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Kälberaufzucht: Trinkschwäche bei Kälbern
Nehmen Kälber nach der Geburt zu wenig Biestmilch auf, steigt das Risiko, dass die Tiere erkranken und im schlimmsten Fall verenden. In diesem Beitrag lesen Sie über praktische Maßnahmen, mit derer Hilfe Sie lebensschwache Kälber aufpäppeln.
Kälberiglus bieten den Kälber eine keimarme Umgebung.
Kälber werden ohne Schutzstoffe geboren und sind nach der Geburt oftmals einer negativen Umwelt mit einer hohen Keimbelastung ausgesetzt. Außerdem bauen sich die Immunglobuline in der Kolostralmilch innerhalb von 24 Stunden sehr schnell ab. Spätestens zwei Stunden nach der Geburt sollte das Kalb zwei Liter Biestmilch aufnehmen. Zudem kann die Qualität des Kolostrums stark schwanken. Eine mögliche Saugunlust bei Kälbern hat viele Ursachen haben, wobei je nach Beschwerden unterschiedliche Behandlungsmethoden zu wählen sind.

Kälber sofort tränken
Bei Geburt des Kalbes sollte die Kuh unmittelbar danach gemolken und das Kalb getränkt werden. Die meisten Kälber nehmen direkt nach der Geburt die Biestmilchtränke wesentlich besser auf, als nach einigen Stunden. Oft zeigen Kälber ihren „Dickschädel“ und wollen die Biestmilch nicht saufen. Deshalb ist beim Anlernen des Saufens viel Geduld notwendig. Dabei ist die Biestmilchflasche handlicher als der Nuckeleimer. Mit dem Finger kann ein schwacher Saugreflex stimuliert werden. Der Sauger, hygienisch einwandfrei, sollte richtig eingesetzt werden: Der Schlitz beim Sauger sollte waagerecht und senkrecht stehen.

Fazit
Es gibt viele Ursachen warum neugeborene Kälber nicht trinken. Eine schnelle und rechtzeitige Aufnahme der Biestmilch ist jedoch sehr wichtig. Falls das Biestmilch-Management im Betrieb nicht funktioniert, folgen viele Probleme bei der Kälberaufzucht. Kälber, die zu spät und zu wenig Kolostrum erhalten, sind anfällig gegen Erkrankungen und bleiben in ihrer Entwicklung zurück. Die Verluste bei der Kälberaufzucht steigen.

Autor: Hans EIBLMEIER, Pfeffenhausen

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