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Kartoffelanbau: Den Bestand richtig führen
Bisher ist es im Kartoffelbau nicht üblich, von Bestandesführung zu sprechen. Doch bei genauer Betrachtung sind nach dem Pflanzen im weiteren Vegetationsverlauf zahlreiche Einzelmaßnahmen zu ergreifen, um optimale Erträge und Kartoffelqualitäten ernten zu können.
Angestrebt wird ein Feldbestand, der lückenlos und gleichmäßig in seiner Entwicklung ist.
Ein lückenloser, gleichmäßiger Bestand bringt durch gleichmäßige Bodenbeschattung die Voraussetzungen für eine gute Unkrautunterdrückung, eine einheitliche Bestandesentwicklung und eine einheitliche Sortierqualität des späteren Erntegutes. Lückenlosigkeit läuft meist einher mit gesunden Pflanzen und gibt eine Antwort zur vorangegangenen Sorgfalt bei der Bodenbearbeitung und Bestelltechnik. Doch manchmal trügt der Schein, wenn man vor dem Schlag steht: Man muss schon seitlich in die Reihen zwischen die Pflanzen sehen, um festzustellen, ob die Pflanzen wirklich gleichmäßig verteilt stehen und gesund sind. Schon beim Aufgang der Pflanzen und in der frühesten Jugendentwicklung werden gern die Stängel übersehen, die bereits krank sind und absterben bzw. gerade bei Rhizoctonia und Schwarzbeinigkeit zur frühzeitigen Infektion der scheinbar noch gesunden Pflanzen führen. Aktuell kann man dann wenig ändern, jedoch für die folgenden Jahre Rückschlüsse für den Anbau bzw. den Pflanzgut-Zukauf ziehen und zur Abreife des Bestandes kontrollieren, ob sich diese Infektionen weiter im Bestand - und hier vor Allem an dem Erntegut - ausgebreitet haben. Wenn ja, dann ist eine rechtzeitige und schonende Ernte

Düngungsmaßnahmen
Bei den ständigen Bestandskontrollen muss stets der Ernährungszustand der Pflanzen mit im Blickfeld stehen. Unter der Voraussetzung, dass eine Bodenanalyse erfolgte und die Düngung konsequent darauf abgestellt wurde, dürfte normalerweise kein Nährstoffmangel auftreten. Wird regelmäßig organischer Dünger verwendet, ist auch ein Mangel an Spurenelementen nicht zu erwarten. Dennoch gibt es stets Situationen, die davon abweichen, daher ist ein geschultes Auge zur Beurteilung erforderlich.

Autor: Dr. Albrecht NITSCH, Bremervörde (D)


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Autor: Rudolf Hoenle Veröffentlichungsdatum: 24.04.2008 15:34
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