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Fischer Boel: Kein neues Geld für die Landwirtschaft
Es gibt kein neues Geld für die Landwirtschaft. Das hat EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel kürzlich auf dem Deutschen Bauerntag in Berlin klargestellt.
Mariann Fischer Boel
Einen Milchfonds als Ausgleich für die Abschaffung der Quotenregelung im Jahr 2015 lehnte sie erneut ab, weil dafür keine Finanzmittel vorhanden seien. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte der Landwirtschaft im Vorfeld des Bauerntages ihre Unterstützung beim sogenannten Gesundheitscheck zu. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, forderte wiederum von der Bundesregierung Entlastungen im Steuer- und Sozialrecht, Erleichterungen für den Futtermittelimport und einen Bürokratieabbau.

Mitgliedstaaten können Milchprämie einführen
Fischer Boel verteidigte in Berlin die geplante Anhebung der Milchquoten um jeweils 1% von 2009 bis 2013. "Die Welt verlangt nach mehr Milchprodukten", so die Kommissarin. Produzenten außerhalb Europas bedienten die wachsende Nachfrage in Ländern wie Indien und China. Wenn die EU zu lange wartet, wird diese Tür für die europäischen Landwirte zufallen. Der Gesundheitscheck der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ermögliche es den Mitgliedstaaten, Milcherzeugern an schwierigen Standorten durch eine Umverteilung der Direktzahlungen eine gekoppelte Milchprämie zu gewähren oder aus Modulationsgeldern eine Grünlandprämie zu schaffen, meinte die Kommissarin. Ihrer Auffassung nach muss die obligatorische Modulation angehoben werden, um mehr Geld für die ländliche Entwicklung zu mobilisieren. Diese Mittel könnten dazu verwendet werden, den Herausforderungen durch die notwendige Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen nachzukommen, die Energieeffizienz zu erhöhen oder den Einstieg in die Produktion von Bioenergie zu fördern.


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Autor: Angelika Konrad Veröffentlichungsdatum: 07.07.2008 09:29
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