lösung*“ weit besser an.

* nur ist die meistens falsch.

lg, Christoph
Name: helmar antwortet um 22-03-2008 11:24 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Hat recht, leber Kuhmechaniker......und ich geh sogar weiter, dass, egal wo, eine von Traktoren, meistens den neuesten, blockierte Straße ein Schuß ist der nach hinten los geht....denn auch der Autofahrer weiß was so ein Fahrzeug kostet.......dass da auch Raten laufen will er eh nicht wissen.....wenn er dann noch im Stau steht, dann fragt er sich, wieviel von seinen Steuereuros wohl da drinnen sind, bei "subventionierten Landwirtschat". Die IG Milch der ersten Jahre war gut, richtig, wichtig, und erst als so diverse auf diese aufsprangen mal vorn , mal im Hintergrund Ideologie rein pumpten, da war sie dann diese, aus welcher ich mich verabschiedet habe........und Petale, ich bin mir ziemlich sicher, dass auch bei der letzten Veranstaltung der IG welche ich besucht habe, auch Leute dort waren welche weder MIlch- noch Mutterkun ihr eigen nennen......trotz allem, Frohe Ostern!
Mfg, helmar
Name: walterst antwortet um 22-03-2008 11:39 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Erstens wüsste ich nicht, dass ein organisierter Traktorenaufmarsch bevorsteht, außer die EMI organisiert so etwas und zweitens haben die Faironikapräsentationen in Graz eh stattgefunden. Aber laut Salzburger Bauer bzw. VÖM- Direktor Költringer schädigen wir mit unseren Konsumenteninformationen die gesamte österreichische Milchwirtschaft. Es ist ziemlich egal, wie wir es machen. In den Augen mancher ist es ist immer falsch.
Warum am Dienstag Bäuerinnen und Bauern aus ganz Österreich dabei sein werden, sollte wohl jedem, der uns nicht gerade feind ist, klar sein: Wenn wir zuschauen, wie der Ausschluss über die Bühne geht, sind ab nächster Woche alle kritischen Milchbäuerinnen und -bauern Freiwild für die Geschäftsführer.

Übrigens habe ich gehört, dass bei einer weiteren Molkerei einige Vorstandsmitglieder die Empfehlung bekommen haben, aus dem Vorstand zu verschwinden, weil sie sich offen zur IG-Milch bekennen. Die Aufforderung ist aber etwas in die Hose gegangen.

Walter
Name: jodo_03 antwortet um 22-03-2008 11:41 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
liebe helmar! ich verfolge schon lange die milchdiskussion! es ist schon richtig daß man die konsumenten aufklären soll . es gib schonsehr viele die keine ahnung von der milcherzeugung haben. ich bin trotzdem der meinung, daß die gößere schuld die molkereien trifft, die hätten die macht gegen die großen ketten aufzutreten. ich war damals dabei als im innviertel begonnen wurde aus der schärdinger die bergland zu gründen. immer wurde gesagt, wir müssen größer werden um gegen den handel zu bestehen. was daraus geworden,größer geworden um den kleinen bauern zu untertrücken. leider geht es da bauer gegen bauer!! frohe ostern
Name: kuhmechaniker antwortet um 22-03-2008 12:51 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
>> Wenn wir zuschauen, wie der Ausschluss über die Bühne
>> geht, sind ab nächster Woche alle kritischen Milchbäuerinnen
>> und -bauern Freiwild für die Geschäftsführer.

Das Gegenteil ist der Fall. Wenn ihr jetzt noch nachlegt, schließen die ihre Reihen noch enger. Wünsch dir das nicht.

>> … die molkereien… hätten die macht gegen die großen ketten aufzutreten

Nicht mal, wenn sie alle an einem Strang zögen.
Name: walterst antwortet um 22-03-2008 13:09 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Das heisst, zuschauen?
Name: kuhmechaniker antwortet um 22-03-2008 13:23 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
In dem Fall ja.
Name: Muuh antwortet um 22-03-2008 13:29 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Herr Steiner von der Alpenmilch Salzburg meinte bei einer großen Veranstaltung: So Leute wie in der IG könnte er gut im Vorstand gebrauchen. Da könne man etwas bewegen.

