Feuerbrandsituation in Österreich

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Die Pflanzenkrankheit Feuerbrand ist in Österreich auch heuer wieder aufgetreten. Das endgültige Ausmaß des Schadens wird erst nach Ende der Vegetationsperiode fest stehen, und kann daher noch nicht zur Gänze abgeschätzt werden.
Auch in Erwerbsobstanlagen wurde heuer schon der vom Bakterium Erwinia amylovora verursachte Feuerbrand festgestellt.
Auch in Erwerbsobstanlagen wurde heuer schon der vom Bakterium Erwinia amylovora verursachte Feuerbrand festgestellt.
In den meisten Regionen herrschten beim Kernobst zu Ostern Infektionsbedingungen für das Bakterium, dies fiel oft mit der kritischen Blütezeit zusammen. Die Besichtigungen und abschließenden Untersuchungen laufen noch. Aufgrund von Warnmeldungen über ein mögliches Feuerbrandauftreten wurde in den Bundesländern Steiermark, Niederösterreich und Vorarlberg in geringem Umfang (insgesamt 47 ha Kernobstfläche) eine einmalige Behandlung mit Streptomycin zur Feuerbrandbekämpfung angewendet.

Situation in den Bundesländern
In Niederösterreich wurden für 2011 bisher 91 Feuerbrandfälle gemeldet. In Vorarlberg gibt es im Streuobstbau punktuell sehr starken Befall in der Region zwischen Feldkirch und Götzis, zu flächigem Feuerbrandauftreten kam es nicht In Kärnten zeigte sich die Krankheit bisher hauptsächlich an Bäumen, die bereits in den Vorjahren infiziert waren. Ein Monitoring der Blüteninfektionen ergab einen schwachen Feuerbrandbefall. Ob die Hagelschläge der letzten Woche die Ausbreitung von Feuerbrand vorangetrieben haben werden die kommenden Wochen zeigen. In Tirol sind Feuerbrandfälle aus vier Gemeinden bekannt. Betroffen ist neben Streuobst und Hausgärten auch eine junge Erwerbsobstanlage. In Oberösterreich trat Feuerbrand in etwas größerem Umfang als 2010 im gesamten Landesgebiet auf, die Situation ist dennoch als ruhig zu bezeichnen. In Salzburg ist es zu keinen nennenswerten Infektionen gekommen, der Feuerbranderreger wurde nur punktuell festgestellt. In Wien gab es aufgrund von sehr trockener Witterung zur Hauptblütezeit der Wirtspflanzen bisher nur einen Feuerbrandfall in einer Gärtnerei. Im Burgenland sind alle Kernobstanlagen feuerbrandfrei, der einzige bisher gemeldete Fall stammt aus einem Privatgarten.

Feuerbrand-Strategie 2009-2013
Um den Feuerbrand in Österreich langfristig beherrschen zu können, wurde von der AGES gemeinsam mit ExpertInnen aller Wirtschaftsbereiche entlang der gesamten Lebensmittelkette eine umfassende Strategie entwickelt und in Partnerschaft mit anderen Institutionen umfassende Forschungsarbeiten durchgeführt. Ziel aller Maßnahmen ist es, unter bestmöglicher Wahrung des Gesundheits- und Umweltschutzes die weitere Ausbreitung dieser gefährlichen Pflanzenkrankheit bestmöglich zu verhindern.


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