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Wer hat Angst vorm Testament?
Ein Testament zu machen ist für viele scheinbar ein Tabu- Thema. Aber warum haben viele Angst davor? Haben Sie ihren Nachlass schon geregelt?

Autor: Hans Meister Veröffentlichungsdatum: 28.09.2005 11:26
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[ 03.10.2005 14:10 ]
Ich habe noch kein Testament, denn das, was für mich wichtig ist, ist eh schon gesetzlich geregelt. Ansonsten gibts bei mir nix zu vererben, was irgendwie zu Streitereien führen könnte. Ich bin gerade dabei, mein Vermögen so zu verteilen, dass es ohne Erbschaftssteuer und/oder Schenkungssteuer direkt an die geht, die ich mir halt so ausdenke. Und wenn ich in ein paar Jahren dann abtrete, denke ich ist alles geregelt, ohne dass der Staat bzw. seine sozialistischen Vemögensvernichter und legalisierten Steuer-Raubritter von meinem Besitz was sich unter die Finger reißen kann.
Wenn es dennoch irgendwie nötig sein sollte, meinen letzten Willen durchzusetzen, werde ich ein Testament machen. Jedwede Angst davor ist unbegründet, ich halte es für die eine gute Vermögensversicherung, soweit die gesetzliche Erbfolge nicht schon alles vorweg nimmt. Meine Erfahrung in mehreren Diskussionen mit Altersgenossen (und Innen, für die FeministInnen): Wer Angst hat, ein Testament zu verfassen, sind meist Personen, die sich auch sonst schwer tun, eine klare Entscheidung zu treffen (dementsprechend ist auch die betriebliche bzw. familiäre Situation). Mein Tipp: Regelt klar was Ihr wollt, je früher desto besser.
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[ 03.10.2005 21:27 ]
helmar
Ich habe am Tage meiner Hofübernahme im Jahr 1982 mein Testament beim Notar gemacht und auch dort(und ich habe auch gewußt warum!) hinterlegt. Da bereits damals mein heutiger Mann bei uns wohnte und auch ins Wohnhaus für unsere Wohnung Arbeit und Geld reingesteckt hatte und er im Falle eines frühen Abganges meinerseits wahrscheinlich von Verwandten meines Vater rausgeekelt worden wäre, habe ich mich dazu entschlossen. Da war kurz drauf vielleicht der Teufel los: mein Vater hatte nichts besseres zu tun als diese Tatsache seinem Schwager zu erzählen
und selbiger riß kurz darauf brüllend die Küchentür auf und plärrte rein:" Seids ihr teppert! Dem Mensch( meinen Namen hatter er wohl in der Eile vergessen) zu übergeben! Wenn mit der was is, dann kriegts alles der......(möchte keine Schimpfwörter tippen) Häuslerbua!" Mein Vater war nicht da, aber meine Mutter und ich. Wir holten erst mal tief Luft, dann meinte meine Mutter dass sich am End noch keiner was mitnehmen hat können, und dass sie sich auf dem Buam auch im Falle dass mir was passieren könnte verlas
sen kann, mehr als auf andere. Bevor der gute Onkel wieder loslegen konnte bat ich ihn ganz höflich, dass er jederzeit gern reinkommen könnte, aber falls er hier herumstreiten möchte, dann sollte er die Tür von außen zumachen. Dass die Glasscheiben heilblieben hat Mutter und mich gewundert........aber scheinbar hat er das gebraucht, denn nach einigen Wochen ist er wieder aufgetaucht, aber er hat nie wieder was über das Testament oder den Buam oder sonstwas gesagt.

Über 20 Jahre sind nun mein Mann und ich verheiratet, und wir haben beide für den Fall des Falles Regelungen getroffen.......ich glaube dass es ganz einfach auch zur Ordnung gehört sich um diese Dinge zu kümmern.
Und ganz besonders dann wenn einem seine Lieben am Herzen liegen sollte man denen unnötige Probleme ersparen.
Mfg, helmar
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