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BIO sucht Bauer
Österreich ist laut veröffentlichtem Eurostat-Bericht der EU-Kommission für das Jahr 2005 mit 11,0% EU-weiter Spitzenreiter was den Anteil biologisch bewirtschafteter Flächen an der gesamten Agrarnutzfläche betrifft.
Österreich nimmt klar die Vorreiterrolle als Bioland Nr. 1 ein. Fest steht: Der Bio-Markt boomt, die Betriebszahlen stagnieren jedoch – es werden weitaus mehr Bio-Betriebe benötigt.

Bio-Aktionsprogramm

Ein eigenes Bio-Aktionsprogramm mit den Schwerpunkten Beratung und Vermarktung, in das die Vorstellungen aller Beteiligten einfließen, ist nun in Vorbereitung. Bundesminister Josef Pröll: „Der Bio-Standort Österreich muss weiter ausgebaut werden. Die Weichen für eine Weiterentwicklung
Gemeinsam für den Bio-Standort Österreich – (v.l.n.r) LK Ö Präsident Gerhard Wlodkowski, Bio Austria Obmann Rudi Vierbauch und Bundesminister Josef Pröll
sind grundsätzlich im Grünen Pakt gestellt. Durch ein Bio-Aktionsprogramm, das sich über die nächsten Jahre erstreckt, sollen zusätzliche Impulse für den Bio-Standort Österreich gesetzt werden.“

Vierbauch will 10.000 Bio-Betriebe mehr

„Österreich benötigt langfristig 10.000 Bio-Betriebe mehr. Der Markt entwickelt sich positiv und wir müssen sicherstellen, dass wir in der Produktion entsprechend mitwachsen. Damit erreichen wir für die österreichische Landwirtschaft insgesamt eine zusätzliche Wertschöpfung und positionieren Österreich auf dem Europäischen Bio-Markt“, so Rudi Vierbauch, Obmann Bio Austria.

Gemeinsames Beratungskonzept

„Die Landwirtschaftskammern und Bio Austria arbeiten an einem gemeinsamen Beratungskonzept und einer Beratungsstrategie für Bauern und Bäuerinnen, um effizient zielgruppenorientiert und marktorientiert die Bio-Landwirtschaft weiter aufbauen zu können“, so Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich. Gemeinsam stehen die drei Spitzenvertreter der österreichischen Landwirtschaft für vorsorgende Erhaltung und verantwortungsvolle Nutzung der Lebensgrundlagen Boden, Wasser, Luft, Energie und biologische Vielfalt. Saubere Luft, reines Wasser, unbelastete Böden und funktionierende Ökosysteme sind unverzichtbare Lebensgrundlagen. Das gemeinsame Engagement gilt der Schonung der Umwelt, der Erhaltung der Vielfalt des Lebens und der Kulturlandschaften, der nachhaltigen Nutzung von natürlichen Ressourcen, der Abfallvermeidung sowie dem Klimaschutz. Mit einer zielgerichteten Forschungs- und Bildungsförderung werden Impulse für eine innovative und bäuerliche Land- und Forstwirtschaft insbesondere für die Biobäuerinnen und Biobauern gesetzt.


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Autor: Stephanie Großpötzl Veröffentlichungsdatum: 01.02.2008 12:30
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