EU-Schweinemarkt: Schweinepreise geben nochmals kräftig nach

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Ein fast flächendeckender Durchhänger ist derzeit am EU-Schweinemarkt festzustellen. Mit Ausnahme von Dänemark (unverändert) schwächeln die Notierungen diese Woche vor allem in Spanien (-2 Cent), Frankreich, Deutschland und Österreich (-4 Cent).
Erneut deutliche Preiskorrektur in Deutschland

Die hohen Futterkosten erfordern ein dringendes Ansteigen der Schweinepreise.
Die hohen Futterkosten erfordern ein dringendes Ansteigen der Schweinepreise.
Damit schlägt die erneute Preiskorrektur in Deutschland in allen Mitbewerberländern eine mehr oder weniger starke Delle in die Preiskurve. Dänemarks Notierung kann sich aufgrund zufriedenstellender Exporte in Drittstaaten gut behaupten. Beispielsweise laufen die Ausfuhren nach Japan seit dem Atomdesaster in Fukushima verstärkt. Die von der Verstrahlung am Festland und im Meer betroffenen Gebiete fallen offensichtlich als Nahrungsmittelieferanten für die japanische Bevölkerung aus, was durch verstärkte Importe kompensiert werden muss.

Mittelmäßiges Schlachtschweine-Angebot konnte nicht verkauft werden

In Österreich war letzte Woche laut Schweinebörse abermals keine vollständige Markträumung möglich. Die gedrückte Stimmung aufgrund schlechter Ergebnisse im Fleischhandel und die Erwartung, dass die Preise abermals hinuntergehen werden, führten zu reduzierten Bestellmengen. Dadurch floss nicht einmal das mittelmäßig große Angebot zur Gänze ab. Um nicht weiter einen Rückstau aufzubauen, musste den Forderungen der Schlachtbetriebe stattgeben und ein Minus von 4 Cent fixiert werden.

Schweinepreis: Boden erreicht?

"Dem allgemeinen Vernehmen nach dürfte der desaströse Preisverfall am deutschen Schweinemarkt beendet und der Boden erreicht sein. Das vorhandene Angebot schlachtreifer Schweine lässt sich zu Wochenbeginn wieder zeitnah platzieren. Gute Wetterprognosen lassen außerdem auf eine verbesserte Fleischnachfrage hoffen. Aus Sicht der Erzeuger muss in Erwartung steigender Futterkosten der Preis dringend in die Höhe gehen", fasst die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) die Marktaussichten zusammen (Quelle: AIZ).

veröffentlicht: 24.05.2011 20:07

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