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| Ök.-Rat Hans Mair freut sich über eine erfolgreiche Veranstaltung. |
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Das Zuchtziel bei Braunvieh wurde in den letzten Jahren, so der Obmann, leicht abgeändert und die Wirtschaftlichkeit weiter in den Vordergrund gerückt. So soll eine Braunviehkuh das 10 bis 12-fache ihres Körpergewichtes an Milch bringen, das sind dann 6000 bis 8000 kg im Jahr.
Neben starker Leistung ist auch die Fitness, ausgedrückt in Langlebigkeit und Problemlosigkeit, ein wichtiges Zuchtziel. Als Basis für die lange Nutzungsdauer wird viel Wert auf ein gut aufgehängtes, gesundes Euter, robusten Stoffwechsel und stabiles Fundament gelegt.
„Eine Braunviehkuh muss mindestens 30.000 kg Milch und 4 Abkalbungen bringen, erst dann verdient der Halter einen echten Gewinn mit ihr. Vorher sind die Aufzuchtkosten nicht gedeckt. Das ist der Grund, warum wir in der Zucht auf hohe Lebensleistung gehen.“
Die Jubiläumsschau zeigt dies eindruckvoll: 7 vorgestellte Kühe liegen in der Lebensleistung über 100.000 kg, ein Fünftel der Ausstellungkühe über 50.000 kg. „Damit haben wir mit der 100-Jahr Schau gezeigt, dass wir das Zuchtziel auch erreicht haben,“ ist Hans Mair stolz auf die Leistung der Züchter und des Verbandes.
Bemerkenswert findet er auch das große Interesse, das die Züchter im Vorfeld der Veranstaltung zeigten. „Von den 1000 gemeldeten Tieren konnten wir aber leider aus Platzgründen nur etwa 250 auftreiben.“
Chancengleichheit!
„Jeder Züchter sollte die gleichen Chancen haben, und deshalb mussten wir Spielregeln einführen: Manipulationen in irgendeiner Form darf es nicht geben, jedes Tier soll so in den Ring, wie Gott es geschaffen hat.“ Ein einheitlicher Melkplan, überwacht vom LKV, garantierte, dass bei den Euterwertungen gleiche und faire Chancen herrschten. Auch die Top-Line täuscht das Auge, kosmetische Tricks wurden auch hier geahndet. „Die Regelungen stießen im Vorfeld auf große Zustimmung, bis auf zwei Züchter sprachen sich alle klar für die neuen Bedingungen aus.“
„Vom Besuch bin ich positiv überrascht, das betrifft die Besucherzahl, die über unseren Erwartungen lag, und auch die Ehrengäste, die uns besuchten. Praktisch war die gesamte Agrarpolitische Prominenz des Landes bei uns zu Gast. Das gab den Züchtern sicher neuen Auftrieb und stärkte ihre positive Einstellung. Jetzt gilt es, alle Synergien aus Politik, Wissenschaft und Forschung für die zukünftige Arbeit zu nutzen und die Herausforderungen der Zukunft, beispielsweise durch das neue Tierzuchtgesetz, anzunehmen.“