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Mitgliederversammlung RZO: Vermarktungsrekord bringt positive Bilanz
Nicht nur die Mitglieder des RZO, auch der Verband kann auf ein positives Jahr 2007 zurückblicken. Steigende Zuchtviehpreise, eine rege Exportnachfrage sowie eine Umsatzsteigerung von über 2.500 Stück, so Obmann Leopold Pargfrieder und Geschäftsführer DI Franz Kaltenbrunner, sind die wesentlichen Faktoren für die positive Entwicklung.
46.000 Stück vermarktet

Der RZO hat ein noch nie erreichtes Vermarktungsvolumen erzielt. In allen Kategorien (Kälber und Einsteller +460 Stk., Zuchtrinder +678 Stk. und
Die Besitzer der neuen 100.000 Liter-Kühe wurden im Rahmen der Mitgliederversammlung geehrt.
Schlachtrinder +1.371 Stück) gab es ein deutliches Plus und hat somit zu einem überdurchschnittlich positiven Jahresabschluss geführt.

Neues Vermarktungs- und Rinderkompetenzzentrum

2007 wurden die wesentlichsten Weichenstellungen für die neue Anlage geschaffen. Der Baubeginn ist in den nächsten Tagen vorgesehen, die Fertigstellung ist für 2009 geplant und Ende Juni 2009 soll gemeinsam mit der Fachschule Freistadt, der BBK Freistadt und anderen ein großes Grünland- und Viehwirtschaftsfest stattfinden. Besonders bedankte sich Obmann Pargfrieder bei Landesrat Dr. Josef Stockinger, Bgm. Mag. Christian Jachs und Präsident ÖR Hannes Herndl für die große Unterstützung bei der Realisierung dieses wichtigen Projektes für den RZO und der gesamten Rinderwirtschaft.

Züchterische Höhepunkte

Neben den vielen Schauen, wo die Züchter ihre besten Tiere präsentierten, schafften wieder viele wertvolle Vererber aus dem eigenen Zuchtprogramm den Wiedereinsatz. Besonders zu erwähnen sind der Stier Rechberg vom Züchter Prinz aus Bad Kreuzen, der Stier Hades vom Betrieb Hackl aus Bad Zell. Die Zuchtfortschritte in den letzten Jahren haben auch eine deutliche Leistungssteigerung bei allen Rassen bewirkt. Erfreulich ist aber auch die laufend steigende Lebensleistung und es konnten 16 neue 100.000-Liter-Kühe bei dieser Versammlung geehrt und gefeiert werden.

Nachzucht Horner und Polo

Erfreulich ist, dass heuer wieder zwei Nachzuchtgruppen von Teststieren vorgestellt werden konnten. Der Stier Horner stammt aus dem bekannten L-Kuhstamm von der Züchterfamilie Winklehner aus Lasberg und der Stier Polo vom Zuchtbetrieb Ratzberger aus St. Peter/Au. Aus dem L-Kuhstamm sind schon mehrere positiv geprüfte Vererber hervorgegangen. Der bekannteste ist der Stier Leo. Horner-Töchter sind in der Leistung sehr sicher, zeigen eine sehr ausgeglichene Eutervererbung und sind hinsichtlich Voreuter, Zitzen und Drüsigkeit weit überdurchschnittlich. Die Fundamente sind korrekt und der Rahmen ist im guten Durchschnitt. Die Linienführung dieses Stieres ist höchst interessant, da kein Redad-Blut im Stammbaum ist. Polo-Töchter zeigen einen weit überdurchschnittlichen Rahmen, eine lange Rippe sowie ein breites Becken. Sie sind durchschnittlich bemuskelt und stehen auf einem sehr soliden Fundament. Die Euter sind drüsig, zeigen ein gutes Zentralband und sind sehr gut melkbar.

Fachreferat – Fitness und Wirtschaftlichkeit

Vitale Kühe sind die Basis einer wirtschaftlichen Milchproduktion. Aufbauend auf die Ergebnisse der Milchvieharbeitskreise stellte Ing. Fritz Stocker (LK-Steiermark) die enorme wirtschaftliche Bedeutung der Fitnessmerkmale dar. Aus züchterischer Sicht wird den Fitnessmerkmalen bei der Berechnung des Gesamtzuchtwertes eine hohe Gewichtung beigemessen. Bedingt durch die geringe Erblichkeitsrate tragen jedoch vor allem die Umwelteinflüsse Fütterung, Haltung und Management wesentlich zu einer Verbesserung der Fitness bei. Die Ergebnisse der Milchvieharbeitskreise zeigen, dass neben den Kraftfutterkosten vor allem die Bestandesergänzungskosten mit 30% einen hohen Anteil der Kosten in der Milchproduktion ausmachen. Ein wesentliches Einsparungspotential liegt hier in eine Erhöhung der Lebensleistung der Abgangskühe auf über 30.000 kg Milch. Eine Optimierung im Bereich Tiergesundheit und Besamung führt ebenfalls zu einer Steigerung des Betriebserfolges. Neben dem Ausschöpfen des züchterischen Potenzials ist der volle Einsatz der Betriebsleiter in Sachen Fütterung, Haltung und Betreuung der Kühe gefragt.


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Autor: Stephanie Großpötzl Veröffentlichungsdatum: 02.04.2008 10:48
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