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Fruchtbarkeit ist mehr als die beste Genetik
Hohe Fruchtbarkeitsleistungen von 25 abgesetzten Ferkeln pro Sau und Jahr sind keine Seltenheit mehr. Ähnlich wie für einen Sportler gilt in diesem Fall: Beste Leistungen lassen sich nur durch eine optimale Körperkondition und ein optimales Umfeld erreichen.
Eine gute Kondition ist entscheidend für gute Fruchtbarkeitsleistungen. Sie wird durch die Genetik und sehr stark auch durch das Management am landwirtschaftlichen Betrieb beeinflusst.

Der Zeitpunkt der ersten Besamung ist besonders wichtig für die Lebensleistung einer Sau.
Die Zuchtkondition von Jungsauen ist ein wichtiges Merkmal für die erste Belegung. Unter Zuchtkondition wird meist die reine Körpermasse zum Zeitpunkt der ersten Belegung verstanden. Da auf den Ferkelerzeugerbetrieben z.T. sehr unterschiedliche Sauentypen angetroffen werden können, ist das Körpergewicht zur Feststellung der Belegfähigkeit alleine nicht das richtige Kriterium. Vielmehr sollte auf die Rückenspeckdicke stärker Bezug genommen werden.

Jungsauen Konditionierung

Jungsauen sollten von der Geburt bis zum 180. Lebenstag ein Gewicht von ca. 100 – 110 kg (550 - 620 g tägliche Zunahmen) aufweisen. Dabei sollte das Specknaturmaß bei 11 – 13 mm liegen. Eine höhere Lebendmasse zu diesem Zeitpunkt bringt keinen Vorteil für die Fruchtbarkeitsleistung und für die Nutzungsdauer der Sau. Im Gegenteil sie kann sich bei zu schneller Aufzucht negativ auf die Fundamente und Lebensleistung auswirken.

Um den 180. Tag sollten Jungsauen auch zugekauft werden. So ist gewährleistet, dass sie eine ausreichend lange Akklimatisierungszeit am neuen Betrieb haben. In dieser Zeit bis zum ersten Belegen sollte auch die Konditionierung der Jungsauen stattfinden. Es soll gewährleistet sein, dass sie bei der Zuchtnutzung eine ausreichende Rückenspeckdicke aufweisen. Tägliche Zunahmen von 700 – 800 g in der Konditionierungsphase sollten angestrebt werden mit dem Ziel, dass die Jungsauen beim Belegzeitpunkt ein Lebendgewicht von 130 – 140 kg bei 15 – 18 mm Speck erreichen.

Autor: Dr. Bettina Exel, Schweinebesamung Gleisdorf und SchweineBeratung Steiermark


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Autor: Roman Goldberger Veröffentlichungsdatum: 09.11.2007 15:04
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