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Als Religion noch nicht langweilig war...
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Name: Almoehe 17-03-2008 08:27 |
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Als Religion noch nicht langweilig war... „Wer heute in eine Kirche geht, der könnte in der Tat meinen, er sei ins Kinderparadies von Ikea geraten. So nett und lieb ist alles. Bei einem durchschnittlichen Sonntagsgottesdienst in Österreich ist die größte Gruppe die Frauen, dann kommen die Kinder, erst dann die Männer. Die stellen sich meistens hinten ins Abseits. In einer Werktagsmesse gibt es manchmal nur Frauen, in der Meditationsrunde und in der Bibelrunde immer nur Frauen. Männer kommen höchstens als Funktionäre im PGR oder Kirchenrat vor, also dort, wo es ums Geld, ums Bauen, um handfeste Dinge geht. Stimmt es also: Kinder, Küche, Kirche, diese drei K gehören zusammen? Und noch schärfer wird es, wenn man sieht, dass die römisch katholische Kirche bis jetzt nur Männer und zwar nur zölibatäre Männer zu Priestern weiht, die sich dann Frauenkleider anziehen und von Buben und Mädchen umringt ganz vorne einen Gottesdienst leiten. Ist Religion etwas für Frauen und kleine Kinder? Haben Männer keinen Zugang zum Göttlichen, zum Geheinmisvollen? Haben sie die Schlüssel des Himmelreiches verloren? Männer sind nicht weniger fromm als Frauen, aber sie suchen andere Wege ihren Glauben auszudrücken. Sie mögen nicht als erstes beten müssen, Gottesloblieder singen, sie mögen nicht tanzen und malen und bei der Meditation Gefühle spüren. Männer drücken Gefühle anders aus. Markus Hofer beschreibt in seinem Buch die Karfreitagsprozession in Gubbio, Italien: Männer in Kapuzen gehüllt tragen in einer feierlichen Prozession in der Karfreitagnacht die Figur des toten Christus durch die Stadt. Es ist eine schauerliche Stimmung, der Lärm der Ratschen, der Singsang der Männer. Hofer sagt, dass hier Männer sehr wohl ihre Gefühle ausdrücken: Schmerz, Verweiflung, Zorn und Trauer - eben anders als Frauen. Männerreligion hat mehr Baß, liebt das Unheimliche, das Dunkle, das Feuer, das Archaische. Männerreligion findet draußen, nicht drinnen statt. Das Wetter ist egal. Beim Johannisrauch, das spürt ihr doch auch, da sind die Männer im Element. Man spürt auch, weil der Weihwasserpinsel viel wilder geschwingt wird. Andererseits gibt es eine Männlichkeit, die zerstört. Machos. Männer, die abgekoppelt von Liebe und von Religion sind. Ich meine den Machismo in unserer Gesellschaft zu sehen: „immer mehr, immer größer. Wer hat den Größten?". Wir schuften und schuften, wir wollen immer mehr. Urlaub wird zum Streß, Kinder sind ein Streß... Ruhe, Langeweile, Spielen, Meditation, Sein-lassen haben hier keinen Platz. „Solang ich zwei Arme und Beine habe, brauche ich nicht beten, das laß ich den Weibern. Mir wird nichts geschenkt und ich schenke niemandem was. Man muß sich durchsetzen, basta!!", sagte ein Mann. Das habe ich schon mal gehört: Django kennt keine Gnade. So machen sich Männer auf Dauer kaputt und kaputte Männer machen die Welt kaputt. Kaputte Männer haben nichts Größeres mehr über sich, sie kennen den Tod nur noch als Rache, nicht mehr als Heimgang. Sie sind wie der Riese Goliath, aufgeblasen, spöttisch, halten sich für unverwundbar und unsterblich - und werden doch vom kleine Hirtenjunge erledigt. |
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Name: Hausruckviertler antwortet um 17-03-2008 13:08 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Ich weiß zwar nicht wo du wohnst, bei uns ist es noch nicht so arg, dass man meinen könnte wir sind in einem Kinderparadies von Ikea. Aber in einem Punkt hast du recht, mit diesem "Zirkus" der zum Teil bei den Gottesdiensten aufgeführt wird haben wir Männer nicht wirklich was am Hut. Meiner Meinung nach sollte sich die Kirche mehr auf die Verkündigung des Evangeliums und die Umsetztung der 10 Gebote konzentrieren. Den Leuten vermitteln, dass sie bei allem Denken und Tun sich überlegen wie sich Jesus in dieser Situation verhalten würde. Ich glaube, dass sich die Verantwortlichen in der Kirche keine Gedanken machen was Jesus gesagt hätte, wenn ein Priester nicht mehr weiter weiß, weil er sich in eine Frau verliebt hat. und deshalb aufhören möchte. Jesus würde keinen zwingen im bedingungslos nachzufolgen. Er hätte Verständnis dafür. Oder wenn es in einer Familie nicht mehr passt und es zur Scheidung kommt, wenn dies die beste Lösung für alle ist. Und wenn sich dann ein Teil, womöglich der, der auch die Kinder hat, wieder verliebt und heiraten möchte, wenn dann noch dazu die Kinder den neuen Partner gern haben und dieser vielleicht der Bessere Elternteil ist, als der geschiedenen war. Da weiß ich nicht, ob nicht Jesus dafür Verständnis hätte. Jesus hat der Liebe oberste Priorität eingeräumt und darauf sollte sich die Kirche konzentrieren. Ich glaube an ein ewiges Leben und ich denke, dass der Umgang mit den Mitmenschen das wichtigste Kriterium sein wird, und nicht die Gebote, die uns die Kirche aufoktruiert. Das sind meist Gebote, die sie sich im Mittelalter einfallen haben lassen um den Leuten Angst zu machen. |
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Name: mfj antwortet um 18-03-2008 08:29 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Bill Wyman, Bassist der „Rolling Stones“, inzwischen schon ein älterer Herr, hat einem Reporter gestanden – das Glitzer und Reichtum nicht reichen. Er sagte: Du bist nie wirklich zu Hause, Du lebst wie ein Goldfisch im Glas – und eigentlich zerstört es deine Seele.... Das ist paradox. Die (Post) Moderne belächelt die Hoffnung auf den Himmel. Dieser sei reine Illusion. Sie selbst tauscht aber diesen Plunder gegen innerweltlichen Plunder. Am Ende gibt es einen Haufen Material, Häuser,Autos, Badewannen und Alkohol, aber richtig runterbeißen kann man da auch nicht. Wenn man etwas nicht kennt, hat man ein Problem. Wenn man sich selber nicht erkennt, hat man nur noch Probleme. Und man fängt an, bei anderen die Schuld zu suchen. Ich stelle das auch häufig bei Diskussionen hier im Forum fest. Der andere, die anderen, die Institution, die Partei, die Forschung usw. Allen anderen die Schuld geben – weil man selber sich nicht erkannt hat. Um auf Männer zurückzukommen, wenn wir auf Petrus und Paulus in der Bibel schauen, beide Handwerker, beide Hitzköpfe, beide mit großen Fehlern, die sie nur langsam zugeben konnten. Beide konnten es gar nicht so gut miteinander - trotzdem feiert sie die Kirche in einem. Beide mußten lernen, dass Gott anders ist, als sie zuerst dachten und glaubten. Aber sie wandelten sich vom Besserwisser zum Nachfolger Jesu. Und schließlich hat sogar auch Petrus, der Leiden nicht leiden konnte, das Martyrium erlitten. Ihm wurden die Schlüssel des Himmelreiches anvertraut, wie Mattäus sagt. Und so wird sich auch die heutige Kirche wandeln und sie wird immer schauen müssen, dass sie sowohl Männern als auch Frauen das Reich Gottes verkünden kann und, dass sowohl Männer als auch Frauen ihre starken Seiten leben und ihre verdrängten entdecken können. Zwar haben Gläubige genauso viel Wünsche und Träume wie ein Goldfisch im Glas, doch hoffen sie vor allem auf eines, dass Gott unser Erlöser, uns vom Goldfischglas ins Meer der Liebe hinüberträgt |
