Die Intrauterinbesamung
Die Intrauterinbesamung (IUB) beim Schwein ist seit den 80iger-Jahren bekannt. In der Praxis konnte sich diese Besamungstechnik aber bis jetzt nicht durchsetzen. Die SBS führte 2004 einen Praxisbesuch zur IUB durch.
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Die Spermien sind an sich Fremdkörper im Geschlechtstrakt der Sau. In der Natur sind Schutzmechanismen vor „Fremdkörpern“ vorgesehen. Aus diesem Grund sind die Verluste bei den Spermien gerade beim Passieren des Gebärmutterhalskanals, also noch vor dem Eintritt in die Gebärmutter, enorm. Bei der IUB wird die Überwindung dieser natürlichen Barriere für die Spermien durch die eingesetzte Spezialsonde am Katheter unterstützt. Die Spermien überwinden bis zu den Eileitern hin, wo die Befruchtung erfolgt, ohnehin einen Weg von ca. 1 m.
Die IUB kann den Betriebserfolg nur im geringen Ausmaß verbessern und möglicherweise das bekannte I-Tüpfelchen sein. Für den allgemeinen Betriebserfolg ist aber wesentlich wichtiger, dass das allgemeine Fruchtbarkeitsmanagement beherrscht wird.
Entscheidend ist viel mehr die Optimierung von Sauenplanerdaten wie Umrauscherquote, lebend geborene Ferkel je Wurf, Verluste bis zum Verkauf und natürlich die möglichst effektive Nützung der vorhandenen Stallkapazitäten.
Autor: Ing. Erwin Haidwagner, SBS Gleisdorf
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