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Produktion und Einsatz von Kompost in der Landwirtschaft und im Gemüsebau
Die Kompostierung von organischen Abfällen hat ihren Ursprung in den Hausgärten und wurde später im Gemüsebau sowie in den Biobetrieben mit Tierhaltung weiterentwickelt. Vor etwa 25 Jahren wurden die ersten Geräte und Maschinen für die Umsetzung von Kompostmieten gebaut. Damit konnte die Landwirtschaft nicht nur die eigenen organischen Dünger veredeln, sondern hatte auch ab 1990 die Möglichkeit, Bioabfälle aus der getrennten Sammlung in wachsender Menge zu kompostieren.
Ein Spezialkompoststreuer bringt den feinen Kompost in Mengen von 10 bis max. 20 t/ha gleichmäßig auf den Ackerböden bzw. auf die Grünlandnarbe auf.
Der Einsatz von Kompost aus biogenen Abfällen in der Landwirtschaft, insbesondere im Gemüsebau, soll je nach Bodenart, Niederschlags- und Temperaturverhältnissen gezielt zu den Kulturen in abgestimmten Fruchtfolgen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten eingesetzt werden. Die Stallmistkomposte und Biokomposte zeigten bei Exaktversuchen in der Steiermark eine N-Wirksamkeit im Anwendungsjahr von rund 20 % und eine jährliche Nachwirkung von 3 – 5 %, sodass nach fünf bis zehn Jahren bereits eine im Vergleich mit anderen Versuchen hohe N-Gesamtwirksamkeit von rund 40 % (Gesamtwirkung) erzielt werden konnte. Diese sehr zufrieden stellende Kompostwirkung kann durch die Ergänzung mit leichtlöslichen N-Düngern (Jauche, Gülle, mineral. N) erreicht werden. Bei sachgerechter Kompostdüngung wird der Nitratgehalt im Grundwasser nicht negativ beeinflusst. Im Vergleich zu anderen Düngungsformen zeigte sich sogar eine geringere Belastung des Bodenwassers.
Es muss nicht immer der eigene Mist am Hof oder der gekaufte Mineraldünger sein, auf dem die besten Erträge heranwachsen, es kann auch der aus Küche und Garten gewonnene Kompost den gärtnerischen und landwirtschaftlichen Kreislauf nachhaltig beleben.

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Autor: Rudolf Hoenle Veröffentlichungsdatum: 11.06.2003 17:58
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