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Schweinehaltung: Wie sieht die Zukunft der österreichischen Schweinebauern aus?
Der Schweineerzeuger von heute hat sich zum modernen Unternehmer gewandelt. Eine wirtschaftliche Schweineproduktion verlangt richtige Entscheidungen zum optimalen Zeitpunkt.

Der Familienbetrieb hat klare Vorteile
Bei der Betriebsentwicklung ist Bedacht zu nehmen, dass sich die arbeitswirtschaftliche Situation im vernünftigen Rahmen bewegt und genug Zeit für Familie, Haushalt und Freizeit einkalkuliert wird. Nur so ist eine leistungsfähige Betriebsführung möglich. So müssen für einen Ferkelerzeugerbetrieb mit rund 150 Zuchtsauen, ca. 20 ha Ackerbau und Betriebsführung jährlich rund 3000 Arbeitskraftstunden (Akh) veranschlagt werden. Dies entspricht rund 1,5 vollen Arbeitskräften (VAK) mit rund 2000 Stunden pro Jahr.
Bei 1000 Mastplätzen, rund 50 ha Ackerbau und Betriebsführung sind jährlich in etwa 2750 Akh – aliquot 1,4 VAK notwendig.
Für eine vollbeschäftigte Fremdarbeitskraft sind mindestens 150 Zuchtsauen oder 1500 - 2000 Mastplätze mehr zu kalkulieren.
Über teilweiser Vergabe von Arbeiten insbesondere bei Arbeitsspitzen sollte man nachdenken.

Wirtschaftlichkeit gegeben
Ökonomische Auswertungen von österreichischen Arbeitskreisbetrieben zwischen 2001 und 2006 zeigen, dass eine positive Einkommensentwicklung und Eigenkapitalbildung mit guten durchschnittlichen Betriebsleistungen möglich sind. Betriebe mit überdurchschnittlich hohen Betriebsleistungen haben auch bei schlechten Marktpreisphasen die Vollkosten (variable Kosten, Fixkosten, Arbeitskosten) abdecken können. Betriebe mit unterdurchschnittlichen bis schlechten Leistungen haben Mühe in guten Preisphasen alle Kosten abzudecken.
Die ständige Verbesserung der Betriebsleistung ist daher ein Gebot der Stunde, um im internationalen Wettbewerb standhalten zu können. Weiterbildungsangebote, wie zum Beispiel die Arbeitskreisberatung kann eine wertvolle Unterstützung sein.

Fazit
Die österreichische Schweineerzeugung hat in der Vergangenheit gut im internationalen Wettbewerb mithalten können. Dies wird auch zukünftig möglich sein, wenn wir unsere Stärken und Chancen konsequent nutzen. Dann kann die österreichische Schweineerzeugung weiterhin einer positiven Zukunft entgegenblicken.

Autor: Ing. Rudolf SCHMIED, SchweineBeratung Steiermark (SBS), Gleisdorf


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Autor: Roman Goldberger Veröffentlichungsdatum: 13.02.2008 16:42
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