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Erfolgreich mit Bio-Ackerbau!
Bioware ist derzeit gefragt wie nie und entsprechend gut bezahlt. Auf der anderen Seite besteht nur noch kurze Zeit die Möglichkeit, in die ÖPUL-Maßnahme „Biologische Wirtschaftsweise“ einzusteigen. Umstiegswillige Ackerbauern fragen sich, wie der Bio-Ackerbau ohne Einsatz von leicht löslichen Handelsdüngern und chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln überhaupt „funktioniert“. Folgend die Antworten.
Unkrautregulierung erfolgt im Bio-Ackerbau vor allem mit dem Hackstriegel.
Der zentrale Ansatzpunkt für die Bewirtschaftung im Biolandbau ist der Boden. Ein gesunder Boden ist die Voraussetzung für gesunde Pflanzen.
Ein wesentliches Ziel im biologischen Ackerbau ist es, eine natürliche Bodenfruchtbarkeit ohne Zukauf von leicht löslichen Handelsdüngern zu erreichen. Ein aktives Bodenleben sorgt dafür, dass im Boden gebundene Nährstoffe pflanzenverfügbar werden und so die Pflanzen harmonisch versorgt werden. Der Zukauf von im Biolandbau erlaubten Handelsdüngern erfolgt nur in Ausnahmefällen als letzter Ausweg.

Entscheidend ist die Fruchtfolge
Eine richtig geplante Fruchtfolge ist der Schlüssel zur Bodenfruchtbarkeit im Biolandbau. Basis einer Biofruchtfolge ist der Anbau von Futterleguminosen (Luzerne, Rotklee, Kleegras, etc.). Diese Leguminosen sorgen durch Bindung von Luftstickstoff für die Stickstoffversorgung der nachfolgenden Kulturen. Bei der Fruchtfolgeplanung wird darauf geachtet, dass der Leguminosenanteil mindestens 20 % beträgt. Er soll aber nicht höher als 40 % sein, da es sonst zu Problemen mit Krankheiten und Schädlingen kommt. Der Getreideanteil soll max. 60 % und der Hackfruchtanteil max. 30 % betragen (siehe Tabelle). Weiters wird für einen Wechsel zwischen Stickstoffmehrern und Stickstoffzehrern, zwischen Blatt- und Halmfrüchten, zwischen Winterungen und Sommerungen, zwischen unkrautunterdrückenden und unkrautempfindlichen Kulturen und wurzelarmen und wurzelreichen Arten gesorgt.

Keine Angst vor Unkraut
Neuumsteller haben oft große Angst vor einem erhöhten Unkrautdruck, wenn sie auf Herbizide verzichten müssen. Es ist jedoch so, dass mit dem Verzicht auf Handelsdünger viele stickstoffliebenden Unkräuter (Klettenlabkraut, Taubnessel, etc.) von selbst verschwinden. Es werden im Biolandbau keine unkrautfreien Bestände angestrebt, da Unkräuter auch eine positive Funktion durch Bodenbedeckung ausüben.

Autor: Dr. Robert SCHNEIDER, Bio Austria NÖ und Wien



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Autor: Rudolf Hoenle Veröffentlichungsdatum: 08.05.2008 10:34
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