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Trocknung von Rundballen
Rundballen sind für viele Landwirte eine schlagkräftige Mechanisierungsform. Der folgende Artikel zeigt die Vor- und Nachteile auf, mit denen man bei der Heubelüftung in Form von Rundballen rechnen muss.
In der Landwirtschaft findet der Einsatz von Rundballen immer mehr Verbreitung.
Das Verfahren ist grundsätzlich dasselbe wie bei der Loseheubelüftung: Mit einen Ventilator verdichtete Luft strömt durch Kanäle über die Stirnseite/n der Ballen ein. Dort nimmt sie den Weg des geringsten Widerstandes und tritt an der Bauch- bzw. entgegengesetzten Stirnseite wieder aus.
Im Gegensatz zur Loseheubelüftung mit einer kontinuierlichen Trocknungsphase über mehrere Tage und Wochen hinweg werden Rundballen im absätzigen Verfahren innerhalb eines Trocknungszyklus von durchschnittlich acht bis 24 Stunden auf Lagerfeuchte getrocknet. Die Belüftung mit Kaltluft dauert länger als mit warmer Luft. Auch ist bei kaltem Wetter und feuchter Luft eine zusätzliche Heizung notwendig. Abhängig vom System verkürzt ein Wenden der Ballen die Trocknungszeit und vereinheitlicht die Trocknungsqualität. Die heute auf dem Markt erhältlichen Anlagen lassen sich grob in die Kategorien „ Belüftung von oben und unten“, „ Belüftung von unten“ und „ Belüftung von oben“ einteilen.

Bei den einseitig belüftenden Anlagen bringt ein Wenden nach einem Drittel bis zur Hälfte der Belüftungszeit eine leichte Beschleunigung des Trocknungsvorgangs und eine gleichmäßigere Abtrocknung.

Fazit
Bei der Anschaffung einer Rundballenbelüftung sind die Einschränkungen hinsichtlich maximaler Feuchte des Ernteguts, Trocknungsgeschwindigkeit und ungleichmäßiger Abtrocknung zu beachten. Aufgrund des absätzigen Verfahrens entsprechen die täglichen Erntemengen der Trocknungsleistung der Anlage. Die Futterernte läuft bei kleineren Anlagen kontinuierlich mit kleineren Mengen über einen längeren Zeitraum hinweg. Die Ballen müssen sorgfältig gepresst, umgeschlagen und belüftet werden, um eine hohe Heuqualität zu erreichen. Bei geforderten höheren Flächenleistungen sollte eine Kapazität von 16 und mehr Trocknungsplätzen vorhanden sein.

Autor: Martin HOLPP, Agroscope FAT Tänikon (CH)


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Autor: Johannes Paar Veröffentlichungsdatum: 21.02.2008 15:11
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