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Es sind 13831 Diskussionen online

Kleegras anbauen nach Wintergetreide

  Antworten: 20

Name: hofer-steininger 16-01-2008 19:12 nach oben
Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Guten Abend

Ich möchte heuer zum ersten mal Kleegras nach Wintertriticale anbauen.
Möchte zuvor das Stroh aber "herhäckseln", Gülle fahren, pflügen und anbauen.
Hat so etwas von euch schon jemand gemacht?
Gibt es Probleme mit der Strohrotte, Kapillarwirkung oder der gleichen?
Wohne im Mühlviertel, 650m.
Danke im vorraus für ernstgemeinte Ratschläge.

Gruß Thomas

Name: schellniesel antwortet um 16-01-2008 19:17 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Dürfte so keine probleme geben! Baust du den Klee als Ackerfutter an oder als zwischenfrucht? Mit der Gülle musst halt aufpassen das nicht über die N grenze kommst!
Mfg schellniesel
Name: hofer-steininger antwortet um 16-01-2008 19:19 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Baue das Kleegras als 3 jähriges Ackerfutter an.
Danke.
Name: Veltliner antwortet um 16-01-2008 19:33 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Hallo

Würde dir raten, nach dem Häckseln das Feld einmal zumindest zu grubbern damit das Stroh gleichmäßig verteilt wird, dadurch verrottet es besser.
Mit der Gülle habe ich leider keine Erfahrung, denke aber wenn du sie vor dem Grubbern ausbringst kann das nicht schaden.
Viel Glück

mfg
Veltliner
Name: schellniesel antwortet um 16-01-2008 19:38 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Wenn das Stroh mit dem Häcksler des mähdreschers verteilt wird denke ich nicht das mann beim Pflügen probleme bekommt!
Mfg schellniesel
Name: hofer-steininger antwortet um 16-01-2008 19:45 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Ich bin auch der Meinung, das das Verteilen des Mähdreschers genügen muß.
Mein Bedenken ist nur: Wenn das Stroh ca. 15cm tief eingepflügt worden ist
(tiefer können wir nicht pflügen, Steinproblem), und es regnet, das die Kapillarwirkung
das Wasser nach unten zieht, und der Kleegrassamen nichts abgekommt.
Was haltet Ihr von der Theorie?
Name: Veltliner antwortet um 16-01-2008 19:55 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Du brauchst beim Anbauen des Kleesamens ein feinkrümmeliges Saatbeet, das nach dem Anbauen wieder rückverfestigt werden sollte, vielleicht mit einer Walze oder ähnlichem.


mfg
Veltliner
Name: schellniesel antwortet um 16-01-2008 19:57 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Ja bei der Bodenbeschaffenheit kann ich dir das nicht genau sagen ich habe nur schwere Lehmböden (Südoststeiermark 500m)und da war es noch nie ein problem! wie es mit Schotterböden wegen dem wasserhaushalt ausieht ist schwierig zu sagen! Kann nur soviel sagen das es in Werndorf /Kalsdorf bei Graz auch schotterböden gibt und die generell bei trockenen verhältnissen eher schwierigkeiten mit dem auflauf bei begrünnungen haben! Da spielt die Vorfrucht aber keine rolle!
Mfg schellniesel
Name: teraredlhaum antwortet um 16-01-2008 20:38 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
problem wird bei dreijährigem ackerfutteranbau eine extreme population von ampfer bereits im herbst des zweiten jahres sein!!
lg
Name: _kopax antwortet um 17-01-2008 08:50 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Hallo!

Pflügen vor einem Kleegrasanbau ist absolut nicht erforderlich, denn nach ein- bis zweimaligen Grubbern erreichst du auch mit einer normalen Drillsämaschine die erforderliche Saattiefe von rund 1cm. Außerdem ist bei pflugloser Bestellung die Verschlämmungsgefahr geringer und du erzeugst keine, für die Kleewurzeln ungünstige, Strohmatte. Als angenehmen Nebeneffekt kannst du drei Jahre auf einem viel ebeneren Feld mähen.

Probiers aus!!!!
Name: Puehri antwortet um 17-01-2008 12:12 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
@_kopax

Habe ein paar fragen an dich:
Glaubst du schon, dass beim Reinigungschnitt im Herbst(1. Schnitt des Kleegraßes), dann nicht Reste vom Stroh hervorkommen.
Bist du dir sicher, dass der Grubber die Stoppeln schon gut einarbeiten und dies dann zu verfaulen beginnen.
Bleibt es sich mit den Diselkosten, etc gleich wenn ich 1* ackere oder 2-3 Mal mit dem Grubber drüber fahre.
Stellst du den Grubber extra tief? Ist Grubbern für das Bodenleben vile besser als pflügen?

mfg , danke Puehri
Name: hofer-steininger antwortet um 17-01-2008 17:14 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
hallo

@kopax: 1x pflügen, dann mit kreiselegge inkl. sämaschine anbauen, anschliessen
walzen. Bei uns die übliche maschinelle Methode anzubauen.
Das Feld ist bei meiner Methode sicher ebener

@puehri: Habe auch befürchtungen das beim Einigunsschnitt Strohreste hervorkommen.
Dieselkosten werden ziemlich gleich bleiben.

