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ÖAG: Vorhersage der Futteraufnahme von Milchkühen - Futteraufnahmeschätzformel
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Für eine bedarfsgerechte Rationsberechnung ist die Futteraufnahme neben dem Nährstoffgehalt der Futtermittel die entscheidende Größe. Im folgenden Beitrag wird die Schätzung der Futteraufnahme von Milchkühen und deren Anwendung in der Praxis dargestellt. Diese Futteraufnahme-Schätzformel beruht auf langjährigen Forschungsergebnissen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und wird von der DLG zur Anwendung in der Praxis empfohlen.
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| Genetisches Potenzial und Futterqualität bestimmen die Futteraufnahme. |
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Rasse und Produktionsgebiet beeinflussen die Futteraufnahme von Milchkühen. Als entscheidende Einflussfaktoren haben sich Laktationszahl und vor allem Laktationsstadium erwiesen. Von den tierbedingten Parametern sind weiters Lebendmasse und Milchleistung wesentlich bestimmend für die Futteraufnahme. Die grundlegenden futterbedingten Faktoren sind Grundfutterqualität und Kraftfutterniveau. Über die Gewichtung der Einflussfaktoren entscheidet die aktuelle Energiebilanz der Kuh. Ist diese positiv, überwiegen eher physiologische Parameter (Milchleistung), während bei energetischer Unterversorgung die Futteraufnahme vorwiegend von der Pansenfüllung bestimmt wird, also eher futterbedingte Komponenten (Grundfutterqualität, Kraftfutter) die Futteraufnahme bestimmen. Da sich die Energiebilanz einer Kuh während der Laktation drastisch von negativ zu positiv entwickelt, verändert sich auch die Bedeutung und Gewichtung der die Futteraufnahme bestimmenden Parameter während der Laktation. Dem wurde in der Schätzgleichung Rechnung getragen, indem vom Laktationsstadium abhängige Regressionskoeffizienten ermittelt wurden. Die Anwendung der Formeln ist nicht für das „Handrechnen“ mit einem Taschenrechner gedacht, sondern für EDV-unterstützte Rationsprogramme (z.B. Super-Ration) bzw. Tabellenkalkulationsprogramme (z.B. Excel). Sie berücksichtigen wesentliche Einflussfaktoren der Futteraufnahme, die auf einem landwirtschaftlichen Betrieb üblicher Weise vorliegen bzw. erarbeitet werden können. Die Formel ist vom Prinzip her logisch und nachvollziehbar aufgebaut, die praktische Anwendung erfordert jedoch hohe Genauigkeit bzw. den Einsatz von EDV. Mit den vorgestellten Futteraufnahme-Schätzformeln können die Verhältnisse sowohl bei getrennter Futtervorlage als auch unter den Bedingungen der TMR praxisnah abgebildet werden.
Autoren:
Doz. Dr. Leonhard GRUBER, LFZ Raumberg-Gumpenstein, Institut für Nutztierforschung, A-8952 Irdning,
Dr. Hubert SPIEKERS, LFL Grub, Institut für Tierernährung und Futterwirtschaft, D-85586 Poing-Grub,
Mag. Thomas GUGGENBERGER, LFZ Raumberg-Gumpenstein, Institut für Nutztierforschung, A-8952 Irdning
Prof. Dr. Frieder-J. SCHWARZ, TUM Freising-Weihenstephan, Department für Tierwissenschaften, D-85350 Freising-Weihenstephan
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