Aber auf der anderen Seite hört man wieder, dass heftig Druck auf kritische und "selbst- und andersdenkende" Vorstands- und Aufsichtsratfunktionäre ausgeübt wird.
Name: kuhmechaniker antwortet um 22-03-2008 14:27 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Mit dem Versuch, Mitglieder von der „Notwendigkeit“ zu überzeugen, ihre Milch nicht mehr an ihre Genossenschaft, sondern an jemand anderen zu liefern, hat Herr Steiner „Handlungen gesetzt, die geeignet sind, die Interessen oder das Ansehen der Genossenschaft zu schädigen“. Daran lässt sich nicht rütteln. Die Statuten sind öffentlich kundgemacht und waren somit auch Herrn Steiner bekannt. Am vernünftigsten wäre es jetzt, aufzustehen, Rückgrat zu zeigen, diese „Verfehlung“ einzugestehen und sich bei den Genossen zu entschuldigen. Dann wird, so denke ich, auch Hr. Mag. Pitzer bzw. der Vorstand nicht kleinlich sein. Außerdem sollte die IG-Milch die Vorgänge rund um die „Milchbündelung“ als Chance begreifen und sich bei der nächstmöglichen Gelegenheit zum einen an Kopf und Gliedern erneuern und zum anderen einen umfassenden Strategiewechsel vornehmen.
Name: kuhmechaniker antwortet um 22-03-2008 15:13 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Da ich vor der „Fleischweihe“ noch ein bisschen Zeit hab, möchte ich meinen Vorschlag bezüglich „Erneuerung an Kopf und Gliedern“ noch etwas präzisieren: Meiner Meinung nach hat Ewald Grünzweil weder das persönliche Format, noch die intellektuelle Ausstattung, eine solche, an sich sehr wichtige, Organisation erfolgreich zu führen. Ernst Halbmayr hat wohl beides, aber gerade deshalb kann man ihm den Vorwurf nicht ersparen, die IG mit der Milchbündelung sehenden Auges gegen die Wand gefahren zu haben. Außerdem sind beide politisch sehr exponiert und deshalb, als Vertreter einer politisch unabhängigen Interessengemeinschaft, auch nur eingeschränkt glaubwürdig. Deshalb mein Vorschlag: Sucht euch neue Köpfe.
Name: grasi1 antwortet um 22-03-2008 15:54 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Neue Köpfe wären bei manchen Organisationen nötig, wennst weißt was ich meine!

grasi
Name: kuhmechaniker antwortet um 22-03-2008 18:45 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
>> und zweitens haben die Faironikapräsentationen
>> in Graz eh stattgefunden

So? Wie oft. Einmal? Zweimal? Fünfmal? So etwas muss man Woche für Woche, über mehrere Jahre hinweg machen, damit es wirkt.
Name: biolix antwortet um 22-03-2008 18:52 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
kuhmeschnaniker, gute tipps ! doch nenn mir wer der nciht vonder ÖVP "Maschenerie" zu irgend eienr politischen Partei zugeorndnet wird wenns kein ÖVP abgeordneter ist ;-)))

ich würde den IG Verantworltichen raten sich einfach jetzt zurück zu lehnen, sie haben viel geleistet und auf das nächste mal zu warten, bis sogar wieder in den Kammerzeitungen steht das der milchpreis auf 25 cent runter soll....
nur schade das es jetzt nciht viele kapiert haben udn so das wachsen und weichen wieder weiter gehen wird und noch weniger über bleiben... schade.. aber die Bauerninnen verstehens einfach nicht das selbsthilfe doch die bessere hilfe wäre ;-)))

lg biolix
Name: walterst antwortet um 22-03-2008 19:31 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Ja Kuhmechaniker, da hast Du schon recht. Und findet auch so statt in verschiedener Form.
Z.B. derzeit im Regionalfernsehen. Es findet halt von vielen Kollegen nicht die Beachtung und Wertschätzung, was im Hintergrund von den Bäuerinnen und Bauern an Werbe- und Medienarbeit gemacht wird. (Milch-Blindverkostung bei Bäuerinnentagung der Kammer: Faire Milch vor Zurück zum Ursprung Sieger)

Ein Erfolg mit der Fairen Milch löst uns aber noch nicht alle Probleme.

Wenn deutsche Molkereien bei niedrigeren Regalpreisen mehr auszahlen, als die Österreichischen bei extrem hohen RegalPreisen, dann kann der Konsument alleine nichts dafür.
Da liegt ja der Wurm wo anders. Und zwischen Handel und Molkereien lassen wir uns nicht mehr hin und her schicken.

Bei den Milchpreisverhandlungen im letzten Herbst haben die Handelsketten darauf bestanden, dass Preiserhöhungen an die Bauern weitergegeben werden.
Die spannende Frage war dann jeweils: Wie weisen die Molkereien das dem Handel nach?

Bei den Bauernversammlungen haben wir immer gemerkt, wenn wir zu diesem Thema gekommen sind, haben die Geschäftsführer angefangen, auf den Sesseln hin und her zu rutschen.

