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Österreichische Rinderzucht braucht Perspektiven - Ambitioniertes Arbeitsprogramm beschlossen.
Die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) hielt am 31. März 2008 unter Vorsitz von Obmann Anton Wagner und in Anwesenheit von Bundesminister Josef Pröll ihre Generalversammlung ab und beschloss unter anderem ein ambitioniertes Arbeitsprogramm.
Für 18 Rinderzuchtverbände und 27.000 Zuchtbetriebe, 6 Besamungsstationen und 8 Landeskontrollverbände ist die ZAR eine engagierte freiwillige Interessensvertretung, die in Zeiten schwieriger
Der Geschäftsführer der ZAR Mag. Franz Sturmlechner (li) und Obmann Anton Wagner (re) mit Bundesminister Josef Pröll
agrarpolitischer Rahmenbedingungen die Betreuung der Mitglieder intensiviert, die Leistungsprüfung und das Projekt „Gesundheitsmonitoring Rind“ ausbaut und vor allem der Zusammenarbeit mit dem Lebensministerium, den Landwirtschaftskammern und der Wissenschaft besonderes Augenmerk widmet. ZAR-Obmann Anton Wagner betonte, „die Rinderwirtschaft im Allgemeinen und die Zuchtrinderproduktion im Besonderen brauchen Perspektiven, weil die Bewirtschaftung von 1,6 Mio. Hektar Grünland und 9.100 Almen als Herzstück der Kulturlandschaft ohne Rinderhaltung und Milchproduktion nicht möglich ist“.

Erfreuliche Exportentwicklung
Besonders erfreulich entwickelte sich der Export von Zuchtrindern. Von 2002 bis 2007 wurden mehr als 100.000 Stk. ausgeführt, traditionelle Märkte erhalten und neue erschlossen. „Sorgen bereitet“, so der ZAR-Obmann, „der Rückgang des Rinderbestandes, der von 1990 bis 2007 um 600.000 Stück abnahm und sich in den letzten beiden Jahren bei zwei Millionen Stück stabilisierte“. Rückläufig sind auch die Milchkuhbestände, allerdings bei steigenden Herdengrößen. Die erfolgreiche Exportentwicklung ist für die ZAR Anlass, die zukünftige Arbeit konsequent fortzusetzen und den weltweit anerkannten Standard der Rindergenetik zu erhalten. Obmann Wagner: „Die Einigung der EU-Agrarminister über die Vorgangsweise bei der Überprüfung der gemeinsamen Agrarpolitik und ihrer Finanzierung nimmt die ZAR auch zum Anlass, konstruktiv an Strategien für die Milchproduktion nach 2015 mitzuarbeiten.“ Abschließend dankte Wagner Bundesminister Josef Pröll für die Sicherstellung der Finanzierung des Grünen Pakts, der auch für die Zuchtrinderproduktion attraktive Perspektiven für die nächsten Jahre bietet.

Ehrungen

Der letzte Tagesordnungspunkt stand im Zeichen der Ehrung von drei Persönlichkeiten, die sich besondere Verdienste um die österreichische Rinderzucht erworben haben. Dr. Josef Gruber (Tierzuchtdirektor Oberösterreich, 1986 bis 2007), Dr. Heribert Rohrbacher (Tierzuchtdirektor Steiermark, 1992 – 2007) und Ing. Richard Pichler (zuletzt Geschäftsführung der ARGE österreichischer Fleckviehzüchter).

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