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Name: Else antwortet um 18-03-2008 13:32 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... mfj, Zitat: „Wenn man etwas nicht kennt, hat man ein Problem. Wenn man sich selber nicht erkennt, hat man nur noch Probleme.“ Diese Aussage finde ich interessant. Darf „man“ daraus schließen, daß DU überhaupt keine Probleme hast? Weil: Du kennst (fast?) alles – außer Zweifel - und hast Dich sicher auch schon längst selbst erkannt. Also ich bleibe doch lieber ein Zweifler und freunde mich mit den daraus erwachsenden „Problemen“ an … Zitat: „Der andere, die anderen, die Institution, die Partei, die Forschung usw. Allen anderen die Schuld geben – weil man selber sich nicht erkannt hat.“ Also wenn zB bei den Parteien was schiefläuft, gemurkst wird , sind nicht sie schuld (verantwortlich?), sondern immer „man“ selbst, weil man sich selber nicht erkannt hat. Damit habe ich ein Problem … |
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Name: mfj antwortet um 18-03-2008 14:25 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... ...sich selbst erkennen heißt für mich – sich annehmen. Probleme zulassen, nicht verdrängen, nicht unterdrücken, nicht wegschieben – und schon gar nicht immer andere dafür verantwortlich zu machen.... Sich annehmen heißt, Krisen auszulösen – und doch sind sie lebensbewegend. Krankheiten, Lebensschicksale, Beziehungsprobleme....haben oft Einstellungen geändert. ....ein Wort zur unglücklichen Liebe, wenn also einer keine Antwort auf seine Liebe bekommt oder abgewiesen wird. Das tut sehr weh und, besonders wenn man jung ist, erschüttert das Selbstvertrauen. Die Seele füllt sich mit einer schwarzen Flüssigkeit und ein Schmerz wütet im Innern. Aus dem schwarzen See wachsen Schlingpflanzen. Sie heißen Eifersucht, Verbissenheit und Depression. Glücklich ist, wer in dieser Situation Tränen hat, eine Familie, einen Gesprächspartner. Wir hören oft von Kurzschlusshandlungen, meist Männer: sie legen alle um und dann sich selbst. Übrig bleiben der Schrecken und die Fragezeichen. Mir ist es zu einfach, Politik, Wissenschaft und Kirche etc. für die Fehler verantwortlich zu machen – es ist bequemes Verschieben, ein Ablenken unser Selbst. Natürlich hat es bald Ihre „Schmarotzer“ gefunden – die obiges Problem gerne für sich verwenden und propagieren . Symbol-Politik und Empörungsjournalismus sind die besten Vertreter dazu... Aber schreib mal Else, wie siehst Du das – was ist Dein Erkennen, was ist Deine Erfahrung ? |
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Name: sophokles antwortet um 18-03-2008 15:14 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Ich find ja schon, dass mfj mit der Selbstverantwortung des Individuums recht hat, auch teile ich seine Ansicht was die schwarze Seele betrifft (war nicht ihr altertümlicher Name melancholia?) Das paradoxe ist nur dass es aus dem Mund eines Christen kommt. - Wenn ein Atheist oder Existenzialist diesen Satz ausspricht, dann daher, weil niemand anders für Ihn da sein kann. Er trägt die Verantwortung für seine Existenz allein - und muss es auch! wenn jemand aber von der Selbstverantwortung des Menschen spricht und dann seinen Kommentar mit dem Satz "..und hoffen darauf, dass unser Erlöser uns vom goldfischglas ins Meer der Liebe hinübertträgt" beendet, lässt das Zweifel aufkommen... Wo ist denn da die Selbstverantwortung? Wörter wie Hoffnung und Erlöser passen mit der Selbstverantwortung für das eigene Schicksal nicht gar so gut zusammen... denke ich (und das ist weder ironisch noch polemisch gemeint) Ist es nicht gerade so, dass leute die aus irgendwelchen Gründen ein von mfj beschreibenes Schicksal erleiden gerade nicht mehr selbtverantwortlich sein wollen und sich daher ihrem Erlöser und der Hoffnung zuwenden? Ist das nicht eher die Aufgabe der Selbstverantwortung? lg P.s: Woher weisst du dass Symeon kepha (petrus) und Paulus von Tarsos nicht gar so gut mit einander auskamen? Mir ist eher erinnerlich, dass die beiden sich doch gar nicht kannten... (gekannt haben konnten) Wenn ich nicht irre, gibt es nur einige Behauptungen einer Bekanntschaft die im Clemensbrief enthalten sind. Soweit ich weiß ist der aber unter Domitian geschreiben worden, also ca 100 nach Chr. schon 2 Generationen später.. Daher gilt diese Quelle als eher zweifelhaft. Aber falls du da mehr weisst lasse ich mich gerne aufklären.. Wäre tatsächlich interessant |
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Name: Bergdoktor1 antwortet um 18-03-2008 15:54 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war...
Hallo Almoehe, Freut mich, dass du wieder da bist. Es ist tatsächlich ein Phänomen, dass ausgerechnet die Frauen der Kirche so die Stange halten. Wurden sie doch von Anbeginn an von deren Vertretern als zweitklassig, als schmutzig und minderwertig eingestuft. Bereits Kirchenvater Tertullian macht das Weib zur Einfallspforte des Teufels“ und gibt ihr die Schuld an Jesu Tod. „ Du bist es“ bezichtigt er die Frau ganz allgemein, „ die dem Teufel Eingang verschafft hat. Für Dionysius von Alexandrien (+ 265) war es selbstverständlich, dass es Weibern während der Regel verboten sei, in die Kirche zu gehen und „Christi Leib und Blut zu berühren“ Timotheus von Alexandrien (+385) hatte noch die gleiche Einstellung. In der syrischen Kirche bestrafte man menstruierende Frauen, die die Kirche besuchten, mit einer Buße von sieben Jahren. Priester, die an menstruierenden Frauen die Kommunion austeilten, wurden in manchen Gegenden ihres Amtes enthoben. Die Canones Hippolyti , eine wichtige Kirchenordnung des 3. Jahrhunderts, verbot die Taufe an Frauen, wenn die Unreinheit über sie kommt“, und untersagten solchen, die bei einer Geburt geholfen hatten, die Teilnahme an den „ Mysterien“, und zwar für zwanzig Tage wenn es ein Knabe, für vierzig Tage aber, wenn es ein Mädchen war. Die „Reinigungszeit“ für die Mutter selbst betrug vierzig Tage bei der Geburt eines Knaben, aber achtzig Tage bei der Geburt eines Mädchens. Den Höhepunkt der Frauenverachtung erreichte die Kirche aber vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. In einem regelrechten Wahn wurden unzählige unschuldige Frauen grausam ermordet. Die offizielle kirchliche Beglaubigung zu diesem Wahn erfolgte in der Bulle „Summis disiderantes affectibus „ der „Hexenbulle“ vom 5. Dezember 1484 durch Papst Innozenz VIII. Im 1489 erschienenen fast dreißig Auflagen umfassenden „Hexenhammer“ erläutern die beiden Verfasser, die vom Papst beauftragten Dominikanermönche Heinrich Institoris und Jakob Sprenger dass die Frau im allgemeine nicht nur dümmer als der Mann ist, sondern auch stets einen geringeren Glauben besitze. Das beweise die Zusammensetztung des Wortes Frau, femina, das sich aus fe und minus zusammensetzte, fe= fides Glaube, minus= weniger, also femina= „die weniger Glauben hat“ führten sie aus. Die Frau sei aber auch fleischlicher gesinnt, ja die geliebten Söhne des Papstes, wie die beiden genannt wurden, erklärten rundheraus, dass das Weib nur ein unvollkommenes Tier ist. Wohl auch deshalb traf es zum überwiegenden Teil unschuldige Frauen die auf dem Scheiterhaufen landeten, nachdem sie gedemütigt und gefoltert wurden. (Quelle: K.H. Deschner) Trotz dieser Abwertung waren es häufig Frauen, die in ihrer Gottesdemut so weit gingen, dass man nur den Kopf schütteln kann. Beispiel Hl. Katharina von Siena. Auch Mutter Teresas Taten werden allgemein sehr einseitig gesehen. Hinter den Kulissen sah es anders aus. Und was sagt eigentlich das heilige Buch über Frauen? – es quillt fast über vor lauter Frauenfeindlichkeit - hier ein paar Kostproben: http://www.bibelkritik.ch/kirchenkritik/e24.htm http://www.bibelkritik.ch/jesus/h2.htm http://www.bibelkritik.ch/kirchenkritik/e15.htm http://www.bibelkritik.ch/kirchenkritik/e11.htm http://www.bibelkritik.ch/kirchenkritik/e23.htm http://www.bibelkritik.ch/kirchenkritik/e9.htm Du schreibst: „Andererseits gibt es eine Männlichkeit, die zerstört. Machos. Männer, die abgekoppelt von Liebe und von Religion sind.“ Soll das aussagen, dass Männer die abgekoppelt von Religion sind, zerstörerische Machos sind? Warum verbindest du überhaupt Liebe und Religion in diesem Zusammenhang? Natürlich ist es schlecht, wenn ein Mensch keine Liebe erfährt oder geben kann. Ob jemand fähig ist zu lieben, oder nicht hat aber doch nichts mit Religion zu tun. Wenn du sagen willst, dass Männer zerstörerisch werden, wenn sie sich von der Religion abkoppeln, ist das für mich reine Spekulation. Wieviel in der Geschichte ist wohl zerstört worden von Männern denen Religion heilig war? Gruß Doc. |