Einen ordentlichen Milchpreis werden wir behalten, so lange wir den Druck aufrecht erhalten können.

Walter
Name: naturbauer antwortet um 22-03-2008 19:47 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Ja kuhmechaniker, genau so ist es! WOCHE für WOCHE .....
Unser BDM hat bisher auch kein Interesse in diese Richtung gezeigt. Der Zug ist abgefahren, wertvolle Zeit verging, keiner wollte hören.
Mein Anliegen war immer schon, endlich, endlich dem Verbraucher die Lage aufzuzeigen.
Mal mit einer Faironika in die City zu fahren, ein bisschen rumstehen? Reicht bei weitem nicht. Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Monatszeitungen..........

Name: kuhmechaniker antwortet um 22-03-2008 19:51 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
>> Milch-Blindverkostung bei Bäuerinnentagung der Kammer

Ja, das ist sicher eine tolle Bühne. Aber wie wäre es z.B. mit Faire-Milch Verteilaktionen inkl Information und Faironika vor dem GM-Werk in Wien-Aspern oder der voestalpine AG in Linz? Oder auf dem Stephansplatz? Oder in der Per Albin Hansson Siedlung? Oder in der U4-Station Karlsplatz während der morgendlichen Rushhour? Meinst nicht, dass man dort den Konsumenten besser ansprechen könnte, als beim Bäuerinnentag in Unterstinkenbrunn?
Name: biolix antwortet um 22-03-2008 20:03 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Ja kuhmechaniker, das ist aber die knochenarbeit..a ber knnst du nciht beantworten warum in der BRD die Regalpreise so niedrig sind und die bauernauszahlungspreise höher als bei uns ? und es ein leichtes wäre das über die Molkereien zu "steuern"..

lg biolix
Name: kuhmechaniker antwortet um 22-03-2008 20:04 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
>> Wenn deutsche Molkereien bei niedrigeren Regalpreisen
>> mehr auszahlen, als die Österreichischen bei extrem
>> hohen RegalPreisen, dann kann der Konsument alleine nichts dafür.

Geh bitte Walter. Bei aller Sympathie - spar dir doch bitte diese klassenkämpferische Holzhammerrethorik für deine Bauernversammlungen auf, okay? Du weißt doch nur zu genau, dass man die Strukturen in Deutschland und Österreich nur *sehr* bedingt vergleichen kann. Ich muss jetzt nicht ins Detail gehen, oder?
Name: biolix antwortet um 22-03-2008 20:07 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
bitte oh ja für mich,, produzieren die nciht auch viel billiger als wir in den Ställen ?

Also bringen wenige große Molkereien doch mehr für die BauernInnen ?

lg biolix


Name: walterst antwortet um 22-03-2008 20:12 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Erstens war die Milchverkostung nicht von uns organisiert, sondern von den Bäuerinnen selbst und ich gebe Dir recht, was die Auftrittsorte betrifft.
Voest ist seit jeher in Arbeit.
Ich glaube, dass viel gemacht wurde, was Du anregst. Unsere Kapazitäten sind aber eingeschränkt.

Zum Vergleich Deutschland - Österreich würde ich Dich bitten, mich aufzuklären.

Gourmet hat schon zig-mal reingeschrieben, dass zwischen Flachgau und Bayern die Grenzen und Unterschiede bescheiden sind. Deswegen hätte ich wirklich gerne gewusst, warum der Pidinger die Milch vom Flachgau oder Pinzgau teurer kaufen kann, obwohl er billiger im Regal ist.

"klassenkämpferische Holzhammerrhetorik" kann ich in diesem Zusammenhang nicht einordnen....
Warum bist denn seit kurzem so aufgekratzt?

Walter
Name: helmar antwortet um 22-03-2008 20:15 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
..na warum wohl? Sicherlich 3 l faire Milch getrunken....helmar
Name: kuhmechaniker antwortet um 22-03-2008 20:22 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
>> Warum bist denn seit kurzem so aufgekratzt?

Weil ich sehr enttäuscht bin.

Wie auch immer. Ich kann euch nur *nachdrücklich* empfehlen, über die Demonstration (egal wie ihr es nennt, ob Solidaritätskundgebung oder Gedenkveranstaltung) vor der EM noch einmal gründlich nachzudenken. Andernorts könnte das nämlich als Angriff auf die Genossenschaftsidee als ganzes, ja mehr noch, als Angriff auf den Raiffeisengedanken gewertet werden. Und vergesst nicht: Nicht nur Molkereien sind genossenschaftlich organisiert. Glaubts mir, ich meins euch wirklich nur gut. So und jetzt habts mich alle gern. Frohe Ostern.