Danke für die Tips.
mfg. Thomas

Name: Tino3 antwortet um 18-01-2008 23:47 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Warum bei einem Klee, einer Leguminose, vor demAnbauen Gülle ausbringt ist mir nicht ganz klar.
Name: _kopax antwortet um 24-01-2008 10:17 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
an Puehri:

du darfst natürlich nicht zu tief mähen, aber das ist bestimmt nicht das Problem!

natürlich reicht die Einarbeitung des Stroh`s mit dem Grubber, bzw es reicht nicht nur sondern ist die ideale Lösung die Stohrotte zu fördern!

vom Dieselverbrauch her kannst du 2,5 mal grubbern, in einer Tiefe von ca. 10 cm, mit einmal Pflügen in 20 cm gleichsetzen! aber vergiß nicht den geringeren Treibstoffverbrauch bei der Überfahrt mit der Eggenkombination oder der Kreiselegge!!!

du mußt, darfst nicht tief grubbern, außer du hast irgendetwas mit deinem Feld bzw. Boden angestellt (zu naß gearbeitet, zu naß befahren,..)

für das Bodenleben und dadurch auch für die Folgekultur ist es viel besser wenn Ernterückstände eingemischt , und nicht vergraben werden. weil die Bodenlebewesen , die die Ernterückstände zu beginn verarbeiten, besonders in den obersten 10 cm aktiv sind!!!

es tut mir leid, dass ich jetzt erst antworte, aber hatte keine Zeit

lg _kopax






Name: _kopax antwortet um 24-01-2008 10:28 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
an hofer-steininger:

ich wil dir ja nicht zu nahe treten, aber mir graut bei deiner Beschreibung!!!!

kein einmischen, sondern vergraben des Strohs, ein reiner mineralischer Boden ohne organische, auflockernde Elemente => ziemlich tot oder??? wie soll etwas Lebendiges auf etwas Totem entstehen??? und zu allem Überschuß auch noch walzen um die letzte Struktur zu zerstören!!!!

zur Ebenheit: ein gepflügtes Feld kann nach einer Überfahrt mit der kreiselegge so eben sein wie nach 2-3maligen Grubbern!!! denn beim grubbern wird das Feld immer ebener , im Gegensatz dazu wird das Feld beim Pflügen mal recht uneben und durch ein einmaliges Eggen ist´s dann halt o.k. aber nicht vergleichbar!!!

lg _kopax


Name: vidoursprung_@gmxat antwortet um 24-01-2008 11:04 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Wozu der ganze Aufwand?

Auch wir bauen Kleegras als Futtergrundlage für unser Milchvieh an, nur mit wesentlich geringerem Aufwand als oben beschrieben und mit garantiertem Erfolg!

Wir gehen folgendermaßen vor:

Wenn im Frühjahr der Boden schön abgetrocknet ist und der Winterweizen bestockt bekommt er eine Güllegabe. Dabei haben wir einen Elektrostreuer im Frontanbau mit dem das Kleegras gesäht wird. Die Gülle drückt die Samen an den Boden und befeuchtet sie garantiert.

Das Kleegras geht wunderbar auf und beschattet im Sommer den Boden, nebenbei wird N in den Boden eingebracht.

Zur Ernte wird das Getreide relativ hoch gedroschen, das Kleegras- Strohstengelgemisch wird gemäht, und als Futter fürs Jungvieh einsiliert.

Im Folgejahr ist das Kleegras ab dem Ersten Schnitt normal nutzbar.


