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Agritechnica Symposium: Russlands und Chinas rasante Entwicklung
Russland und China - Neue Giganten am Agrarhimmel?“ lautet der Titel eines Symposiums, das während der Agritechnica in Hannover stattfindet. Organisatoren sind die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) und das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO), Halle (Saale). Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 15. November, von 10 bis 13 Uhr, auf dem Messegelände ICC, Saal 13/14, in Hannover statt.
Dazu sind zwei Diskussionsrunden geplant. In der ersten steht die Bedeutung Russlands und Chinas für den Welthandel, aber auch für eigene Unternehmen, im Mittelpunkt. So wird Ludwig Striewe (Toepfer, Hamburg) über den Zielkonflikt zwischen Inlandsnachfrage und Export referieren. Anschließend erläutert Dr. Rainer Tauscher, (Claas, Harsewinkel), die Sicht eines Input-Produzenten. Prof. Dr. Thomas Glauben (IAMO) übernimmt die Moderation.

Welche Konsequenzen ergeben sich für die deutsche Agrarwirtschaft? Diese Frage steht im Zentrum der zweiten Diskussionsrunde. Dr. Rudolf Wendt vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) wird über „Potentiale und Kooperationen im Agrarsektor mit Chinas und Russland“ sprechen. Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Tillack, ehemaliger Geschäftsführender Direktor des IAMO und Mitglied des Aufsichtsrates der Unternehmensgruppe Euroservice AG mit Sitz in Sankt Petersburg, wird über „Produktionspotentiale und Produktionshemmnisse im russischen Agrarsektor“ referieren. Wie leicht oder beschwerlich der Weg auf dem russischen Saatgutmarkt zu beschreiten ist, wird Jürgen Leitzke (Lochow-Petkus GmbH, Bergen-Wohlde) darlegen. Die Frage nach den Erwartungen, die der deutsche Agrarsektor an die Beziehungen zu Russland und China knüpft, wird Dr. Claus M. Brodersen (DLG, Frankfurt) beantworten. Zudem soll ein hochrangiger Vertreter des Ministeriums für Landwirtschaft der Russischen Föderation teilnehmen. Die Moderation übernimmt Hildegard Moritz (Top Agrar, Münster).

Hintergrund
Zwar scheint das Flächenpotenzial Russlands und Chinas nahezu unbegrenzt, doch liegt ihr Produktionsvolumen unter den jeweiligen Möglichkeiten und die hohe Variabilität der jährlichen Produktion lässt sie entweder als Importeur oder als Exporteur auf dem Weltmarkt auftreten. Die Folgen sind weltweit spürbare Preisschwankungen auf den Märkten. Gleichzeitig wird in beiden Ländern versucht, die landwirtschaftliche Produktion durch umfangreiche Investitionen in Agrar- und Verarbeitungstechnik zu stabilisieren. Dadurch zeichnen sich neue Absatzmärkte für ausländische Produzenten ab.

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Autor: Angelika Konrad Veröffentlichungsdatum: 05.11.2007 11:02
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