Durchschnittliche Getreideerträge trotz extremer Witterung
Die EU erwartet trotz der extremen Witterung für das Jahr 2010 durchschnittliche Getreideerträge. Die Anbaufläche ist insgesamt um 3% gesunken. Die Ertragsprognose für Getreide entspricht in etwa dem Vorjahr.
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Ertragsprognosen bei 5,1 t/Hektar
Die Ertragsprognose für Getreide beläuft sich in der gesamten Union auf 5,1 t/Hektar und entspricht somit in etwa dem Vorjahr (+0,7%), liegt jedoch über dem Fünfjahresdurchschnitt (+5%). Es wird geschätzt, dass die in der Europäischen Union 2010 für Getreide genutzte Gesamtfläche im Vergleich zu 2009 um 3% rückläufig war. Bei den Zahlen für die einzelnen Kulturpflanzen in der EU-27 lassen die Ertragsvorausschätzungen der Kommission folgende Tendenzen erkennen: Bei Weichweizen wird ein Hektarertrag von 5,62 t erwartet, das sind um 1,3% weniger als im Vorjahr, aber um 1,7% mehr als es dem Fünfjahresschnitt entspricht. Für Hartweizen werden 2,97 t angenommen, um 3,9% weniger als im Vorjahr. Bei Gerste geht man von einem
Durchschnittsertrag von 4,42 t aus, was einem Minus von 0,5% entspricht, aber immerhin den Fünfjahresschnitt um 4,4% übersteigt. Bei Körnermais rechnet die Kommission derzeit mit einem mittleren Hektarertrag von 7,22 t, womit das Vorjahresniveau um 5,3% und der Schnitt der letzten fünf Jahre um 7,7% übertroffen werden könnte. Für Rapssamen lautet die Prognose auf 3 t/ha, das wären um knapp 9% weniger als im Vorjahr und um 2,4% weniger als der Fünfjahresschnitt.
Weichweizen: Unterdurchschnittliche Erträge in Mitgliedsländern
Der Gesamtertrag von Weichweizen dürfte zwar über dem Fünfjahresdurchschnitt liegen, die Vorausschätzungen für die beiden großen Erzeugerländer Frankreich und Deutschland zeigen jedoch unterdurchschnittliche Erträge, die auch deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen. Italien, der Haupterzeuger von Hartweizen, dürfte der Vorausschätzung zufolge einen ähnlichen Durchschnittsertrag aufweisen wie Frankreich. In Spanien litt der Hartweizen unter den übermäßigen Regenfällen, die im Winter in Andalusien aufgetreten sind, es werden die Erträge voraussichtlich um 16% unter dem Durchschnitt liegen. Die Wintergerste wurde weniger als der Weichweizen durch trockene und heiße Witterungsbedingungen beeinträchtigt.
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