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Kartoffelerntemaschinen: Technik rund um die gelbe Knolle
Der Kartoffelanbau ist – flächenmäßig – von untergeordneter Bedeutung, die entsprechende Technik ein Nischensegment in der Landtechnikbranche. Dennoch vollzieht sich hier in der technischen Entwicklung und auch in der Struktur der Firmen ein rascher Wandel.

Grimme ist der Marktführer bei der Kartoffelerntetechnik.
In der Mechanisierungskette stellt die Kartoffelernte nicht nur den größten Kostenblock dar. Vielmehr hat die maschinelle Ernte auch den größten Einfluss auf die Qualität des Erntegutes. Die kostensenkende Steigerung der Flächenleistung wird erreicht durch das Zusammenspiel von Schlaggröße und passende Schlaglängen einerseits, sowie hohen Durchsatz der Rodetechnik andererseits. Selbstfahrende zweireihige und vierreihige Kartoffelvollernter mit einer Flächenleistung von bis 1 ha/Std. folgen diesem Ziel hoher Flächenleistung - so wie sie von Grimme, Dewulf, ATR, Amac oder Holmer/Harain entwickelt wurden. Das Gros der Kartoffelernte bleibt jedoch vorläufig - vor allem bei den in Österreich vorherrschenden kleineren Anbaustrukturen - den einreihigen, gezogenen Kartoffelvollerntern überlassen. Bei selbstfahrenden Vollerntern überwiegt der Einsatz der zweireihigen Maschinen, die den gleichen Systemaufbau wie der gezogene Zweireiher haben und zusätzlich mit einer wendigen Einradlenkung, Motor, Antriebsstrang und Kabine ausgestattet sind.

Damit kämpfen Europas Kartoffeltechnikproduzenten
Die zyklischen Schwankungen des Kartoffelmarktes aufgrund klimatischer Einflüsse, wechselnder Erntemengen und fluktuierender Erzeugerpreise stellen besonders große Anforderungen an das unternehmerische Können der Entwickler und Hersteller von Kartoffeltechnik. Eine starke Ausdünnung und Veränderung der Anbieterlandschaft ist die Folge, insbesondere auch in den letzten Jahren. Das technische Entwicklungstempo ist hoch und kann nur durch ausgesprochene Spezialisten beherrscht werden. Die Kapazitätsauslastung der Fertigung schwankt, die notwendige Angebotserweiterung auf internationale Märkte können nur wenige Hersteller bewältigen, die Liquidität zur Unternehmensfinanzierung muss mittelfristig gesichert sein, und gerade für die neu entstehenden osteuropäischen Märkte sollte der Anbieter in der Lage sein, gut abgestimmte Verfahrensketten vom Anbau, über Pflanzung und Ernte bis hin zur Ein- und Auslagerung der Kartoffel beraten und zusammenstellen zu können.

Von DI Wolfgang KUTSCHENREITER, Gailingen




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Autor: Johannes Paar Veröffentlichungsdatum: 24.07.2007 15:55
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