So sparen wir uns jegliche Bodenbearbeitung, haben 1A Feldaufgänge und können einen Schnitt mehr nutzen.
Wers nicht glaubt kanns probieren, sollte es tatsächlich nicht hinhauen is es immer noch billiger, als wenn man jahrelang umsonst pflügt oder grubbert.

mfg
Name: biolix antwortet um 24-01-2008 11:17 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Bravo Vidou... !

wir machen das seit jahren so... bei Bios ist das weit verbreitet und klappt auch sehr gut... in allen Wintergetreidearten, keine Überjahrt mehr, statt gülle nehm ich den Striegel anfang mai und striegel mit dem Elektrostreuer die verscheidenen Klee/Luzernearten ein...

lg biolix
Name: _kopax antwortet um 25-01-2008 10:41 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Hallo biolix und Vidou! Biolix vergiß nicht, dass du aus dem Waldviertel kommst; Vidou, bei dir wirds wahrscheinlich ähnlich feucht sein!
Ich probier die Untersaaten seit Jahren, aber durch die unsere trockene Witterung können sich die Untersaaten nicht ordentlich entwickeln und darauffolgend haben wir große Bestandesprobleme!! Wenn man als Biobauer keine ordentlichen Klee-Luzerne-Bestände hat schafft man Platz für die Ackerkratzdistel!!
Damit Untersaaten gelingen muß man in einer Gegend leben die min. 600mm Jahresniederschläge hat !!

lg _kopax


Name: biolix antwortet um 25-01-2008 10:57 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
kopax passt, hast auch recht ! nur dann schau obs irgend wie geht das du vor einer "größeren angesagten regen menge" es schaffst einzu striegeln.., bzw. wenn dus eh schon probiert hast dann wird wohl nur im herbst klappen oder wenn du kuturen hast die nicht zu dicht sind...
vielleicht hilft da mit der saatstärke wo du weißt das du nächstes jahr klee bracuhst dann runter gehst bzw. in Dinkel baust der später "auf macht" und die klee entwicklung förderst..

lg biolix
Name: Optimist1985 antwortet um 25-01-2008 11:43 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Hi!

Bei uns wird das Kleegras mit der Sommergerste angebaut.

Unsere alte Baumaschine hat auch einen Feinsamenstreuer und kompiniert wird im Frühjahr Sommergerste und Kleegrassamen angebaut.

Wichtig ist das bei steinigen Böden die Steine abgeglaubt werden oder bei kleineren Steinen eingewalzt nach dem Anbau.

Darauf zu achten ist das man Spritzmittel für die Sommergerste einsetzt die das Kleegras nicht vernichten.

Mit unseren Drescher wird dan die Gerste gedroschen und nach dem dreschen mit dem Mähwerk nachgemäht.

Das Stroh (was etwas Kleegrasanteil hat) wird dan gezettet meistens und dan geschwadert und eingefahren.


Nachteil bei diesen System:

Wenn das Getreide stellenweisse liegt und nicht mehr steht ist bei diesen Stellen meistens der Klee kapput.

Dann muss man halt mit der Baumaschine manche Stellen nochmal nachbauen. (Ohne Bodenbearbeitung)

Im Herbst gibts dan noch 1 Nutzung in sehr guten Jahren sogar manchmal einen 2ten Schnitt.
Und im Folgejahr dann wie gewohnt 3-4 Schnitte.
Kleegras bleibt so 3-4 Jahre stehen.

lg
Name: kokosbussi antwortet um 25-01-2008 21:37 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Kleegras anbauen nach Wintergetreide
Hallo @all

also wir bauen auf 600m bei ca, 800 mm Niederschlag das Kleegras immer als Untersaat.
Einmal kräftig striegeln, mit der Drillmaschine mit angehobenen Säscharen (zwecks Genauigkeit) sähen und danach auf Regen warten...
Bisher ist es immer noch sehr schön geworden, hab es schon in Wintertriticale, Winterroggen und Sommerhafer versucht.

Hab die Erfahrung gemacht, dass bei gleichzeitigen Anbau mit Sommerhafer das Kleegras bei guten Wetterbedingungen zu hoch wird und bin daher auch da mit dem Anbauzeitpunkt auf Mitte Ende April gegangen.

Einmal war es im Frühjahr für die Untersaat zu naß (Schnee), da hab ich dann im August
gepflügt, geeggt und angebaut - leider ohne Walze...
Aber auch das steht noch ganz ordentlich und werde ich heuer im 4. Jahr das letzte Mal nutzen.
Bin Bio und aufgefallen ist mir, dass der Unkrautdruck bei der Sommersaat um einiges mehr war...

Also ich hätt eher im Sommer Probleme mit dem Niederschlag, im Frühjahr hab ich eh die Schattenwirkung.

Übrigens: Meist wird hoch gedroschen, je nach Kleedicke mäh ich diesen dann danach nieder und lass alles gemeinsam pressen - staubige Angelegenheit.
2007 war der Klee noch nicht so hoch, da hab ich das Stroh hoch weggenommen und nach ein paar Tagen den Rest geschlegelt, im Herbst einmal siliert und danach beweidet.
Hab auch in Zukunft vor, ersteres zu schlegeln, da es bis zum Silieren wunderbar hineinwächst.

LG kokosbussi :-)
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