Bodenverdichtung ist vermeidbar

Bodenverdichtungen haben ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen. Oft scheint es nicht möglich, den optimalen Zeitpunkt für die Bodenbearbeitung mit dem optimalen Bodenzustand zu kombinieren. Durch gezielte ackerbauliche Maßnahmen können Verdichtungen aber vermieden werden.
Zur Bodenverdichtung tragen vorwiegend landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge bei. Mit der Verwendung breiter Reifen wir der Boden nur dann geschont, wenn die Radlast nicht zunimmt. Bei schweren Maschinen bringt die breite Bereifung nicht den gewünschten Effekt.
Zur Bodenverdichtung tragen vorwiegend landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge bei. Mit der Verwendung breiter Reifen wir der Boden nur dann geschont, wenn die Radlast nicht zunimmt. Bei schweren Maschinen bringt die breite Bereifung nicht den gewünschten Effekt.
Bodenverdichtungen sind in der Landschaft durch deutliche Kennzeichen zu erkennen, z.B. mehrere Tage stehendes Oberflächenwasser auf Acker-, Weide- oder Rekultivierungsflächen ohne Grundwassereinfluss nach der Schneeschmelze oder höheren Niederschlagsmengen. Dies zeigt an, dass die Wasserinfiltration in den Unterboden behindert wird. Die Verdichtung führt zu einer Steigerung des Erosionsrisikos, da der oberflächliche Abfluss überwiegt. Im Feld lässt sich eine schädliche Verdichtung an kompakten, porenarmen, scharfkantigen Aggregaten, an bläulicher Farbe, Bleich- und Oxidationszonen, fauligem Geruch und an eingeschränkter Durchwurzelung erkennen.

Dauerhafte Schäden
Der Gedanke, dass Unterbodenverdichtungen jederzeit durch Lockerungsmaßnahmen reparabel sind, ist falsch. Maßnahmen zur Strukturverbesserung durch Unterbodenlockerung haben sich häufig langfristig als nicht nachhaltig erwiesen. Gerade unter den aufgezeigten Bedingungen einer belastungsintensiven Landwirtschaft sind vorbeugende Maßnahmen vorrangig. Unterbodenverdichtungen können nur durch aufwendige mechanische und biologische Reparaturmaßnahmen mit hohem Energieeinsatz langfristig saniert werden.

Vermeidung von Verdichtungen
In Gebieten mit hohen Niederschlägen und auf verdichtungsgefährdeten Böden kann durch die Wahl der geeigneten Fruchtfolge (z.B. durch Vermeiden spät räumender Kulturen) das Verdichtungsrisiko wesentlich verringert werden. Zur Vermeidung von Bodenverdichtungen gibt es eine Reihe ackerbaulicher Maßnahmen:

− pfluglose Bestellung
− Direkt- oder Mulchsaat
− Minimalbodenbearbeitung
− Pflügen im Sommer
− standortgerechte Fruchtartenwahl für verdichtungsempfindliche Standorte
− Vermeidung der Ernte bei zu nassen Bodenbedingungen, besonders in Gebieten mit hohen Niederschlägen und auf verdichtungsgefährdeten Böden
− Verkürzung der Feldlängen und damit Verringerung der Last- und Leerfahrten
− Begrünung von stark gefährdeten Teilflächen
− gerätetechnische Maßnahmen wie z.B. Onland - Pflügen
− Umrüsten von Aufsatteltechnik auf gezogene Technik
− Umstellen auf zweistufige Ernteverfahren
− Optimierung des Reifeninnendrucks (Regelanlage)

Autor: DI Erwin MURER, Bundesamt für Wasserwirtschaft

veröffentlicht: 24.06.2009 10:58

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