Ferkelverluste durch geburtsunterstützende Maßnahme senken

Mitarbeiter der Hochschule Anhalt haben in einer Studie auf einem Schweinezuchtbetrieb die Ursachen für Totgeburten während der Abferkelung untersucht. Das Geburtsgewicht scheint nicht entscheidend für die Höhe der Totgeburten zu sein.
Eine Erhöhung der Wurfgröße in Verbindung mit einem reduziertem mittlerem Geburtsgewicht der Ferkel wird als Risikofaktor für die Höhe der perinatalen (peri = zeitlich um herum; natal = von Geburt) Mortalität beschrieben. In einen Zuchtbetrieb des Mitteldeutschen Schweinezuchtverbandes wurden 280 Abferkelungen bei Tieren der Deutschen Landrasse zwei Jahre lang überwacht. Dabei wurden das Geburtsgewicht der Ferkel, der Zeitpunkt der Geburt, das Geschlecht der Ferkel, der Zustand der Nabelschnur und der Lebenszustand des Ferkels direkt zur Geburt dokumentiert.

Fazit

Wichtige Ergebnisse: das Geburtsgewicht scheint nicht entscheidend für die Höhe der Totgeburten zu sein. Die Beobachtung, dass ab dem 13. Ferkel jedes fünfte Ferkel tot geboren wird, gibt wichtige Hinweise für die Gestaltung des Abferkelmanagements. Das Hauptaugenmerk sollte vorrangig dem Zeitabstand zwischen zwei Ferkeln gelten. Auf diese Weise scheint es möglich, durch geburtsunterstützende Maßnahmen die Verluste direkt zur Austreibung zu reduzieren. Den gesamten Bericht können Sie unter folgendem Link nachlesen: Schweinezucht aktuell, Ausgabe 36/2010 (Quelle: Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion)

veröffentlicht: 18.06.2010 09:25

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