EU-Schweinemarkt: Teilweise deutliche Preiskorrekturen
Der europäische Schweinemarkt präsentiert sich diese Woche uneinheitlich und turbulent. Der gewaltige Preisrückgang in Deutschland hat auch die Schweinepreise in Österreich mit in die Tiefe (-8 Cent) gerissen.
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Nach der deutlichen Preisrücknahme am letzten Freitag hält die gedrückte Stimmung am deutschen Schlachtschweinemarkt weiter an. Die Aktivität bei den Schlachtungen der Schlachtunternehmen ist auch zu Wochenbeginn noch verhalten, so dass das umfangreiche Angebot an schlachtreifen Schweinen derzeit nicht vollständig platziert ist. Die Marktsituation ist zum aktuellen Zeitpunkt nur schwer einzuschätzen, betont die Interessenvertretung der Schweinehalter Deutschlands (ISN).
Österreich: Markträumung nicht vollständig möglich
Ähnliche Verhältnisse wie in Deutschland charakterisieren zurzeit auch den Markt in Österreich. Erstmals seit der Dioxinkrise im Jänner gelang es in der abgelaufenen Woche nicht, den Markt zu räumen. Zahlreiche Schweinepartien finden daher erst einige Tage verspätet den Weg zum Schlachthof, berichtet die Schweinebörse. Das frische Angebot, ergänzt mit den Überhängen, ergab somit eine überdurchschnittlich große Menge, was zur Folge hatte, dass man den Preisforderungen der Abnehmer Rechnung tragen musste und den Mastschweine-Notierungspreis um 8 Cent reduzierte.
Nach Schwächeperiode soll sommerlicher Preisaufschwung folgen
"Der Schweinemarkt verzeichnet alljährlich zwischen Frühling und beginnendem Sommer einen mehr oder weniger ausgeprägten Durchhänger. Das Wetter ist dabei nicht unerheblich. So gut die nasskalte Witterung für die Feldfrüchte nun ist, so schlecht ist sie für den Absatz von Grillartikeln. Diese Schwächeperiode dauert üblicherweise zwei bis drei Wochen und ist meist Basis für einen sommerlichen Preisaufschwung ", kommentiert Dr. Johann Schlederer von der Schweinebörse die weiteren Marktentwicklung (Quelle: AIZ).
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