Bio-Ackerbau: Schräg denken, um Lösungen zu sehen

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Eine der größten Herausforderungen des Bio-Ackerbaus ist im Bereich der Krankheits- und Schädlingsbekämpfung zu finden. Doch auch hier lassen sich Lösungen finden.
Der Bereich Pflanzenschutz ist wohl eine der größten Herausforderungen des Bio-Ackerbaus.
Der Bereich Pflanzenschutz ist wohl eine der größten Herausforderungen des Bio-Ackerbaus.
Der Bereich Krankheiten und Schädlinge ist wohl jener, bei dem sich der Bio-Ackerbau am deutlichsten von der konventionellen Produktion unterscheidet. Die ausgewogene und zumindest nicht übertriebene Versorgung der Pflanze mit Stickstoff wirkt sich positiv auf die Widerstandskraft der Pflanzen gegenüber Schaderregern aus. Pilze wie der Echte Mehltau greifen die Pflanzen über die Zellwände an. Sind die Zellen der Pflanzen kleiner, die Zellwände aber stabiler, tut sich der Krankheitserreger schwerer. Neben der Widerstandskraft der Pflanze selbst wirkt sich auch die biologische Bestandesführung positiv aus. Die geringere Stickstoffmobilisierung aus dem Boden im Frühjahr bedingt geringere Bestandesdichten, da vorhandene Bestockungstriebe zum Teil wieder reduziert werden. Erträge werden später eher über die Kornzahl und das Tausendkorngewicht wettgemacht. Dünnere Bestände bewirken ihrerseits aber ein gesünderes Kleinklima. Wenn der Bestand folglich rascher abtrocknet, bleibt die Ausbreitung der Pilze (z.B. Echter Mehltau) geringer. Aufgrund der fehlenden Möglichkeit Pflanzenschutzmittel einzusetzen, kommt den Resistenzeigenschaften der einzelnen Sorten besondere Bedeutung zu. Auch das Mischen zweier oder mehrerer Sorten etwa bei Weizenanbau, zielt auf höhere Resistenzeigenschaften ab. Die unterschiedliche Wuchshöhe der Sorten macht den Bestand weniger anfällig gegen Krankheiten.

Mehr darüber erfahren Sie in Ausgabe 24/2010 von "Der fortschrittliche Landwirt".

Autor: DI Heinz KÖSTENBAUER, BIO Ernte Steiermark

Weitere Artikel in dieser Ausgabe:
- Aussichten für Ackerkulturen 2011
- Der Maiswurzelbohrer


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veröffentlicht: 03.12.2010 06:08


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