Der globale Weizenmarkt
Weizen ist das am meisten gehandelte Gut der Welt, der Handel mit Weizen nimmt zu. Doch nicht nur die Mengen sind in Bewegung, auch in der Anbieter- und Abnehmerstruktur verändern sich die globalen Gewichte. In den nächsten Jahren ist mit einigen Veränderungen zu rechnen.
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Während 2001 noch 104 Mio. Tonnen gehandelt wurden, wurden laut FAO 2010 auf dem Weltmarkt 123 Mio. Tonnen Weizen verkauft. Auf Weizen entfallen etwa 40 % der weltweiten Getreideproduktion und 52 % des weltweiten Getreidehandels. Daraus ist ersichtlich, dass die Situation auf dem Markt für Weizen tatsächlich die Entwicklung aller Märkte für sämtliche Getreidearten bestimmt. Weltweit wurden die Saatflächen für Getreide in den letzten drei Jahrzehnten reduziert. In den USA und in Westeuropa wurden die Flächen wesentlich verkleinert. Außerdem haben Ackerbodenerosionen in vielen Ländern der dritten Welt zur Verringerung der weltweiten Saatfläche beigetragen. Der Ernteertrag hat im gleichen Zeitraum um 57 % zugenommen. Die Steigerung des Ernteertrags wurde durch die Nutzung der Errungenschaften des wissenschaftlich-technischen Fortschritts in den entwickelten Ländern erreicht, die die weltweite Getreidewirtschaft beeinflussen.
Weltweit führende Erzeuger
Die Haupterzeuger mit ihrem globalen Marktanteil sind: China (17 %), Indien (11 %), die USA (10 %), und Russland (9 %). Zusammen sind diese Länder für fast die Hälfte (47 %) der globalen Weizenproduktion verantwortlich. Die Mehrheit der Hauptausfuhrhändler in der Welt findet sich in dieser Erzeugerliste wieder. U.a. die USA als überwältigende Weltführer in puncto Weizenexport mit fast 22 % im Jahr 2009. Russland und Kanada in Hinblick auf den globalen Export an zweiter bzw. dritter Stelle hatten zusammen einen Exportanteil von 30 %. Zu den Hauptverbrauchern weltweit gehören: China (16 %), Indien (12 %), Russland (7 %), und die USA (5 %). Die Listen sind bis auf die Reihenfolge identisch. Somit sind die größten Produzenten von Weizen zugleich auch die größten Abnehmer von Weizen. Gegen Ende der 2000er Jahre waren die USA, Kanada, Australien, Russland, Frankreich und Argentinien die größten Weizenexporteure. Der Weizenexport ist stark konzentriert – 78 % des gesamten Weizenexportes entfallen auf die ersten sechs Länder bzw. 86 % auf die ersten acht Länder.
Große Strukturänderungen
Der Wirtschaftsforschungsdienst des amerikanischen Landwirtschaftsministerium prognostiziert, dass drei Länder aus der Region des Schwarzen Meeres, die traditionell keine Exportländer sind – Russland, die Ukraine und Kasachstan – für die Hälfte des weltweiten Wachstums der Weizenexporte verantwortlich sein werden. Die Region rund um das Schwarze Meer ist im Begriff nicht nur zur Weizenkammer Europas zu werden, sondern zur Weizenkammer der ganzen Welt. Es ist wahrscheinlich, dass Russland bis 2019 zum größten Weizenexporteur aufsteigt.
Zu den potenziellen Wachstumsmärkten bezogen auf den Import zählen Ägypten, Algerien, Saudi Arabien, Indonesien und Brasilien. Das könnte zu großer Konkurrenz zwischen den Exporteuren führen. Im Allgemeinen sind diese Länder jedoch eher Abnehmer von günstigerem Weizen. Qualitativ hochwertiger Weizen wird eher von europäischen Ländern und den Ländern im Fernen Osten, wie z.B. Japan, importiert.
Weitere Details finden Sie in Ausgabe 11/2011, S. 68/69.
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Berichte zurm Getreidemarkt
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