@biolix Ich bitte um Verständnis, aber mit dir möchte ich mich eigentlich nicht unterhalten. Danke.
Name: Gourmet antwortet um 22-03-2008 20:24 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
@walterst
Vielleicht, weil die Pidinger das weisse Zeug nicht so weit herumfahren müssen?

Gratuliere der NÖM. War heute nachmittag in einem Supermarkt in Freilassing. Die teuerste Milch im Regal (bei bio hab ich nicht geschaut) war die NÖM gentechnikfrei mit 1,15 Euro. Ob die jemand kauft, konnte ich allerdings nicht feststellen.
Name: iderfdes antwortet um 22-03-2008 20:48 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Hallo,

ich persönlich sehe die Aktion nicht so negativ, sollte sie friedlich und gesittet ablaufen, was ich doch hoffe. Wenn man sich ungerecht behandelt fühlt oder ungerecht behandelt wird (je nach Blickwinkel) ist es sicherlich rechtens, darauf aufmerksam machen zu dürfen.
Es haben andere schon aus viel nichtigeren Gründen demostriert, bevor der ÖGB seinen Streikfonds verbraten hat.
Auch werden Dinge aufgezeigt, von denen die meisten Menschen gar nichts wussten. Ich selber hab eigentlich immer geglaubt, dass die Ennstal-MIlch im Vergleich gar nicht so schlecht bezahlt.
Deshalb bin ich auch nicht der Meinung, dass Bauern gegen Bauern demonstrieren. Es ist ja nicht so, dass wir als Eigentümer eine Dividende ausbezahlt bekommen würden - sondern wir zahlen im Gegenteil noch dafür.

Auf die Menschen zuzugehen und sie über die Landwirtschaft aufzuklären, ist sicher nicht schlecht. Das kann man aber auch im Internet machen: Ich persönlich lese ganz gern die Kommentare, die zu gewissen landw. Themen abgegeben werden bei den Österreichnachrichten von orf.at oder bei der "Krone" und gebe Gegendarstellungen ab.
Das kann jeder ohne großen Aufwand machen.
Manche haben Ansichten, da wär ich im Leben nie darauf gekommen.
Außerdem sind die Menschen in der Anonymität des Internets ehrlicher.

@helmar: Dass der Autofahrer weiß, was so ein Traktor kostet, kann schon sein. Aber wahrscheinlich nur den Anschaffungspreis.
Ich hab mir mal für mich selber ausgerechnet, dass mein "großer" Traktor (Steyr 958a) im Jahr incl. Abschreibung, Steuer und Treibstoff mit knapp mehr als 1500 Euro weniger kostet als die meisten Autos.
Und wer den Herrn S. kennt, der weiß, dass er sein Geld nicht für überdimensionierte Traktoren ausgibt. (Ich glaub, dass alle zusammen weniger wert sind als ein Golf.)


sg

Name: biolix antwortet um 22-03-2008 20:55 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
ach hier KM, schade... warum gibts dazu keine antwort ? na den Walter hast leider auch keine gegeben auf die gleich frage.. na macht nichts, ein anderes mal ;-))))

lg biolix

p.s. na wie lange wirds die Demosntrationsfreiheit noch geben in Ö....
Name: tch antwortet um 22-03-2008 21:02 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Hallo iderfdes
Mit welchen Auto hast Du verglichen?
Kilometer pro Jahr/ Stunden am Traktor
Nutzungsdauer?

Äh... ja die Versicherung zu vergleichen hinkt etwas:-)

lg
tch

Name: tch antwortet um 22-03-2008 21:03 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Hallo biolix

KM ist das ein neuer User?

lg
tch
Name: helmar antwortet um 22-03-2008 21:10 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
...sicherlich noch lange genug........und wenn eine ordnungsgemäß angemeldet ist, warum denn nicht.......ein Biolix braucht ja auch hin und wieder Ausgang.....und besonders gern geht er wohl zu Molkereien, Traktoransammlungen mit und ohne Kuh, Lichtermeer vielleicht auch, aus....
Mfg, helmar
Name: iderfdes antwortet um 22-03-2008 21:42 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Hallo tch,

ich fahr mit einem Traktor gut 30 Jahre, Kaufpreis war 26000 Euro, Restwert nehm ich an noch etwa 6000 Euro, fahr gut 200 Stunden im Jahr (weil der Diesel so teuer ist). Verglichen hab ich mit den eigenen Autos: Renault Espace TD, 20 000 km im Jahr und Opel Astra, weniger als 10 000 km jährlich.

