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Pressdichte bei Heubelüftung
Die Pressdichte entscheidet über Erfolg oder Misserfolg bei der Belüftung von Rundballenheu. Wie Sie schimmelfreies Rundballenheu gewinnen können, haben wir untersucht und im Folgenden zusammengefasst.
Mähaufbereiter sind bei der Heutrocknung eine wertvolle Unterstützung für eine raschere Abtrocknung.
Im Rahmen der Vergleichsuntersuchung von fünf variablen Rundballenpressen wurden Heurundballen zur Nachtrocknung auf einer Rundballenbelüftungsanlage gepresst. Zwei verschiedene Futterbestände wurden geerntet und mit der Zielvorgabe 110 bis 120 kg TM/m³ die Pressen eingestellt. Nicht mit allen Pressen wurde dieses Ziel auf Anhieb geschafft. Zum 2. Aufwuchs wurde dann bewusst ein sehr dichter Ballen gepresst und ebenfalls auf der Trocknungsanlage mit gemessen. Wie sich das auf Abtrocknungsverlauf und Strömungswiderstände auswirkt, ist im folgenden Artikel zusammengefasst.

Strömungswiderstände in den Rundballen
Die gleichmäßige Luftführung ist in Heuboxen schon schwierig, noch schwieriger allerdings bei der Rundballentrocknung. Eine wichtige Kenngröße ist dabei der Strömungswiderstand. Je höher dieser ist, umso niedriger ist der Trocknungsluftstrom bei gegebenem Gebläse und umso niedriger ist auch die Trocknungsleistung unter sonst gleichen Bedingungen.

Abtrocknung von der Pressdichte abhängig
Die Abtrocknung der Heuballen wurde mit einem Feuchtemessgerät dokumentiert und ist indirekt ein Ergebnis der gemessenen Strömungswiderstände. Es gilt der Zusammenhang: geringe Ballendichte - geringer Strömungswiderstand - hoher Trocknungsluftdurchsatz - raschere Abtrocknung.

Zusammengefasst
Die richtige Rundballentrocknung ist wesentlich schwieriger als die Trocknung von Heu oder Grummet in Unterdachtrocknungsanlagen. Das Futter sollte für die gute Durchströmungsfähigkeit eher grobstängelig sein. Dieses Merkmal ist allerdings hinsichtlich der Futterqualität nicht besonders erwünscht.
Dicht gepresste Ballen nutzen den Lagerraum zwar besser aus, sie trocknen allerdings wesentlich langsamer ab. So konnten locker gepresste Ballen bereits nach 12 bis 16 Stunden von der Anlage genommen werden, während um 40 % festere Ballen erst nach über 36 Stunden lagertrocken waren. Besonders feines Futter (letzter Schnitt, Grummet, Dauerwiese, Gemeine Rispe) muss locker gepresst werden, während grobstängeliges Futter etwas höher verdichtet werden kann (120 bis 135 kg TM/m³).

Autoren: DI Alfred PÖLLINGER (LFZ Raumberg-Gumpenstein), Dr. Herbert WEINGARTMANN (BOKU Wien), DI Franz HANDLER und Dipl.-HLFL-Ing. Emil BLUMAUER (FJ-BLT Wieselburg) und Ing. Johannes PAAR


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Autor: Johannes Paar Veröffentlichungsdatum: 21.02.2008 15:08
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