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Qualitätsweizen: Spätdüngung rechtzeitig ausbringen
Eine qualitätsbetonte Stickstoffgabe zum Ährenschieben ist für das Erreichen der geforderten Rohproteinwerte (Qualitätsweizen mindestens 14 %, Premiumweizen mindestens 15 %) unverzichtbar. Insbesondere im Trockengebiet ist jedoch die dritte N-Gabe rechtzeitig auszubringen.
Weizen kann bei der Spätdüngung auch in Trockengebieten bis zu 60 kg N/ha gut verwerten.
Das durchschnittliche Stickstoffaneignungsvermögen vom Grannenspitzen (Stadium 40) bis zur Milchreife (Stadium 57) beträgt im Trockengebiet ungefähr 50 kg N/ha. Dafür steht ein Zeitraum von durchschnittlich 30 Tagen zur Verfügung. Eine Vorverlegung der Qualitätsgabe auf das Entwicklungsstadium 37 bis 39 (= Öffnen der Blattschneide, noch keine Grannen sichtbar) verlängert den Zeitraum bis zur Milchreife. Dadurch können auch im Trockengebiet bei normalen Witterungs- und Niederschlagsverhältnissen N-Gaben von 60 kg/ha noch sehr effizient verwertet werden.

Auf einen Blick
Bei der Qualitätsdüngung können Stickstoffmengen bis ca. 60 kg N/ha (Trockengebiet) bzw. 80 kg N/ha (Feuchtgebiet) bei normalen Witterungs- und Niederschlagsverhältnissen von einem gesunden Weizenbestand effizient verwertet werden. Damit bewahrheitet sich die Faustformel: 10 kg N je Tonne Ertragserwartung je Hektar als Qualitätsgabe. Die 3. N-Gabe sollte spätestens zum Ährenspitzen verabreicht werden (v.a. im Trockengebiet), damit noch ausreichend Zeit für die N-Einlagerung (bis zur Milchreife) gegeben ist.
Mit dem N-Tester kann der tatsächliche Stickstoffbedarf schlagbezogen festgestellt werden – ein Vorteil besonders bei Anwendung organischer Dünger mit schwer abschätzbarer Düngewirkung.
Zu beachten ist, dass die zulässigen N-Obergrenzen nicht überschritten werden.

Autor: Dipl. Ing. Josef SPRINGER, Landwirtschaftskammer NÖ


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Autor: Rudolf Hoenle Veröffentlichungsdatum: 24.04.2008 15:30
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