Die Versicherung einzubeziehen ist für mich logisch, schließlich gehört sie ja zu den Betriebskosten. Die Reparaturkosten hab ich nicht einmal mitgerechnet, da schneidet der Traktor sicher noch besser ab. Hatte bei meinem alten 8055 in zwanzig Jahren in dieser Beziehung Kosten von gut 1000 Euro incl. Verschleißteile wie Bremsen.

sg
Name: grasi1 antwortet um 22-03-2008 22:32 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Hallo Gourmet, war vorige Woche in Südtirol auch in einem Geschäft, da war die billigste Frichmilch um 1,18 Euro zu haben. Muß wahrscheinlich nicht so schlecht verkauft werden, weil doch das nächste Geschäft einige Kilometer von dem anderen Entfernt ist.
Und solche Einkaufstempel wie bei uns in Österreich findest in Südtirol sowieso nicht!
Aber in Graz gibt es jetzt sogar für jeden Einwohner 1m^ Geschäftsboden, ist das nicht ein irrsinn?

grasi
Name: BBB antwortet um 23-03-2008 10:16 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Griaß di Iderfdes

Du hast die Wahrheit geschrieben.
Ich würde mir wünschen das dem Herrn S. bei einer Demo, sollte es dazu kommen, mehr Solidarität entgegengebracht wird, vor allem von den EM Genossenschaftsmitgliedern, als dem Walter hier im Forum.

frohe Ostern an alle



Name: tch antwortet um 23-03-2008 10:25 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Hallo Iderfdes

Wie lange hast Du beim PKW Nutzungsdauer eingesetzt?

lg
tch
Name: iderfdes antwortet um 23-03-2008 13:26 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Hallo tch,

ich hatte noch kein Auto, das älter als zwölf Jahre geworden ist. Der Astra ist schon ziemlich mitgenommen, schreibt im Jahr gut 1000 Euro ab
und der Renault ist mit zehn Jahren noch vollkommen rostfrei, der Großteil ist sowieso aus Plastik, aber er hat ziemlich viele km am Tacho und ist halt .....ein Renault.
Da macht allein die Abschreibung mehr als 1500 im Jahr aus, obwohl ich eine Nutzungsdauer von 14 Jahren annehme. (Das wären dann rund 280 000 km.)

sg
Name: veti antwortet um 23-03-2008 21:24 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Hätt mal eine Frage an den Kuhmechaniker: Wieviele Milchkühe hast du im Stall bei wieviel Kontigent? Und korregiere mich wenn ich falsch liege, ich bin kein regelmäßiger Foren-Besucher, aber du hast doch noch andere Einnahmensqellen?

Zum Thema: "Die Molkereien sind nicht verantwortlich für den Erzeugermilchpreis und für den Bauern da".
Die eine oder andere Molkerei konnte sich auch als der Milchpreis noch niedrig war Investitionen außerhalb Österreichs leisten. Was bringt das den österr. Milchbauern?

Und die Genossenschaft der EM produziert für Hofer panierte Putenschnitzel, bei denen der Großteil des Fleisches von brasilianischen Puten kommt (dort steht dann zwar trotzdem Qualität aus Österreich drauf, aber das ist wieder ein anderes Thema). Was bringt das den Milchbauern? (Wobei ein Teil der Investitionen für diese Anlage wahrscheinlich mit dem Geld von Milchbauern berappt wurden, ist jetzt aber nur eine Vermutung).
Name: Muuh antwortet um 23-03-2008 22:34 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo

Kuhmechaniker ist Tierarzt.
Name: biolix antwortet um 24-03-2008 09:07 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Stimmt das mit dem brasilianischen Putenschnitzel ????

na gratuliere, also den Genossenschaftsgedanken von Raiffeisen richtig entsprochen, bravo ,-)))
Name: pez antwortet um 24-03-2008 09:18 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Die EMI produziert keine Putenschnitzel sondern die Landena KG ( beides Tochterunternehmen der Landgenossenschaft Ennstal ) Die Landena ist die profitablste Tochter der LG und von ihr kommen die 2ct zusätzliche Qualitätsprämie die während des Molkereineubaus zur Anteileaufstockung herangezogen werden. Diese 2ct bekommen wir aber schon jahrelang und wurden immer an die Bauern ausbezahlt. ( sie waren nie in irgendeinen Milchpreis miteinberechnet )Ursprünglich war geplant diese 2 ct während der Bauphase nicht auszubezahlen. Durch Anregung eines Mitglieds bei einer Sprengelversammlung wurden statt dessen eine Anteilerhhöhung von 14,5 ct auf 20 ct beschlossen. Damit bleibt das Geld im Besitz der Bauern. Ausserdem hat die Förderstelle darauf bestanden, dass sich dei Eigentümer am Molkereineubau beteiligen müssen um Förderungen lukrieren zu können.
Name: biolix antwortet um 24-03-2008 10:04 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Hallo pez!

