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Futterkosten senken – Leistung steigern
Etwa die Hälfte der gesamten Produktionskosten eines Mastschweins machen die Futterkosten aus. Durch die stark steigenden Rohstoffpreise erhöhten sich somit auch die Produktionskosten enorm. Ansätze zur Kostenreduktion gibt es. Hier einige Beispiele.
Auch wenn die Futterksoten hoch sind gilt: Billig ist noch lange nicht preiswert!
Die Rechnung ist ganz einfach: Jeder Euro Mehrpreis je Dezitonne (dt) Schweinefutter erhöht die Futterkosten je Mastschwein um 3,70 Euro. Darin sind 0,4 dt Ferkelfutter, 0,6 dt. Sauenfutter sowie 2,7 dt Mastfutter enthalten. Bei 15.-, 20,- bzw. 25.- Euro je dt Futter ergeben sich somit je kg erzeugtes Schlachtgewicht Futterkosten von 0,58 bzw. 0,78 bzw. 0,97 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht. Um alle Produktionskosten abzudecken, müssten die Schlachterlöse somit deutlich höher ausfallen als sie momentan sind. Von einer wirtschaftlichen Schweineproduktion kann nicht die Rede sein.

Kritische Punkte
Zur Überprüfung der Futter- und Fütterungsqualität müssen „generalstabsmäßig“ sinnvolle Kontrollpunkte zeitgerecht und vom Aufwand her machbar festgelegt werden. Es muss vor der „Katastrophe“ gehandelt und nicht danach erst reagiert werden. Einfache Hilfsmittel zur Überwachung der Futter- und Fütterungsqualität gibt es genügend, sie ersetzen die Futteruntersuchung im Labor aber keineswegs! Beispiele dafür sind:

  • Gruber Sojaachse zum groben „Auslitern“ der Sojaqualität
  • Siebkasten zur Feststellung der Schrotfeinheit
  • Wassermenge- und Nachlaufüberprüfung
  • pH-Messung im Fließfutter (pH 4,5 – 6), Feuchtemessung mit einfachen Geräten
  • „Bombage“ zur Ermittlung der Fließfutterhygiene
  • Papiersäcke zur Einschätzung des Fettgehaltes bei Rapskuchen


Fazit
An einer ordentlichen Futterplanung und einem ausgereiften Fütterungskonzept sowie gezielten Futter- und Rationsanalysen kommt gerade in Zeiten teurer Rohstoffe kein Schweinehalter vorbei. Das Kostensenkungspotential in der Fütterung eines Betriebes muss individuell erfasst und analysiert werden. Grobe Fehler müssen sofort angegangen werden, meist führen aber viele kleine Schritte zum Erfolg.

Autor: Dr. Hermann LINDERMAYER, Landesanstalt für Landwirtschaft, Grub (D)


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Autor: Roman Goldberger Veröffentlichungsdatum: 24.04.2008 15:39
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