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Name: sophokles antwortet um 18-03-2008 16:25 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Schönen nachmittag doc, Ich kenn den Hexenhammer des Heinrich Kramer, aber wie er zu seiner Etymologie des Wortes Femina kommt ist mir doch schleierhaft. Feminia kommt von lat. fellare. d.h. die Säugende bzw. die saugen lassende. Und ist vieeeeel älter als das Christentum. Ich weiß nicht ob Kramers moralische Interpretation eine progandischte ist oder ob er es einfach nicht besser gewusst hat. Jedenfalls ist sie Falsch. die alt.lat. ist ja auch viel plausibler. Im übrigen würde ich doch eine kleine Lanze für Tertullian brechen, da er eigentlich als Römer seiner Zeit zu den eher humanistischen Denkern zählte. Siehe seine Ablehnung gegen die Unterhaltungsmassaker in den Arenen... P.s: Ich wollt dich, oben schon ansprechen, wusste aber nicht ob du heute mitliest. - Weisst du mehr über die von mfj angedeutete beziehung von Paulus und Petrus, ich höre dies zum ersten mal? |
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Name: helmar antwortet um 18-03-2008 20:45 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Lieber Doc! Auch ich denke mir oft dass es eigentlich seltsam ist, dass die rk. zwar Frauen von "höheren Weihen" mit allen Mitteln fern hält, und sich viele Frauen trotzdem, oder vielleicht auch deshalb, zum Dienen in verschiedenster Form in und an der Kirche, ich möcht fast sagen drängen...........aber nicht nur in den Religionen ist die Frau ein Wesen 2. Klasse, auch anderswo. Schau doch mal, was bei manchen los ist wenn kein Stammhalter geboren wird, und wem wird da dann unterschwellig die Schuld gegeben? Oft genug der Mutter weils eben nix gscheits zusammenbringt. Schau mal, welche Frauenberufe heute noch z.T. forciert werden, es sind jene in welchen zum Großteil Frauen "dienen". Warum wohl werden die Pflegeberufe automatisch mit Frauenberufen assoziert? Und da hat auch die jahrhundertelange Meinungsbildung auch der Religionen mitgeholfen, dass es dazu gekommen ist...... Ich finde Religion auch heute nicht langweilig. Derjenige welcher glaubt hat was zum Glauben, derjenige der offiziell mittun will, hat was zum tun. Musiker, Chorsänger, Komponisten, Texter schaffen oft Kunstwerke, manchmal auch, modern sein wollend, peinlichsten Schrott, ich denke da an die meisten sogenannten "Jazzmessen", welche mit Jazz in wirklichkeit nichts zu tun haben, also all denen kann ja gar nicht langweilig sein.... und Gospel und andere Musikstücke "zum Lobe des Herrn" mag auch ich die meisten, einfach von der schöpferischen seite des Menschen her...... Es wird hier im Forum auch nie langweilig, wenn Religion als Thema auftaucht......denke nur an den derzeitigen Eintragsrekord....also auch für sowas geeignet...... WAs mich aber stört, ist das Vorurteil mancher Menschen dass nicht religiöse, nicht an Gott oder an jene welche sich auf ihn berufen glaubende Menschen grobe, gefühllose und was weiß ich noch für negative Menschen sind.......ich kenne sehr liebenswerte gläubige Zeitgenossen, aber ich habe auch wunderbare Menschen kennegelernt, welche nicht an Gott und Kirche glauben, aber vom ganzen Herzen lieben können, und welche für vieles tief empfinden......Mfg, helmar |
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Name: Gourmet antwortet um 18-03-2008 20:51 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... @helmar Ja, die Sache mit dem „Stammhalter“ ist schon sehr merkwürdig. Ich habe nie verstanden wie man auf einen derartigen Blödsinn so großen Wert legen kann. Und diesbezüglich alles nachplappert was frühere Generationen oder Nachbarn meinen. |
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Name: Almoehe antwortet um 18-03-2008 21:04 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Lieber Bergdoktor, ...das alte Buch – wie Du es nennst, sei frauenfeindlich ? Nun ich werde Dir nicht mehr in der üblichen Art antworten – es hat mehr Steine in den Weg geworfen – als befestigt. Ich habe mal eine Frauengeschichte aus dem NT. genommen, und versuche zu interpretieren, wenn Du es anders siehst lass es mich wissen ! Joh. 4: Die Frau am Sycharbrunnen Eine Frau hat Durst. Sie geht zum Brunnen Wasser holen. Dort ist ein Mann, der hat auch Durst, aber einen anderen. Ich kenne eine Frau, die ist sehr dick. Die hat Durst, dass ein einziger Mensch einmal zu ihr sagt: du bist schön! Ich kenne vom letzten Urlaub einen neunzehnjährigen Jugendlichen, der schon zwei Sommer lang wie verrückt Geld verdient, um sich eine „Puppenfalle" kaufen zu können. Weißt Du, was eine Puppenfalle ist? Es ist ein Cabrio, wo die Mädchen nur so hineinfallen. Mir kommt vor, dass der junge Mann Durst hat: er will endlich eine Freundin so wie die anderen. Durst nach Respekt, Anerkennung, Achtung oder nur ein klein bisschen Aufmerksamkeit. Durst nach Erfolg, Geld, höheren Positionen. Manche haben wirklich Durst: Trinken bis zum Umfallen, weil das Leben unerträglich ist. Aller Durst ist vielleicht letztlich Durst nach ein bisschen Liebe. Das nur am Rande: Durst und Begierde sind Hauptbegriff im Buddhismus, zuvorderst in der Lehre der vier Wahrheiten. Da treffen sich der Buddha (der Erleuchtete) und der Christus (der Gesalbte). Auch Jesus hat am Brunnen von Sychar Durst. Aber es ist ein anderer Durst. Wahrscheinlich hat ihn um die sechste Stunde – mittags - schon auch der körperliche Durst geplagt. Aber da ist noch etwas: er möchte dieser Frau begegnen. Kein Small talk, sondern Fragen, die auf das Heil dieser Frau hinzielen. Normalerweise würde ein Jude nie mit einem Samaritaner reden, geschweige denn aus dem gleichen Gefäß trinken. So ungewöhnlich etwa, wie wenn ein Hotelchef aus dem gleichen Bierglas wie sein Abwäscher trinken würde. Aber Jesus setzt sich darüber hinweg und bittet die Samariterin um einen Schluck Wasser. Als sie erstaunt zurückfragt, wendet sich das Blatt. „Wenn du wüsstest, wer dich da bittet, hättest du ihn um lebendiges Wasser gebeten, das nie mehr Durst macht." Lebendiges Wasser? Es ist das, was man altertümlich Gnade nennt: das Zusammentreffen von Gott und Mensch. Wenn Gott und Mensch sich berühren, entsteht Hoffnung; man verbittert nicht mehr; es entsteht eine Beziehung, die trägt. Eine Freundschaft, auf die man bauen kann. Lebendiges Wasser ist, dass „wir fähig werden mehr auf das Unsichtbare zu blicken, als auf das Sichtbare" (Tagesgebet). Wenn man also über das Zeitliche ins Ewige blicken kann, dann ist diese Welt nicht mehr so anstrengend. Wer dann beim Nachbar in der Garage ein neues Auto erblickt, braucht nicht mehr vor Neid erblassen. Er kann ihm das neue Spielzeug gönnen. Lebendiges Wasser ist, wenn du von der AMA eine Rückzahlungsaufforderung erhältst und ohne Anflug von Zorn das mit freiem Herzen akzeptieren kannst. :-) P.S. Sophokles - Petrus und Paulus der erste und der dreizehnte Jünger – waren nicht begeistert von einander – so schreibt das „alte Buch“. Historisch gesehen gibt es Ungereimtheiten, und Fehlerquellen. Für die Heilsbotschaft ist das eher nebensächlich und unerheblich... :-) |