also darf man diese Prämie nicht dem milchpreis zu rechnen weil die kommt ja von den
"barasilianischen Puten"... ja freundeInnen, da sieht mans wieder mit der Arbeitsteiligen wirtschaft verdient man an brasilianishen putenfleisch viel viel besser als an Ö Milch..

toll, gratuliere.. ein zukunftsfähiges System für uns alle ;-)))))

lg biolix
Name: dorni antwortet um 24-03-2008 10:07 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Hallo,

möchte mich zu diesen Thema auch kurz äussern.

Die Genossenschaften sind schon lange nicht mehr das was sie früher waren!
Wenn Mitglieder ausgeschloßen werden mit an den Haaren herbeigezogenen Gründen ist das schon sehr bedenklich.
Ich habe noch nie gehört, wenn einer den Dünger bei einen privaten Händler kauft, das er dann aus der Lagerhausgenossenschaft hinausgeschmießen wird.

Bezüglich Mitspracherecht:

Hatten vor kurzen Sprengelversammlungen, meine Genossenschaft ist ein Teil der Bergland,
unser Obmann hat auf die meisten Fragen damit geantwortet:
Auf das hat er keinen Einfluß, das entscheiden andere.

Wenn schon der Obmann keinen Einfluß hat, wie kann dann ein einzelnes Mitglied einfluß nehmen?


Name: walterst antwortet um 24-03-2008 10:31 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Ich amüsiere mich darüber, dass einige hier die EMI-Führung mit Zähnen und Klauen verteidigen und den Ausschluss wegen angeblicher Genossenschaftsschädigung unterstützen, obwohl kein Tropfen Milch abhanden gekommen ist, aber der Geschf. sich jetzt mehr anstrengen muss, damit es wieder ruhig wird
Und selber wickeln sie ihre Geschäfte an der Landmarkt vorbei ab und nehmen dem Genossenschaftseigenen UNternehmen Arbeit, Umsatz und Gewinn.
Seltsam.

Walter
Name: BBB antwortet um 24-03-2008 11:42 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Walter, die Pinzgaumilch hatte bis einige Bauern die Genossenschaft verlassen haben ein geschlossenes Einzugsgebiet. Ich bin damals auch ausgetreten. Es war auch bei uns so, das wir mit dem sofortigen Rausschmiß bedroht wurden. Einige sind darauf hin wieder bei der Pinzgaumilch geblieben. Grund dafür war der Milchpreis und die Geschäftspolitik der Molkerei. Gerüchte über Wirtschaftliche probleme wurden massiv abgestritten. Die Geschäftsführung war sich sicher das in den hintersten Pinzgau sowiso keine andere Molkerei rein fährt und die Milch abholt. Als sie jedoch drauf kamen das schon Abschlüße mit der Salzburger Alpenmilch getätigt wurden, ist sofort der Milchpreis angehoben worden, und wir wurden auf einmal ernst genommen. Es war schon zu spät. Einige Bauern haben sich damals furchtbar über uns aufgeregt und uns beschimpft. Diese erinnern mich an so manche Forumsteilnehmer die selbst Milchbauern oder Baüerin sind und immer auf der seite der Genossenschaft sind. Die große Überraschung kam bei uns dann zwei Jahre später als die Pinzgaumilch dann auf einmal Konkursreif war. Der Raiffeisenverband übernahm die Pinzgaumilch setzte einen neuen Geschäftsführer ein und verkaufte die Molkerei letztes Jahr an zwei private Geschäftsleute. Die Genossenschaftsmitglieder haben den großteil ihrer Anteile verloren. Die Kredite des Raiffaisenverbandes werden weiterhin bedient. Jetzt läufts in Maishofen soviel ich weis wieder ganz gut.
So kanns gehn.

