Das geringere Angebot wird nach Meinung der Experten zu festen Schlachtschweinepreisen führen. Grundlage für die Prognose eines rückläufigen Angebotes sind die Viehzählungsergebnisse des Frühjahres. Zwar liegen erst für 15 der insgesamt 27 Mitgliedsländer Ergebnisse vor, doch repräsentieren diese Länder über 90 Prozent des Marktes. Danach hat sich der Schweinebestand im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Millionen Tiere oder 5,6 Prozent verringert.
Drastische Reduktion bei den Zuchtsauen
Weitaus bedeutender ist jedoch die drastische Reduktion des Sauenbestandes um 1,25 Millionen Muttertiere, was einem Rückgang von 8,7 Prozent entspricht. Niemals zuvor hat es solch einen starken Abbau der Sauenherde gegeben. Die volle Auswirkung des Bestandsabbaus ist in der EU bisher noch nicht überall zu spüren. Im Jahr 2009 dürften die Folgen des Bestandsabbaus aber deutlicher zu spüren sein.
Schlachtschweinepreise 2009 auf hohem Niveau
Sollte nichts Außergewöhnliches passieren, dann dürften sich die EU-Schweinepreise bis weit in das Jahr 2009 hinein auf einem vergleichsweise hohen Niveau bewegen. Nach der üblichen saisonalen Abschwächung um den Jahreswechsel herum wird vom Prognoseausschuss ein stetiger Anstieg bis in den Sommer hinein erwartet. Für das erste Quartal 2009 lässt sich im Schnitt der Prognosen ein Niveau von etwa 1,60 Euro je Kilogramm und für das zweite Quartal eines von 1,70 Euro je Kilogramm in der Handelsklasse E ableiten. (zmp)