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Name: helmar antwortet um 18-03-2008 21:12 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Richtig, lieber Almoehe, es ist unerheblich.......wers glaubt, der glaubt es, und wer nicht genauso.... Mfg, helmar |
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Name: sophokles antwortet um 18-03-2008 21:19 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Guten Abend Almoehe, Schön dass du wieder da bist! Zur Symeon&Paulus von Tarsos geschichte: Wo schreibt "das alte Buch" das? Mich würd das interessieren, wo, wie wann, die sich irgendwo überhaupt treffen hätten können, damit sie sich nicht mögen hätten können? Die einzige Gemeinsamkeit war meines Wissens dass ihr Tod ca. in den 60iger Jahren des 1. Jahrhunderts war. Möglicherweise starb einer oder beide (?) vielleicht unter Nero und seiner Christenverfolgung. Es mag schon sein, dass es für die "Heilsbotschaft" unerheblich ist, da sich diese eh a priori mit der Hstorizität der Ereignisse ausschliesst. Historisch gesehen hat ja weder Jesus was mit dem Christentum (er war jüdischer Prediger) noch Jesus mit Christus dem Halb/Ganz/ViertelGott - je nach auslegung (Kopten, Nestorianer, Prespyter, Katholiken etc.) zu tun. - Aber mich würds halt historisch interessieren, weil Paulus von Tarsos, Symeon Kepha (Petra) etc halt historische Personen waren. Wie wahrscheinlich auch ein Prediger names Jesus.... Nur mit dem Christentum oder dem christlichen Gott konnte er nix zu tun haben. Vielleicht kennst du ja die Stelle des "alten Buches"? P.s: Warum nennst du Paulus den 13 Jünger? Zwischen Ihm und Jesus ist ja eine ganze Generation? |
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Name: Icebreaker antwortet um 18-03-2008 21:30 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Genau helmar ;-) bitte Punkt sex - ähem, sechs beachten ;-))) Damit "die Religion" nun doch nicht immerzu so laaangweilig ist - für Interessierte ein kleiner Test 1. Warum befinden sich Wolken am Himmel? A. Hitze erwärmt das Wasser auf der Erde, das Wasser verdampft, steigt in die Atmosphäre auf, kondensiert und bildet dort Wolken. B. Die Wolken sind Gottes Fussspuren im Himmel und bestehen aus dem Staub seiner Füsse. 2. Warum sind einige Menschen blind, taub oder stumm? A. Diese Unzulänglichkeiten werden einigen Menschen wohlüberlegt von Gott auferlegt. B. Die meisten dieser Probleme werden durch Defekte in der Erbsubstanz, den Genen verursacht, die willkürlich jedes Individuum treffen können. 3. Was verursacht Donner und Blitze? A. Der Wille Gottes. Der Donner ist der Klang seiner donnernden Stimme. Blitze sind eine tödliche Kraft, die er wohlüberlegt schleudert. B. Blitze sind die elektrische Entladungen von Gewitterwolken. Der Donner ist der Klang, der durch diese explosionsartige elektrische Entladung entsteht. 4. Warum sehen wir einen Regenbogen? A. Die verschiedenen Farben entstehen durch das Sonnenlicht, das sich in den Wassertropfen des Regens wie in einem Prisma bricht. B. Gott schickt einen Regenbogen, um sich selbst daran zu erinnern, dass er versprochen hat, keine Männer, Frauen und Kinder mehr zu ermorden. 5. Was verursacht Wirbelstürme? A. Wetterfronten mit hohem und tiefem Luftdruck schieben sich übereinander. Die Luft aus der unteren Luftschicht wird von der oberen angesaugt. Ein Wirbelwind entsteht. B. Wenn Gott ein schnelles Ende wünscht um Sünder zu töten, benützt er gut und gerne Wirbelwinde. Wenn er diese langsamer bestrafen möchte, schickt er einfach eine Plage oder die Pest. 6. Warum können einige Frauen keine Kinder bekommen? A. Es ist die Bestrafung für ihre Sünden. B. Es gibt da mehrere medizinische Ursachen dafür. Hauptsächlich liegt es aber an Funktionsstörungen der Eileiter oder an Komplikationen mit der Uterus. 7. Was verursacht Erdbeben? A. Durch das langsame Verschieben der Erdplatten werden enorme tektonische Spannungen aufgebaut. Dies Spannungen entladen sich in heftigen Eruptionen, sprich Erdbeben. B. Gott bestraft Sünder mit Erdbeben, wenn er besonders wütend auf sie ist. 8. Warum trocknen manchmal Quellen und Flüsse aus? A. Ganz einfach: Dies geschieht aufgrund der Sünder, die in der Nähe leben. B. Ganz einfach: Dies geschieht aufgrund eines Mangels an Wasserzufuhr infolge einer gravierenden Hitzeperiode. 9. Warum leiden manche Menschen an Hämorrhoiden? A. Dieses Leiden ist nur eine von vielen Methoden, Sünder zu bestrafen. B. Hämorrhoiden entstehen, wenn rektale Venen durch Druck sich krankhaft erweitern. mfg Ice ;-) |
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Name: Almoehe antwortet um 18-03-2008 22:16 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Hallo Sophokles, Die 13 steht für die Wandlung zum Inneren Christus (Christentum). Theologisch wird es „gern“ so gedeutet, weil die Botschaft Petrus, alias „Fels und Fundament“ und die Botschaft Paulus, alias „überallem aber ist die Liebe....“ sich so unterschiedlich bekennt. Auch „Verstand-lich“ gesehen, kommt der 13 mehr Bedeutung und Wertigkeit zu als der 12 – wobei Paulus nicht als Unglücks(zahl) Person für Christi Lehre gesehen wird....:-) Der Mond umkreist die Erde im Laufe des Jahres 13mal und nicht 12mal. Bibelstelle zum Thema: "Als Kephas (Petrus) nach Antiochia gekommen war, bin ich (Paulus) ihm offen entgegengetreten, weil er sich ins Unrecht gesetzt hatte." (Galater 2,11) Untenstehender Link z.b. verweist ausgiebig die Thematik Petrus-Paulus – besser als ich es je beschreiben könnte! Schönen Abend zusammen.... http://www.paulus-briefe.de/zwischenfall.html |
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Name: sophokles antwortet um 18-03-2008 22:33 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Vielen Dank Almoehe, von dem "Zwischenfall in Antiochia" zwischen den Beiden wusste ich bis her nichts. |
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Name: teilchenbeschleunigerin antwortet um 18-03-2008 23:53 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... @Icebreaker Guten Abend so spät. Zu Deinem Multiple-Choice-Test habe ich eine Ergänzung: Verliebtsein ... A) ... ist ein physiologischer Reiz, der Neurtransmittoren im Gehirn freisetzt, diese lösen einen biochemischen Prozess aus, wodurch die Rezeptoren auf den Zelloberflächen einen Impuls empfangen und diesen an den Zellkern weitertransportieren, was in der Auswirkung zu einer Erhöhung der Herzfrequenz, zu einem Anstieg des Blutdrucks und zu Schweißabsonderung in den Handflächen führt. B) ... ist ein Gefühl vollkommenen Einsseins mit sich und der Welt, von unerträglicher Leichtigkeit, flatternden Eingeweiden, einem Herzen das nach außen drängt und das sich mitteilen will, Armen die die Welt umschlingen wollen und Füße die tanzen wollen ohne Ende... - so hab ichs zumindest vom letzten Mal noch in Erinnerung ;-) Was ich sagen will: Es ist dasselbe. Die Frage ist, wie Du es sehen willst. Du hast immer die Wahl. Und wenn Du Gott so sehen willst, wie Du ihn siehst, dann ist es Dein ganz Persönliches. Schönen Abend, tb. |
