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| Wenn man das gejammer der Kleinbauern hört wird einem wirklich schlecht! Wenn diese schlau gewesen wären, hätten sie Ihre Betriebe ab den fünfziger Jahren gewerblich organisiert, wie den Rest der Wirtschaft auch! Raiffeisen hats vorgemacht, die Nordamerikanische Landwirtschaft ebenfalls! In Russland hat man zum Beispiel Agrarbetriebe, welche nach der politischen Wende als Aktiengesellschaften geführt wurden und welche nach Begleichung der Altlasten durchaus kokurrenzfähig sind (ohne Strukturwandel)! Und was hat man in Westeuropa trotz jahrzehnte langer Billionenföderungen erreicht??? Museale Bauernhöfe!!!
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| [ 04.02.2007 13:59 ] |
Fadinger |
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Hallo!
No name - no brain ???
Hintergründig ist der Beitrag ja gerade nicht. So haben sich im als Beispiel angeführten Nordamerika gerade Kleinbetriebe im "Überlebenskampf" am zähesten erwiesen, und es ist auch gerade diese Betriebsgröße, die finanziell am besten dasteht.
Hingegen wurden und werden sg. "Wachstumsbetriebe" schon bei den kleinsten Marktschwankungen aus dem Rennen geworfen.
Und für alle, die nach grenzenlosen Wachstum gieren, für die bietet Russland sicher die Möglichkeit, ihre Träume zu verwirklichen. Ist eine leichtes, so einen Betrieb zu kaufen, es gibt laufend solche Landwirtschafts-AG´s, die zahlungsunfähig geworden sind, und nicht mal mehr die Löhne der Mitarbeiter auszahlen können, die warten dringenst auf neues Kapital ....
Gruß F
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Wo nix investiert wird, da steht man finanziell natürlich immer gut da und wenns dann immer noch nicht reicht, schickt man eben die Frau an die Arbeit oder zwackt etwas von Omas Sparbuch ab! Nur komisch, das bei der Raiffeisen das "Genossenschaftsprinzip" seit Jahrzehnten erfolgreich ist! Was sich natürlich auf Agrarbetriebe niemals übertragen liese! Ihre Argumentation ist nicht sehr glaubwürdig!
MfG Andreas Schmitt
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| [ 04.02.2007 14:50 ] |
Fadinger |
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Hallo!
Ja, richtig, wird uns von Kammer & Co als "Milchbauern brauchen flexible Familienkonzepte" propagiert. Nachzulesen im gleichnamigen Thread dieses Forums.
Zum "jahrzehntelang erfolgreichen Genossenschaftsprinzip" von Raiffeisen möchte ich zB. nur auf die "Scharinger-Umweg-Förderung" (auf gut deutsch Investitionsförderung) hinweisen, um zu verdeutlichen, auf was dieser "Erfolg" (???) beruht.
Gruß F
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Einfach lesen, da stehen die Antworten für die Zukunft:
http://www.maxeiner-miersch.de/standp2001-01a.htm
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Überlegt euch mal folgenden Denkansatz:
Wenn man mit mehreren Bauern eine GbR oder eine Genossenschaft gründet, ist das finanzielle Risiko für den Einzelnen am geringsten! Die Renditen zwar auch, aber im Nebenerwerb ist die Situation abzüglich sämtlicher Kosten auch nicht viel besser, dafür die Arbeit viel mehr. Wenn 50 Bauern mit zusammen 1500 Hektar einen Betrieb gründen würden, könnten 5-7 Personen im Vollerwerb darin Arbeiten mit angemessener Entlohnung, der Rest bekommt anteilig Rendite.Wenn man aber als Einzelbauer einen 30 Hektar Betrieb hat, kann man diesen nicht rationalisieren (und auch nicht multifunktional gestalten), weder maschinell noch Arbeitskraft mässig. Genau deswegen sind diese Kleinbetriebe so unwirtschaftlich und tragen sich nur durch andere Zuverdienste!
MfG
Andreas Schmitt
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www.landmaschinengemeinschaft.at
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| [ 05.02.2007 08:02 ] |
helmar |
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Lieber Andreas!
