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Schweinefütterung: Pflanzenextrakte sind Zusatzstoffe der Zukunft
Die Fachwelt versammelte sich in Magdeburg zu einem Symposium über Pflanzenextrakte in der Tierfütterung, Referenten und Auditorium aus 18 Ländern zeigten die globale Bedeutung des Themas. Der Forschungsbedarf ist enorm, die Ergebnisse sind vielversprechend.
Eine Exkursion zu den Lieferbetrieben und deren Anbauflächen ergänzten das Fachprogramm. Hier die Majoran-Felder der Agrargenossenschaft eG Hedersleben bei Quedlinburg, im Hintergrund der Brocken, der höchste Berg des Harzes.
Der international anerkannte Experte und auch in Brüssel als Beirat tätige Wissenschaftler Prof Dr. Capar Wenk (Institute of Natural Sciences – Nutrition – Biology, ETC-Center Zürich) eröffnete den Vortragsreigen und informierte über neue Entwicklungen und Erkenntnisse über Kräuter, ätherische Öle und Aromen sowie deren mögliche Einsatzgebiete in der Tierfütterung. Da gerade in der Schweinehaltung die antibiotischen Leistungsförderer aus dem Verkehr gezogen werden, ist die Suche nach phytogenen Ersatzstoffen in vollem Gange. Derzeit gibt es aber noch kaum wissenschaftliche Versuche zur praktischen Anwendung. Der „Liebling“ der Labors ist derzeit die Gewürzpflanze Oregano, sie ist auch die Basis der Produkte von DOSTOFARM.

Pflanzenabfall als Medikamentenrohstoff?
Mit Spannung erwartet wurde der Vortrag von Prof. Dr. Victoria A. Lapina, State Scientific Institution B.I. Stepanov, Weißrussland. Sie hat schon zu Sowjetzeiten begonnen, ein Produkt zu entwickeln, das in Kürze die Tierernährung revolutionieren könnte. Basis des Produktes sind Sonnenblumenschalen, die, entsprechend aufbereitet, eine hohe Bindefähigkeit gegenüber vielen toxischen Futterinhaltsstoffen haben. So können z.B. Schwermetalle und Mykotoxine (Fusariumproblematik) zuverlässig an das ungiftige braunschwarze Pulver gebunden werden und sind so für das gefütterte Tier unschädlich. Als Futterzusatzstoff wirkt es zusätzlich antioxidantisch. Die Basiskomponenten sind Lignin, Zellulose und Melanin. Auch gegen staphylococcus aureus, einer der Erreger der Mastitis, ist das Produkt wirkungsvoll.
Im Labor wirkte sich das Produkt sehr positiv auf die Gesundheit von Ferkeln, Schweinen und Geflügel aus. Bis es allerdings am Markt ist, wird es noch eine Weile dauern, frühestens 2009 wird es auch in Österreich erhältlich sein.

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Autor: Rudolf Hoenle Veröffentlichungsdatum: 19.10.2007 09:58
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