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Name: Icebreaker antwortet um 19-03-2008 00:22 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Guten Morgen Teilchen, haste Glück, dass ich noch nicht off bin ;-) Freut mich, dich mit (m)einem Test hinter dem sogenannten Ofen hervorgelockt zu haben und ich habe deinen Beitrag gerne gelesen. Ich frage mich jedoch, was der Ofenlocker nun mit verliebt sein zu tun hat? Oder liegt es nun an der "Gunst der Stunde"? Bist DU (un)glücklich verliebt Teilchenbeschleunigerin? Hoffe für dich, dass dem nicht so ist lg und gute Nacht Ice |
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Name: teilchenbeschleunigerin antwortet um 19-03-2008 00:39 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Nabend Icebreaker, nein, ich bin nicht verliebt, weder glücklich noch unglücklich, schade eigentlich. Es bringt die Gefühle zum Leben, in der Freude wie im Leid. Unglücklich verliebt zu sein tut zwar mehr weh, bringt aber ungleich mehr Erkenntnisgewinn. Glücklich ist mans halt lieber ;-) Das Verliebtsein habe ich metaphorisch verwendet, weil dieses Gefühl jeder kennt und weil sich jeder hineinversetzen kann. Und weil man es so oder so sehen kann, wie Gott auch, und wie alles in der Welt. Dir jetzt auch eine gute Nacht! tb. |
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Name: Icebreaker antwortet um 19-03-2008 00:39 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... ... ist für mich übrigens nicht das selbe ... ;-) Sweet Dreams |
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Name: mfj antwortet um 19-03-2008 10:27 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Zur Liebe habe ich immer was zu sagen :-) ....für mich, ist es nämlich Hingabe. Dieses altmodische Wort, für unsere Zeit und Welt unverständlich, ist die Fähigkeit, mich selbst einem anderen oder einer Gemeinschaft zu schenken. Manchmal bis zum Tod. Das sehen wir an Jesus. Er achtete mit großer Aufmerksamkeit auf die Armen, Verlorenen, Ausgewiesenen, Entrechteten, Zöllner und Sünder. Das geht soweit, dass das Christentum eine Liebe nicht nur zu Fremden, sondern auch zu den Feinden fordert. Ja, zu den Feinden. Das ist ganz schön schwierig, seine Feinde zu lieben. In den Augen dieser Welt ist das alles „ein bisschen dumm“. Sei nicht dumm, wenn’s nichts bringt, dann hör auf. Wenn es dir nicht gedankt wird, dann wirf es hin. Was willst du denn jeden dahergelaufenen Lump aufnehmen … Jesus erzählte dazu das Gleichnis vom verlorenen Sohn und barmherzigen Vater. Der barmherzige Vater aber ist Gott selbst und wir alle sind die verlorenen Söhne und Töchter. Er sieht uns nicht als Lumpen, sondern öffnet seine Arme und lädt uns ins Haus. Ein Pfarrer predigte mal „Wenn ich noch so schöne Worte auf der Kanzel rede und die Messen noch so schön gestaltete und die Pfarre noch so gut führte, hätte aber die Liebe nicht, ich wäre ein schepperndes Blech. Für manche werden meine Worte ein wenig scheppernd klingen – eben wie Blech, aber die Liebe ist ein weites Land mit so vielen Wegen und Umwegen....und Worten :-) |
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Name: Almoehe antwortet um 19-03-2008 10:36 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... So eine Liebe mfj, nennt die Theologie „Agape“. Das ist griechisch und steht für geistige Liebe in Abhebung zu Eros, der gefühlsvollen, drängenden Liebe. Agape bedeutet in unseren Breiten auch ein gemeinschaftliches Essen, z.B. nach einer Taufe oder einer Hochzeit oder einer feierlichen Messe. Dieses Essen drückt aus: ich esse mit dir, egal wer du bist, und teile mit dir ein Stück Brot. Agape ist aber das beste und wichtigste Stück im Christentum. Ich möchte es in Anlehnung an Paulus so sagen: wenn ich noch so viel bete, Kerzen anzünde, noch so viele Messen besuche, noch so viel Geld spendiere, wenn ich ein Mystiker würde und die Kraft hätte, Berge zu versetzen, hätte aber die Liebe nicht, ich wäre ein Nichts! Paulus schreibt, ein Nichts!! |
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Name: Bergdoktor1 antwortet um 19-03-2008 11:49 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war...
Schönen Tag, lieber Almoehe, Du fragst mich: „...das alte Buch – wie Du es nennst, sei frauenfeindlich ? Zitat Ende. Dass du behauptest ich hätte die Bibel „das alte Buch“ genannt ist nebensächlich, zeigt aber wie oberflächlich du die Beiträge anderer, oder zumindest meine liest. Als Antwort auf deine Frage: Ja das AT ist extrem frauenfeindlich. Du flüchtest dich ins NT - das ist zwar nicht mehr so brutal wie das AT, aber genau wie dieses voller Widersprüche. Ich werde nicht müde werden darauf hinzuweisen dass das NT an ca. 900 Stellen auf das AT verweist, und dieses wird nach wie vor in der offiziellen Kirchenlehre herangezogen. Erst wenn sich die Kirche klar und deutlich von diesen moralisch und ethnisch höchst bedenklichen Inhalten dieses Werkes disttanziert, belästige ich niemanden mehr damit und werfe es in den Müll. Würde der Mensch heute den Lehren des Alten Testaments folgen, dann wäre er ein Krimineller. Würde er den Lehren des Neuen Testaments genau folgen, dann wäre er ein Verrückter. (Robert Green Ingersoll Die Art und Weise wie du deine „Predigt“ verfasst hast, läßt vermuten dass du Theologie studiert hast- nur Theologen beherrschen normalerweise die Kunst menschliche Gefühle durch philosophieren so sehr mit Gott zu verstricken, dass die Zuhöhrer (Leser) irgendwann selber glauben ohne Gott gibt es keine Liebe, oder gar ohne Gott gibt es kein Leben. Wenn du kein Theologe bist, vermute ich zumindest einen Religionslehrer – wenn beides nicht zutrifft, sollte man die Kirche auf dein Talent aufmerksam machen. Du schreibst: „Wenn Gott und Mensch sich berühren, entsteht Hoffnung; man verbittert nicht mehr; es entsteht eine Beziehung, die trägt. Eine Freundschaft, auf die man bauen kann.“ Zitat Ende Da stört mich das „man“ Wenn du diese Erfahrung gemacht hast und damit glücklich bist, hat bestimmt keiner was dagegen – Nur müßtest du dann in der Formulierung das auch so zum Ausdruck bringen – weil auf mich trifft dieser Satz überhaupt nicht zu – natürlich bin auch ich wie jeder andere auch ab und zu nicht so gut drauf – dass das aber daher kommen soll, dass ich nicht von Gott berührt worden bin, ist wieder reine Spekulation. Wenn ein Gläubiger wie du es sich auch noch so schwer vorstellen kann – ich führe im Großen und Ganzen ein sehr glückliches, erfülltes Leben. Ich bin zufrieden mit dem was ich habe und erfreue mich an den Wundern der Natur genau so wie an meiner intakten Familie. Ich möchte dich ganz einfach bitten, diese Gottesheilerfahrungen auf die einzelnen subjektiven Erfahrungen der Gläubigen zu beziehen und nicht so zu verallgemeinern. Weiters schreibst du: „Lebendiges Wasser ist, wenn du von der AMA eine Rückzahlungsaufforderung erhältst und ohne Anflug von Zorn das mit freiem Herzen akzeptieren kannst. :-) „Zitat Ende Auch ich habe schon eine solche Rückzahlungsaufforderung in beträchtlicher Höhe erhalten. Ich war nicht sehr erfreut darüber, habe aber eingesehen, dass ich das zurückzuzahlende Geld zu Unrecht erhalten hatte und habe die Sache recht schnell vergessen. Was sowas mit „lebendigen Wasser „ zu tun haben soll, ist mir ein Rätsel, kann aber durchaus sein, dass ich zuwenig „erleuchtet“ bin, um es zu verstehen ;-) Der Mensch muß das Licht lieben, gleichgültig, woher es kommt. Er muß die Rose lieben, gleichgültig, in welchem Boden sie wächst. Er muß ein Sucher nach Wahrheit sein, gleichgültig, aus welcher Quelle sie fließt. Anhänglichkeit zur Lampe ist nicht Liebe zum Licht. Abdu'l-Baha 1844-1921 Mit oder ohne Religion können sich gute Menschen anständig verhalten und schlechte Menschen Böses tun; doch damit gute Menschen Böses tun, dafür braucht es Religion" (Steven Weinberg, Astrophysiker Lieber Almoehe, ich hoffe du hast diesmal länger Zeit um hier mitzudiskutieren – normalerweise verabschieden sich theologisch veranlagte User leider immer viel zu früh, warum nur ? ;-) Sehr leid tut es mir um den „Bayern Sppi“, einen angehenden Priester – ich hätte noch soooo viele Fragen an ihn gehabt – er hatte aber vermutlich wichtigeres zu tun, als hier mit Bauern über Religion zu diskutieren. Gruß Doc. |
