Deutsche Ölmühlen gegen Ausweitung des Leguminosenanbaus

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Deutsche Ölmühlen sprechen sich entschieden gegen die Ausweitung der Anbaufläche für Leguminosen aus.
Der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie (OVID) ist gegen die eine Vergrößerung der Anbaufläche in der EU für die im Ertrag schwankenden Körnerleguminosen.
Der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie (OVID) ist gegen die eine Vergrößerung der Anbaufläche in der EU für die im Ertrag schwankenden Körnerleguminosen.
Der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie bezeichnet die Vergrößerung der Anbaufläche für Körnerleguminosen als weder wirtschaftlich sinnvoll noch ökologisch nachhaltig. Mit diesen Worten haben sich die deutschen Ölmühlen gegen eine Ausweitung des Anbaus von Körnerleguminosen in Europa ausgesprochen. Den Import von Soja als Eiweißfuttermittel durch europäische Körnerleguminosen zu ersetzen, sei weder wirtschaftlich sinnvoll noch ökologisch nachhaltig, erklärte der Vorsitzende des Verbandes der ölsaatenverarbeitenden Industrie (OVID), Wilhelm Thywissen.

Mais, Weizen und Raps für Europa

Nach Angaben des Verbandes betrug der Selbstversorgungsgrad der EU bei Proteinfuttermitteln im Jahr 2010 rund 30 %. Etwa 32,4 Mio. t Sojaschrot wurden 2010 in der EU verfüttert, die überwiegend aus Drittstaaten eingeführt wurden. Der OVID erläuterte, wenn die Erzeugung von Körnerleguminosen in der EU ausgedehnt werden solle, könnten weniger Mais, Weizen oder Raps angebaut werden. Für diese Kulturen sei Europa jedoch die wichtigste Anbauregion mit den weltweit höchsten Erträgen. Die Versorgungslücke könne in anderen Ländern mit geringerer Flächeneffizienz nicht ausgeglichen werden, sodass global betrachtet insgesamt weniger Agrarrohstoffe zur Versorgung der Weltbevölkerung zur Verfügung stünden. Thywissen hob hervor, in einer hochgradig organisierten Weltwirtschaft sichere der nach Gunstregionen spezialisierte Anbau von Ackerfrüchten die effizienteste Nutzung der vorhandenen Fläche.

OVID wies ferner darauf hin, der Anbau von Körnerleguminosen sei wegen der großen Ertragsschwankungen für die Landwirte wirtschaftlich riskant. Im Übrigen hätten Ölsaaten wie Soja und Raps gegenüber Eiweißpflanzen wie Körnerleguminosen einen entscheidenden Vorteil: neben dem Futtermittel werde daraus gleichzeitig wertvolles Pflanzenöl gewonnen.


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