Der ländliche Raum – das wird ihn am Leben erhalten
Die gesellschaftliche Entwicklung beeinflusst auch den ländlichen Raum und damit dessen mögliche Einkommensquellen. Dahinter verbergen sich die Themen, die die ländliche Bevölkerung im Alltag hauptsächlich beschäftigten.
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Wellness ganzheitlich
Eine ideale Ergänzung zum überlieferten Wissen und der Lebenseinstellung der Landbevölkerung stellt die Wellnessbewegung dar. Die Ganzheitlichkeit der Lebensauffassung führt zu Freizeit- und Tourismusangeboten aus den Bereichen:
Medizinpraktiker (z.B. Kneipp Anwendungen, Naturheilkunde, Hausmittelanwendung), Ernährungsberatung (Biokost) und -zubereitung, bis zu Heilmasseuren, sowie Kosmetik, Fußpflege als Nebenerwerbstätigkeiten.
Landwirtschaft und Tourismus in Kooperation
Wichtig in diesem Zusammenhang ist eine neu zu definierende Zusammenarbeit zwischen den Landwirtschafts- und Tourismusschulen. Damit wird den jungen Menschen der Zusammenhang zwischen diesen Wirtschaftsbereichen von Anfang an klar gemacht. Daraus kann und wird sich eine grundsätzlich andere Einstellung zu den vorher dargestellten Berufsmöglichkeiten bzw. ihren Kombinationsvarianten ergeben. Durch dieses neue Jobangebot kann einerseits die Jugend in der Region gehalten werden und andererseits entstehen für die Gäste von morgen entsprechend moderne, zukunftsfähige Angebote.
Entwicklung durch Flexibilität
Für den Bereich des ländlichen Raumes sehe ich eine ähnlich positive Entwicklung wie für das Gewerbe. So wie uns schon heute Facharbeiter fehlen, werden morgen Berufstätige „auf dem Land“ fehlen: Wo aber eine Nachfrage steigt, wird auch für das Angebot entsprechend bezahlt. Es gilt, uns rechtzeitig auf diese Entwicklung vorzubereiten. Was die Landbevölkerung einzubringen hat, ist die Bereitschaft zu einer neuen Flexibilität im Angebot, zu geistiger und körperlicher Mobilität, sowie zu einer selbstbewussten, neuen Individualität in der Lebensplanung.
Autor: Prof. Mag. Peter ZELLMANN, Institut für Freizeit- und Tourismusforschung, Wien
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