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Name: teilchenbeschleunigerin antwortet um 19-03-2008 12:25 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Schöne Mittagszeit Euch allen, es ist interessant darüber nachzudenken, warum Männer und Frauen ihre Spiritualität so unterschiedlich ausdrücken. Gott sei dank SIND sie unterschiedlich, muss ich gleich dazu sagen, es wäre langweilig wenn wir in unserem Ausdruck gleich wären. Als Frau, die ein kleineres Gehirnvolumen als ein Mann hat und deshalb als lange als weniger intelligent angesehen wurde, amüsiert mich die Tatsache, dass Männer über Jahrtausende versuchen, sich die Frauen zu unterwerfen und sie kleinzukriegen. Bei aller Tragik der Frauenunterdrückung. Warum sonst wurden und werden Frauen von heiligen Ritualen ferngehalten, während sie menstruieren? Dabei ist das die natürlichste Sache der Welt, eine Notwendigkeit im Kreislauf der Natur wie Geborenwerden und Sterben. Vielleicht ist es die Angst vor dem Weiblichen, dem Intuitiven, dem Unergründlichen und Tiefen, dem Unkontrollierten, die Männer so kontrollierend und autoritär werden ließ, dass sie fortan nur noch bestrebt waren, sich über die Frauen zu stellen? Angeblich war es den Männern nie geheuer, wie ein Wesen im Laufe seines Lebens so viel Blut verlieren kann, ohne daran zu sterben. Es musste also etwas haben, was die Männer nicht haben... und es muss unter Kontrolle gehalten werden! Ein sehr gutes Beispiel für die Unterdrückung weiblicher Kräfte ist für mich die Kirche Maria am Gestade in Wien. Sie war schon vor dem Christentum einer Muttergottheit geweiht, christliche Kirchen sind ja sehr oft auf keltischen oder sonstigen vorchristlichen Kultstätten aufgebaut worden. Geomantiker kennen die Kräfte der Erde, manche sind kontemplativ und ziehen die Energie nach unten, andere sind nach oben und aussen drängend. Es gibt auch die Kategorisierung in weibliche und männliche Kräfte in der Erde. Also diese Kirche hat eine sehr starke weibliche Kraft, manche sagen sogar, es sei das zweite Chakra von Wien. Dass die Erde auch Chakren hat, habe ich ja lange nicht gewusst. Was bei dieser Kirche noch zu diesen Energien beiträgt, ist der heutige Donaukanal, früher war dort Sumpfgebiet, bei Hochwasser reichte das Wasser bis an die Kirchenpforte. Das Wasser als unkontrollierbares Element ist Symbol für das Weibliche. Die Kirche Maria am Gestade war immer in Händen von Männerorden, was dem Energiepotential dieses Ortes nie Rechnung getragen hat. Obwohl eine der schönsten Kirchen Wiens, empfinden fühlige Menschen sie als einen düsteren und schweren Ort, ganz anders als andere Kirchen in Wien. Wer sich für Kraftplätze interessiert, es gibt ein gut zu lesendes Buch dazu: Plätze der Kraft in Wien, Gabriele Buchas Als ich zum ersten Mal darüber gelesen habe, dass es das gibt, war ich fasziniert. Ich bin nicht besonders fühlig, aber ich denke mir, dass es doch viel mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als ich mir vorstellen kann. Anhänglichkeit zur Lampe ist nicht Liebe zum Licht. - Ein schöner Gedanke, Doc! Lieben Gruß, tb. |
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Name: Almoehe antwortet um 19-03-2008 13:24 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Guten Mittag Bergdoktor, ich würde nicht sagen, dass ich Deine Beiträge nicht lese – ob ich sie richtig verstehe ist natürlich was anderes. Das „alte Buch“, damit meine ich das alte Testament, das Du so temperamentvoll interpretierst. Es ist Dir ein Dorn im Auge und Anstoß zugleich. Ich bezeichne es nicht als frauenfeindliches Buch, lieber als altes Buch und Lebensbuch. Übrigens auch im AT kommt die Verliebtheit vor. Lies doch mal das Hohe Lied der Liebe. Unübertroffen die Sprachbilder, mit denen das Hohe Lied die Schönheit der Frau beschreibt. Tipp: Super Vorlagen für Liebesbriefe oder Liebesemails. Was nicht geht, oder Sinn macht, über ein Lebensbuch wie über ein Getriebe zu diskutieren. Es zerlegen, zu analysieren – letztendlich bewerten und Vorschläge machen. Und ich werde nicht mehr in Zerfleischung mancher Diskussion von Beweisen und Argumenten „türmen“. Glauben ist das Glück den Lichtschalter gefunden zu haben, ihn zu beschreiben, den Weg zu zeigen ist vage – und nicht mein Wille und Aufgabe. Trotzdem ist Hoffnung auch Suche. Du würdest Dich nicht damit befassen, wäre alles so klar und deutlich. Hoffnung wird geboren aus der Unzufriedenheit mit dem Ist-Zustand. Wer einigermaßen vernünftig ist, kann diese Welt nicht so lassen wie sie ist. Denn wer will, dass die Welt so bleibt wie sie ist, will nicht, dass sie so bleibt wie sie ist. Was hier komisch klingt, ist schnell erklärt: Wenn wir nichts ändern, bricht es von allein zusammen. Zum Beispiel der Treibhauseffekt; er führt in die Katastrophe. Oder die soziale Ungerechtigkeit auf dieser Welt, die sich daran zeigt, dass die einen nicht satt werden und die anderen nicht wissen, ob sie heute besser Kaviar oder besser Trüffel essen. Eine gerechte Welt für alle, das war und ist Traum, Utopie und Hoffnung. Dafür haben sich Menschen eingesetzt. Wir sagen auf Deutsch hoffen, die Engländer sagen hope. Das Wort wird abgeleitet von hüpfen, wie wenn einer vor Erwartung zappelt, dass endlich das eintrifft, was er sich so wünscht. In den romanischen Sprachen hat es einen Anklang an das Wort atmen, aspirare. Französisch heißt es ésperer, éspoir, Lateinisch spero. Dum spiro spero: solange ich atme, hoffe ich. In der christlichen Lehre ist Hoffen eine Tugend, ja sogar gar eine Kardinaltugend. Das heißt wörtlich Schlüsselfertigkeit. Hoffnung ist für alte Menschen so wichtig wie eine Vitamin-Brausetablette. Tatsächlich verfallen alte Menschen körperlich und geistig, wenn sie das Gefühl haben, für sie gibt es keine Hoffnung und Zukunft mehr. Deshalb ertragen Menschen fast alles, wenn sie auf etwas Großes warten. Schwangersein hieß früher „guter Hoffnung“ sein. Und was halten manchmal Schwangere alles aus – für das, was da kommt, das Kind, die Hoffnung! Wie frisch und ausdauernd sind oft Verliebte, eben weil da sich was Großes anbahnt! Bis jetzt spreche ich von den Hoffnungen (Mehrzahl), von den Wünschen und Träumen, die wir haben. Die christliche Hoffnung hat aber etwas Eigentümliches: sie geht über die Welt hinaus, sie ist transzendent. Sie ist verankert über der Welt - in Gott. Wir hängen uns an IHN. Ein Hedonist tut das nicht. Ein Hedonist ist einer, der Leben als Lust begreift. Er mag nicht mehr leben, wenn keine Lust mehr da ist. Wenn ein Hedonist Dauer-Schmerzen hat, schreit er nach der Todesspritze. Beim Christen kann es nicht so sein: seine Hoffnung sollte auch in der Todesstunde halten. Jesus, der Nazarener, war mit 33 Jahren am Ende seines Lebens. Verurteilt und angenagelt am Kreuz „schrie“ er den Psalm 22. Das ist uns überliefert: „Mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen! Ich bin ein Wurm und kein Mensch mehr. Die Leute spotten, verziehen die Lippen und schütteln den Kopf. ….