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Sind 5.000 kg/ha Raps auch hier möglich?
Die Rapsbestände sind in diesem Jahr größtenteils gut entwickelt. Der Schädlingsbefall hält sich in Grenzen, die Wurzelentwicklung ist aufgrund der Top-Bodenstruktur nahezu optimal. Damit sind die Erwartungen doch recht hoch gesteckt.

Gut entwickelter Raps vor Winter mit 8 Blättern (WHD ca. 10 mm), Aufnahme Mitte Oktober, der Raps ist mit 10-12 Blättern in den Winter gegangen.
Wenig Wasserspeicherung - früh düngen
Auf Böden mit geringem Wasserspeicherungsvermögen sollte die Startgabe verhalten erfolgen. Damit ist ein Ertragsniveau von 2000 kg/ha möglich. Wenn im Frühjahr bis Streckungsbeginn 30 - 40 mm Regen gefallen sind, können 50 - 60 kg/ha N in die frühe Streckung fallen. Ist abzusehen, dass es bis zum Knospen-Stadium bzw. bis zur Blüte weitere 20 - 30 mm regnet, kann der N-Bedarf durch weitere 30 - 40 kg/ha N gedeckt werden, die am besten auf zweimal in die Knospen- bzw. in die Blüte gespritzt werden.
Entscheidend ist, nach einer Grundversorgung immer nur soviel Stickstoff zu düngen, wie der Bestand in Substanz umsetzen kann.

Das Wichtigste in Kürze
5.000 kg/ha Raps sind nur schwer zu erzielen. Hitze und Trockenheit, aber auch der Befall mit Schädlingen wirken sich zumeist ertragsbegrenzend aus.
Die N-Düngung sollte sich am realistischen Ertragsziel orientieren. Berücksichtigt werden müssen
- die Vorwinterentwicklung und somit der vor Winter bereits aufgenommene Stickstoff und
- das Stickstoff-Angebot aus dem Boden.
Der Raps sollte sich bis Streckungsbeginn ausreichend, aber nicht zu üppig entwickeln, weil er dann mehr Kraut macht als Schoten ansetzt. Lager darf nicht eintreten.
Wenn mit Trockenheit zu rechnen ist, ist eine schrittweise Anpassung der N-Versorgung an das Wasserangebot erforderlich.


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Autor: Rudolf Hoenle Veröffentlichungsdatum: 11.02.2004 17:26
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