IG- Milch gabs damals noch keine.
Name: pez antwortet um 24-03-2008 11:50 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Wie kann eine Genossenschaft einen Liefervertrag mit einem Mitglied = Eigentümer kündigen.
Nur durch Ausschluss. Bei der EMI 1982 das letzte Mal der Fall. Wann kann ein Mitglied seinen Liefervertrag kündigen? Jedes Jahr am 18. Februar. Sehr einseitig, oder . Eine Abnahmegarantie ist hier aber scheinbar nichts wert. Bisher habe ich immer versucht hier sehr sachlich zu argumentieren , aber jetzt stelle ich einmal die Behauptung in den Raum, dass es Herrn S. nur darum gegangen ist mit allen Mitteln Milch von der Molkerei abzuziehen. Der erste der unserer Genossenschaft eins auswischen wollte war der Herr S. ( nicht dem GF, sein Lohn bleibt Gleich ).
Name: milchproduzent antwortet um 24-03-2008 11:56 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
hallo BBB!
Nur so kanns gehen, nicht lange Reden sonder Taten setzten (Unterschied zur IG)

Name: biolix antwortet um 24-03-2008 12:05 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
komsch MP, frga mal den BBB wer da die größten gegner damals waren bzw. war das dann für mcih nur der "voreiter" der IG...

also das war das größte Lob für die IG MIlch, wolltest du das wirklich ... ;-))))

lg biolix
Name: milchproduzent antwortet um 24-03-2008 12:45 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
biolix
Es haben sich doch Lieferanten von der Liefergemeinschaft abgespalten wegen der IG, weils keine Milch mehr vermarkten konnten, und jetzt habe sie wieder 16Mi. Liter nach Bayern vermarktet!!!!!!
Taten statt Schreien!!!!!!
Name: tch antwortet um 24-03-2008 12:49 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Cool bleiben

Am Dienstag nach der Demo ist ohnehin alles anders....

lg
tch
Name: walterst antwortet um 24-03-2008 12:53 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Der Milchexport der Innviertler ist auch eine tadellose Leistung.
Die geografische Lage und die Betriebsstruktur dort sind für das gelungene Vorhaben auch kein Nachteil.

Ob die Betriebe, die von dort nach Bayern liefern sich große Gedanken über die Milcherzeuger in den etwas benachteiligteren Regionen machen und große Ambitionen zu solidarischen Maßnahmen haben, wage ich zu bezweifeln.

Trotzdem begrüße ich die Maßnahme der Innviertler, weil er für die Entwicklung des Preises der "Restmilch" in Österreich aus meiner Sicht von Vorteil ist.

Walter


Name: biolix antwortet um 24-03-2008 15:56 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
MP warst du nicht hier immer gegen das "Abspalten" und von Liefergemeinsschaften die das vesuchen ? jetzt gibst du denen Aplaus die das wieder anch bayern geschafft haben..
na ich versteh es nciht vielleicht ein anderer:...

g biolix
Name: milchproduzent antwortet um 24-03-2008 16:26 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
biolix
Die haben den Abnahmevertrag vor der Kündigung gemacht, und die Bauern haben gewußt wo die Milch hingeliefert wird (nicht vorher kündigen, und dann schau ma mal)!
waldi
Es gibt genug IG Lieferanten die geographisch auch die Möglichkeit hätten aber lieber schreien ( "Milch von Vöcklabruck nach Italien" Nachrichtenzeitung vom Juli)!!!!!!!!!!!!
Name: Gourmet antwortet um 24-03-2008 16:27 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
@biolix
So wie der Milchproduzent und BBB das geschildert haben, ist es eh immer gelaufen und läuft auch weiterhin so. Was jetzt neu ist, ist, dass ein Verein auftritt mit dem Ziel österreichweit die Milchmenge zu bündeln und den Molkereien die Bedingungen zu diktieren.
Der Markt funktioniert noch immer. Diesen Verein braucht kein Mensch. Vereinbarungen über Milchlieferungen treffen, das konnten die Produzenten zusammen mit den Molkereien noch immer selber. Und ich behaupte, auch viel besser als ein aus der Ferne gelenkter Verein.
Name: biolix antwortet um 24-03-2008 16:30 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Komisch ich dachte die IG hats auch regional versucht wie eben der Steiner bei der EMI...
dachte nicht das der ganz Ö Bündeln wollte ;-))))))

aber klar, für euch für ein paar gewinn bringend ist es schon o.k. aber für die mehrzahl wollen mals halt doch nciht so, jettz versteh ich euch....

lg biolix




Name: Gourmet antwortet um 24-03-2008 16:31 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
@milchproduzent
Das ist meiner Beobachtung nach auch der Hauptgrund, warum die IG so wenig zusammen bekommen hat. Kündigen und dann nicht weiter wissen, das ist wirklich dumm und riskant. Verantwortungsvolle Betriebsführung sieht anders aus, als so wichtige Entscheidungen aus der Hand zu geben. Und ich ärgere mich schon etwas darüber, das es in der Berufsgruppe der Milchbauern offensichtlich 10-15% gibt, die sich nichts dabei denken, fremden Leuten so eine Vollmacht zum Kündigen zu geben.
Name: biolix antwortet um 24-03-2008 16:59 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Vollmacht zur Kündigung oder Kündigung ist aber schon was anderes, oder ?
Name: biolix antwortet um 24-03-2008 17:43 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Hallo !