“. Dann aber, gegen Ende, klingen die Worte anders: „Du, Gott, bist es, der mich barg an der Brust meiner Mutter. Dir haben unsere Väter vertraut, sie haben vertraut und wurden gerettet. Du, Gott, bist meine Stärke, mein Heil!“ Das ist Hoffnung. Wenn ein Dreißigjähriger so sterben kann, dass die Hoffnung in der Sterbestunde noch hält. Deshalb staunte ich nicht schlecht, als ich auf dem Grabstein des von mir verehrten Nikos Katzanzakis in Heraklion lese: „ich hoffe nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei.“ Gibt es Hoffnungen, die unfrei machen? Glauben ist für mich, Berdoktor – Vertrauen nicht Fehlersuche. Tb. Deiner Interpretation kann ich was abgewinnen. Das Du Dich nicht fühlig siehst, bei Deinen hochklassigen Einträgen, ist fast schon Sünde.... :-) oder (zu) große Demut ? Das Marianische ist aber in kath. Kirche überaus gut vertreten. Für mich ist es eine starke Wurzel der Zukunft... |
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Name: Bergdoktor1 antwortet um 19-03-2008 14:56 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Hallo Almoehe, Ganz kurz noch mal, Natürlich kommt auch das Wort Liebe im AT vor - in den fünf Büchern Mose genau 7 mal, während das Wort "ausrotten" 54 mal "vertilgen" oder "vertilge" 27 mal, und "töten" oder "töte" 26 mal vorkommt. Dass du über die Inhalte dieses "Lebensbuches" wie du es so schön nennst, nicht so gerne dikustierst, verstehe ich. Jemand wie ich, der den Lichtschalter Gottes noch nicht gefunden hat, versteht natürlich nicht dass wenn z.Bsp. in der Bibel davon die Rede ist den Bauch einer Schwangeren aufzuschlitzen, ganz was anderes gemeint ist als es aussagt. Symbolisch wird es vermutlich einer Blumenwiese nahekommen. Aber wie gesagt um das zu begreifen bin ich zuwenig erleuchtet ;-) Übrigens wieder schön gepredigt Almoehe - ein Priester könnte es nicht besser machen ,-) Schönen Tag noch, Doc. |
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Name: Icebreaker antwortet um 19-03-2008 15:14 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Hallo Almoehe, Ich glaube zu wissen was Bergdoktor mit: " Die Art und Weise wie du deine „Predigt“ verfasst hast, läßt vermuten dass du Theologie studiert hast- nur Theologen beherrschen normalerweise die Kunst menschliche Gefühle durch philosophieren so sehr mit Gott zu verstricken ..." (Zitat Ende) in Bezug auf dich gemeint hat. (obwohl ich diese Meinung nicht teile - halte dich eher für ein "Naturtalent" ;-)) Du hast vorhin geschrieben: "Ich bezeichne es nicht als frauenfeindliches Buch, lieber als altes Buch und Lebensbuch...." IST aber TOTal(l) Frauenfeindlich ..... deine Formulierung gibt Doc's Vermutung doch irgendwie Recht, meiner naturgemäß auch ;-) Es geht doch aber nicht darum, wie wir etwas "bezeichnen" möchten und auch nicht darum, was wir "lieber" haben!? Oder hab ich da etwas nicht ganz verstanden ... ;-) lg Ice |
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Name: Icebreaker antwortet um 19-03-2008 15:43 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... PS an Almoehe: Ahaaa!!! Du glaubst also noch, die Erde ist eine Scheibe .... ja dann bestimmt auch, dass Elvis lebt ... ;-))) lg Ice Glauben bedeutet für mich persönlich, neutral/mittig auf alle und alles zuzugehen. Dann mal "sammeln". Und das nicht wie Gourmet gerne erwähnt "Ein- Seitig". Das heisst, mich mit sämtlichen, mir zur Verfügung stehenden Mitteln zu informieren - hinterfragen - warten - prüfen (Reihenfolge variabel) ..... und dann irgendwann mir Stück für Stück MEINE EIGENE Meinung zu bilden und sie in der Folge, durch weitere "Bedienung der mir zu verfügung stehenden Mittel" zu ergänzen oder auch zu revidieren. Das selbe kann natürlich jeder andere auch tun - man (ich) merkt mit der Zeit, die ja alle Dinge weist, ob jemand einfach nur übernommenes Wissen " nachredt" oder ob sich mit den Dingen (weit über d. Tellerrand hinaus) befasst hat und ebenso tut ... informieren - hinterfragen - warten - prüfen AKZEPTIEREN kann ich JEDE Meinung, von wem auch immer - jedoch RESPEKTIEREN nur die, welche eben zu IHRER Meinung gekommen sind und sie auch vertreten. Ganz gleich ob Sturm oder Sonnenschein. Geradlinig eben und da gibt es GOTT sei Dank mittlerweile eine Menge von Menschen dieser Art hier - andernfalls würde ich mich nicht bemühen, doch ab und an mal hier mitzumischen ;-)) Ich lese nun mal gerne Persönlichkeiten und weniger gerne perönliche (nichtig)keiten, zumal von ersteren genannten eben dazu-lernen kann (Sichtweisen) Dazulernen kann man immer so man will. Und jedermanns Wille geschehe ... oder so ;-)) lg Ice |
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Name: Icebreaker antwortet um 19-03-2008 16:00 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Hallo nochmal schnell! Nur dass mir da ja keine Missverständnisse aufkommen - auch dich Almoehe lese ich gerne und respektiere dich! ... alle nun einzeln aufzuzählen währe müßig und auch nicht nötig, so "man" nicht nur liest, sondern auch versteht, was ich vorher gemeint/gesagt habe. lg ice |
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Name: Almoehe antwortet um 19-03-2008 16:45 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Ich finde es auf jedenfalls mal sehr menschlich – wie wir mittlerweile über Religion diskutieren. Hier habe ich und wir dazugelernt, und unterscheiden uns von früher Vorzeit.... Meine Einstellung und Sichtweise habe ich ja offensichtlich genug „gepredigt“ :-) mich würden die Lebenseinstellungen von anderen interessieren. Doc, vielleicht magst Du Deine „Weisheiten“ hier posten. Ich glaube nicht das dauernde Angriffhaltung von Dir, und Verteidigungsstellung von mir wichtig sind. Ice hat hier einiges interessantes von sich geschildert. Ich lade auch gerne die anderen ein – vor allem auch Frauen – Ihre Geisteshaltung darzustellen. Ist ja schon schwierig genug den richtigen Traktor zu kaufen, geschweige denn an das richtige zu glauben! |
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Name: ALADIN antwortet um 19-03-2008 18:11 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Ich glaube grundsätzlich das was ich für richtig halte und lasse mir von keiner Religion mehr etwas aufzwingen. Ansonsten kann ich den Doc nur bestätigen. Mit einer Ausnahme vielleicht: Mir ist es egal, ob es einen Gott gibt. Wäre möglich oder auch nicht. Vielleicht gibt es ihn nur im Kopf von Gläubigen. |
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Name: Gourmet antwortet um 19-03-2008 20:01 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... @Almoehe Einspruch! Unzulässige Verknüpfung. Du suggerierst hier, mit Deinem letzten Satz, man müsse etwas glauben. Wenn ich einen Traktor brauche, werde ich wohl einen kaufen müssen und muss mich aus dem Angebot für einen entscheiden. Richtig. Glauben muss ich aber nicht. Ich kann mir einen Glauben aussuchen, wenn ich wollte, ich lebe aber auch so ganz gut. Ohne Glauben. Dieses Geld und den Aufwand kann ich mir sparen, ohne Einschränkung von Lebensqualität. |
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Name: Icebreaker antwortet um 19-03-2008 20:21 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war...
