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Ähenfusariosen bei Getreide
Vorkommen, Auswirkungen und Maßnahmen der integrierten Bekämpfung.


Fusarium auf Durumweizen
Erkrankungen des Getreides, verursacht durch Schimmelpilze der Gruppe Fusarium, wird in den letzten Jahren vermehrt Beachtung geschenkt. Die Ährenfusariose des Weizens und die Kolbenfusariose des Maises sind die beiden wichtigsten Fusarium-Krankheiten in Österreich. Trotz in der Regel geringer Auswirkungen auf den Kornertrag können die Schäden beträchtliche Ausmaße annehmen, insbesondere weil die ernährungsphysiologische Qualität des Erntegutes vermindert wird. Viele der Fusariumpilze verunreinigen das Erntegut mit Giften, den so genannten Mykotoxinen. Mykotoxin-Kontaminationen sind in Österreich überwiegend durch den Befall mit Fusariumpilzen am Feld bedingt und nur in geringerem Ausmaß durch Verpilzung bei unsachgemäßer Lagerung. Eine Sanierung befallener Getreidepartien ist aufwändig und meist nicht in ausreichendem Maße möglich.
Eine Vermeidung eines Fusariumbefalles und der damit einhergehenden Mykotoxinbelastung des Getreides ist am besten durch eine integrierte Vorgehensweise zu erreichen.

Wenn der Verdacht auf Fusariumbefall und Mykotoxinbelastung in einer Getreidepartie vorliegt, kann man den Myktoxingehalt durch chemische Analyse bestimmen lassen. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Probenahme zu legen, da der Toxingehalt innerhalb einer Partie erheblich schwanken kann. In gewissem Ausmaß kann man durch Ausreinigung von Schmacht- und Kümmerkörnern die Toxinbelastung verringern. Darüber hinaus bietet die Futtermittelindustrie Zusatzstoffe, um die Toxinwirkungen herabzusetzen.

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Autor: Rudolf Hoenle Veröffentlichungsdatum: 25.05.2004 11:44
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