hab jetzt nachgedacht, war ja die letzten 2 jahre auch involviert bei 2 Biomilchwechsel mit über 2 Mio, da musste auch einer die Vollmachten haben um Menge und touren zusammen zu bringen.... ..
gibt es eine andere möglichkeit wenn nicht gleich eine andere molkerei in der nähe ist ?

lg biolix
Name: grasi1 antwortet um 24-03-2008 18:53 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Hallo Peter, Du weißt ganz genau wie eine Genossenschaft den Liefervertrag mit einem Mitglied kündigen kann indem zum Beispiel der Lieferant keine geeignete Milch liefert oder?
Hast Du eine Abnahmegarantie? Ich nicht, oder hast Du einen anderen Vertrag als ich?
Das mit dem Milch abziehen kann ich so auch nicht gelten lassen, wie Du es darstellst.
Die Molkerei hat immer gesagt, sie könne nicht die gesamte angelieferte Biomilch verarbeiten und hat immer einen beträchtlichen Teil der Milch als Versandmilch (Biomilch) um ein gutes Geld verkauft.
Sie haben auch gesagt, das ihnen die Milch die von der Liefergemeinschaft verkauft worden wäre sowieso nicht abgehe!
Und jetzt tun sie so, als gehe die Welt unter, wenn auch nur ein Liter woanders hin käme.
Eure Aufgabe im Vorstand wäre es ohnehin die Interessen der Bauern zu vertreten und nicht die des Geschäftsführer.

grasi
Name: erdmechaniker antwortet um 25-03-2008 17:07 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
Ein großes Lob den Organisatoren der heutigen Demo vor der Ennstal Milch!
Das ganze ist sehr diszipliniert abgelaufen, die Anliegen der Bauern wurden mit Nachdruck, auch für Nichteingeweihte verständlich, vorgetragen und die Diskusion hart aber sachlich geführt.
Ich glaube, dass es nach dieser Veranstaltung durchaus noch eine Geprächsbasis und bei einigermaßen guten Willen eine Lösungsmöglichkeit für die angesprochenen Probleme gibt.

Macht weiter so, dann ist euch die Unterstützung der Bauern sicher!
Name: Gourmet antwortet um 25-03-2008 19:18 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG Milch Demo
@grasi1
Es wurde ein einziges Mitglied ausgeschlossen. Ein Weltuntergang sieht anders aus.
Name: walterst antwortet um 25-03-2008 20:33 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG Milch Demo
Kleine Zeitung

Aufmarsch der Bauern: Hunderte demonstrierten gegen Genossenschaft
Knapp 400 Bauern demonstrierten gestern Solidarität mit Michael Steiner, der aus der Landgenossenschaft ausgeschlossen wurde. Die IG Milch will dagegen jetzt auch juristisch vorgehen.

Wir lassen uns niemanden herausschießen, nur weil ein Bauer zum Wohle des gesamten Berufsstandes um einen fairen Milchpreis kämpft" - so lautete der kollektive Protest bei der gestrigen Demonstration vor der Landgenossenschaft in Stainach, organisiert von der IG-Milch.

Knapp 400 Demonstranten aus mehreren Bundesländern marschierten vor dem Genossenschaftsgebäude auf und harrten trotz eisiger Temperaturen und leichten Schneefalls rund drei Stunden aus. Die Stimmung: emotional-kämpferisch, aber friedlich. Die Kernbotschaft: Die Genossenschaften seien zum Selbstzweck mutiert und würden nicht mehr die Interessen der Bauern vertreten. "Uns geht es darum, das Überleben der Bauern zu sichern. Die derzeitigen Milchpreise zwingen viele Berufskollegen zum Aufgeben - und die Genossenschaft schaut zu. Wenn sich dann einer, wie Michael Steiner, in die erste Reihe stellt und neue Wege aufzeigt, wird er wirtschaftlich in die Knie gezwungen", formulierte Georg Berger, Biobauer aus der Ramsau.

Starke Worte. Michael Steiner selbst wählte in der vorangegangenen Pressekonferenz noch stärkere Worte: "In der früheren Sowjetunion hat man Unbequeme nach Sibirien ins Lager geschickt, bei uns versucht man anders Denkende finanziell auszuhungern." Seinen wirtschaftlichen Schaden bezifferte Steiner mit "rund 5000 Euro jährlich", da er als Nicht-Mitglied an die Molkerei