Remonstriere entschieden Gourmet - du weißt:bestimmt: die Pflich ruft ... ;-)) lg Ice |
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Name: helmar antwortet um 19-03-2008 22:30 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... @Ice, eine kleine Bemerkung zu Punkt 6: immer öfter werden bei ungewollter Kinderlosigkeit eines Paares auch solche Probleme wie Zeugungsunfähigkeit von durchaus potenten Mänern festgestellt......früher hat es das wohl auch gegeben, aber Mann war ja immer das starke Geschlecht, also hatte Frau schuld zu sein.....in diesen Zeiten hatte aber die Religion weit mehr Einfluß auf die Menschen und deren tägliches Leben. Und von der Religion her war nun mal die Frau eben 2. Wahl, soll ja auch aus Adams Rippe stammen......und dass der gute Abraham nicht heikel war, im hohen Alter ein Sohn, und den nicht mit seiner Sarah, naja.......aber solches haben wir auch vor einiger Zeit erlebt. Begräbnis in der Verwandtschaft, notgedrungen also mit in die Kirche.....und unter wohlwollendem Blick des Herrn Pfarrers als Lektor ein 50iger im besten Alter, die in etwa gleich alte Frau durch Scheidung entsorgt, und eine halb so alte Neue, mit der Frucht des "reifen" Mannes auf dem Arm, seiner Tätigkeit als Lektor lauschend........scheinbar gibt es auch da solche und solche, wo dann ein Auge zugedrückt wird......ich habe bei solchen Gelegenheiten die Gabe beinahe einzuschlafen, sei denn es singt ein sehr guter Chor, und weil eben dösend, hab ichs gesehen und zur Kenntnis genommen...........aber mein Mann, gläubiger Christ, ist unmittelbar nach der Beerdigung samt meiner wenigkeit fuchsteufelswild ob solcher Doppelbödigkeit entschwunden....... Aber ich bin dort auch nicht sehr gern gesehen seit sich herungesprochen hat dass ich aus der rk ausgetreten bin. Früher wars da anders, denn dass der ......eine Bäuerin erwischt hat, das war damals schon was..... Mfg, helmar ..oder hat unser Erlebnis etwa gar mit dem klerikalen Personalmangel wwas zu tun? |
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Name: teilchenbeschleunigerin antwortet um 19-03-2008 23:33 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Guten Abend Helmar, ich überlege mir jetzt was ich jetzt über Deine Geschichte mit dem Lektor denken soll. A) dass Gläubige niemals sündigen (können, dürfen?) B) dass in jedem Fall der Lektor schuld an der Trennung war, und seine Ex-Frau war in jedem Fall das Opfer C) dass sich der Lektor aufgedrängt hat, weil so viele andere diesen Job auch machen wollten D) die Ex-Frau leidet E) die junge Frau den Mann zum Ehebruch angehalten hat F) dass der Pfarrer für den Lektor eine Ausnahme gemacht hat (...welche...?) G) dass der Pfarrer und der Lektor unter einer Decke stecken H) dass der Lektor gefälligst in seiner Schuld schmoren soll I) ... Ich werd aus der Geschichte nicht schlau. - Der Lektor ist doch kein Geistlicher oder? Ich will den Lektor nicht in Schutz nehmen, aber was wissen wir schon? Wofür muss der Lektor hier herhalten? Wir wissen viel zu wenig, um uns ein Urteil zu bilden. Und selbst wenn der Lektor wirklich ein großes Unrecht getan hätte, wer sagt, dass er es nicht erkannt hat und es sehr bereut hat, was er getan hat. Ist es ihm dann verwehrt, jemals wieder ein ehrenwerter Mann zu sein? Was für ein Leben wäre das, wenn man nach einem Fehler für immer in Schuld und Schande leben müsste. Was ist jetzt daran so verwerflich, dass er jetzt als Lektor arbeitet? Natürlich hält uns die Kirche an, eine Partnerschaft ein Leben lang zu tragen und sich nach bestem Wissen und Gewissen zu bemühen, einander treu zu sein. Aber es heißt auch, wer frei von Schuld ist der werfe den ersten Stein... Danke Dir für die Anregung, dass ich über all das wieder einmal nachzudenke, Helmar! Lieben Gruß, tb. |
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Name: helmar antwortet um 20-03-2008 08:41 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Tja, den Lektor kenne ich persönlich, samt jener Familie in welcher er ach so fromm-katholisch erzogen wurde, und es ist schon interessant dass auch er es immer wußte, was sich gehört oder nicht für die anderen........vom Glashaus und den Steinen scheint er noch nicht gelesen haben........ich stelle auch keine Vermutungen auf wer wo "schuld" sein könnte, geht mich nichts an....und vielleicht ist die Ex froh. ihm los zu sein, kann ja auch sein, oder? Aber wenn die r.k. , bzhw. manche deren Vetreter, geschiedene wiederveheiratete nich mal als Paten(eventuell grad noch als Firmzeugen) zulassen, und dann solche Leute wie eben oben die "Show" machen, gibt zu denken, inzwischen auch meinem gläubigen Mann.... Mfg, helmar |
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Name: naturbauer antwortet um 20-03-2008 09:12 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Warum tut eigentlich ein Almoehe, oder Doc nicht auch mal hier hereinstellen wie es zu den Versen in der Bibel gekommen ist? Die Bibel in ihrer ursprünglichen Länge war damals schon zu teuer. Man hat versucht es mit Kürzeln zu machen, dann hat zur damaligen Zeit kaum mehr einer die Kürzel entziffern können, es wurde wieder gekürzt, bis bloß mehr Verse übrig geblieben sind. Verse können ausgelegt werden nach allen Richtungen. Drum gabs ja das dunkle Mittelalter. Frauen nichts wert etc.... Sollte mein geschriebenes nicht wahr sein, hat der wohl größte deutsche Verlag daneben gegriffen. |
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Name: Gourmet antwortet um 20-03-2008 09:51 auf diesen Beitrag |
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Als Religion noch nicht langweilig war... Dieser Bericht von helmar und die Reaktion von Teilchenbeschleunigerin zeigt ganz gut einen Teil der Verlogenheit der Kirche auf. Da werden Gebote gepredigt, und die Leute, die diese dann brechen, stellen sich vorne hin und wollen den gutgläubigen Menschen was erzählen. Es ist ja gut, dass gescheiterte Existenzen nicht fallengelassen werden, aber dann als Lektor arbeiten? So jemand ist nicht gerade eine glaubwürdige Figur. Und dann nach allen möglichen Begründungen suchen (Teilchenbeschleunigerin) warum die Sache doch in Ordnung ist, da muss man schon ordentlich gehirngewaschen sein. Ich verstehe, dass der Mann von helmar verärgert ist. Da bin sogar ich als Nichtgläubiger verärgert, wenn ich mit ansehen muß, wie Menschen, die sich im guten Glauben an die Gebote halten, hier vor den Kopf gestoßen werden. Meine Meinung: Entweder die Kirche ist personalmäßig schon so schlecht beisammen, dass sie auf solche Versager (jetzt werde ich bestimmt wieder geschimpft werden, wiel ich Geschiedene als Versager bezeichne) angewiesen ist, oder der Lektor ist ein Gschafterlhuber, der sich selber gerne vorne stehen sieht. Die Blöden in diesem Spiel sind auf jeden Fall jene, die in den Bänken die Statisten spielen und Zeit und Geld opfern. |
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