Solche Vorschläge gab es schon früher. Das Problem ist nur dass jene welche für andere den Stein der Weisen in der Hand hielten und genau wußten was für diese gut ist es selbst nicht getan haben........machs uns vor und in 10 Jahren reden wir dann weiter!
Mfg, helmar
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| [ 05.02.2007 11:48 ] |
Bobbl |
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Es kann schon funktionieren aber nicht in der Größenordnung. Wir sind auch nur ein Betrieb zwischen 30 -50 ha und besitzen nicht jede Maschine. Die Bauern sollten sich zu Gemeinschaften mit Maschinen zusammenschließen. Der Kauf der Maschine ist erschwinglicher und sie wird auch ausgenutzt. Einer kann sich auf Pflanzenschutz, der andere wieder auf was anderes spezialisieren. Das meiste Problem ist bei uns überhaupt das die Maschinen nicht voll ausgenutzt werden. Sonst kann man ja auch Arbeiten auslagern.
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Hallo,
also in Deutschland gibt es mittlerweile 15000 GbRs (Gesellschaften bürgerlichen Rechts), besonders Ostdeutschland hat seine ehemaligen LPGs
teilweise sehr erfolgreich in Landwirtschaftliche Grossunternehmen transformiert. 1220 ehemalige LPGs haben die Wende erfolreich gemeistert.
Gruss Andreas Schmitt
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| Einer ist ganz in meiner Nähe. Der "Rhönlandhof" hat auch eine eigene Internetseite, da ist der Betrieb genau beschrieben!
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| Die Idee mit 50 Bauern 1500 ha ist nicht schlecht, bloß Theorie und Praxis klaffen hier weit auseinander. Außerdem würden dann 45 weitere Vollarbeitskräfte, den in manchen Gebieten nicht vorhandenen Arbeitsmarkt belasten.
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| Es lohnt sich mal ein Blick auf den Deutschen Agrarbericht 2006; speziell auf den Teil B "Lage der Landwirtschaft", würde mich wundern wenn das irgendwo in Westeuropa anders wäre als hier!
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| [ 04.02.2007 14:07 ] |
Fadinger |
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Hallo!
Noch ein Nachsatz:
Zum Teil haben die "Genossen" der Genossenschaften so ihre Probleme mit den Gesetzen der Marktwirtschaft. So weit hergeholt ist der Begriff "Schwarzer Kommunismus" in diesem Zusammenhang nicht!
Gruß F
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| Gebt mal den Suchbegriff "Agrargenossenschaften" ein. Das wäre eine gute Alternative zum Familienbetrieb!
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Nun fühlt sich die Landwirtschaft wieder mal übergangen. Dass die Landwirte aber durch Globalisierung und weltweite Vermarktungsmöglichkeiten enorm profitieren wird wieder mal verschwiegen.
Fakt ist: Je freier der Handel desto höher in Summe (das heißt alle zusammen gerechnet) der Vorteil. Deshalb bin ich ein absoluter Verfechter des freien Welthandels!! Dieses System hat aber einen Nachteil: Wer vorher in einem geschützten Markt wie die Made im Speck lebt, verkraftet möglicherweise nicht das etwas rauere Klima des Wettbewerbs. Und da liegt ein mentales Problem in Felix Austria.
Ja, ich höre schon das gängige Gegenargument: Keine Fairness. In der Tat, die weltweiten Produktionsbedingungen sind nicht gleich, insofern gibt es Winner und Looser. Was ist dann zu tun? Die Winner müssen den Loosern die Nachteile ausgleichen. Wenn das passt, steigen alle als Winner aus. Das ist mit gutem Willen möglich. Aber wie reagiert der Durchschnittsösterreicher im allgemeinen und der österreichische Bauer im Besonderen: Sobald der Verdacht besteht, dass er was verlieren könnte, zieht er alle Register der Verhinderungstaktik, so dass nie und nimmer eine Änderung - und sei sie noch so gut - zustande kommen kann. Und das Ergebnis: Die anderen bestimmen die Musi, und Ötziland zieht sich wieder in den Schmollwinkel zurück.
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