Almen mit unterschiedlichen Weidetieren nutzen und pflegen
Die ÖAG-Sonderbeilage zum Thema Almwirtschaft beschäftigt sich mit der Frage, in welcher Art unsere Almen mit den zur Verfügung stehenden Weidetieren so genutzt werden können. In Teil zwei stehen Ziegen, Schafe, Pferde und Wildtiere im Mittelpunkt.
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Schafe sind Feinschmecker
Die Schafhaltung hat in den alpinen Regionen eine lange Tradition. Schafe wurden in den Sommermonaten auf die Almen getrieben und konnten sich meist in den steileren Gipfelregionen frei bewegen. Die Almhaltung brachte einerseits eine Arbeitszeiteinsparung und andererseits eine Futterersparnis. Schafe zählen als Wiederkäuer zu den sogenannten Grasfressern. Vor allem die Bergschafrassen zeigen ein sehr selektives Fressverhalten. Sie legen beim Grasen relativ große Strecken zurück. Die besten (nährstoffreichsten und am besten verdaulichen) und für die Schafe schmackhaftesten Pflanzen werden als erstes abgebissen. Diese Pflanzen werden auch sehr kurz verbissen, man spricht auch vom sogenannten „giftigen Zahn“ des Schafes. Bei zu geringer Besatzstärke bleiben die weniger wertvollen Pflanzen stehen, was sich langfristig negativ auf die Qualität der Weide auswirkt.
Ziegen – „Pioniere“ vieler Almen
Viele Almen wurden erst durch die „Pionierleistung“ von Ziegen (Zurückdrängung von Gehölzen und Sträuchern durch ständigen Verbiss) für andere Weidetiere nutzbar gemacht. Ursprünglich wurden Ziegen im Alpenbogen vor allem zur Milchproduktion gealpt. Das war der Hauptgrund, die Ziegen bei der Besiedelung des Alpenraums mit auf die Almen zu nehmen. Ziegen bevorzugen als Futter frische, saftige Blätter von Bäumen und Sträuchern, Knospen und Kräuter. Bevorzugt knabbern sie an jungen Ästen von Gehölzpflanzen und können so die Verbuschung von Almweiden hintanhalten. Einige Strauch- und Baumarten wie zum Beispiel Grünerlen oder Weiden neigen dazu, nach dem Schwenden erneut auszutreiben. Einige Jahre nach dem Schwenden sind die Flächen ohne Begleitmaßnahmen stark verbuscht. Hier sind Ziegen bestens geeignet, diese Flächen nachhaltig offen zu halten. Sie verbeißen die jungen, frischen Triebe von Gehölzen, wodurch diese geschwächt werden und letztendlich absterben.
Den gesamten Artikel können Sie in der Ausgabe 17/2012 unserer Fachzeitschrift "Der fortschrittliche Landwirt" nachlesen.
Die Autoren:
Dr. Susanne AIGNER; Univ.-Doz. Dr. Karl BUCHGRABER, DI Siegfried ELLMAUER, DI Norbert KERSCHBAUMER, Dr. Michael MACHATSCHEK, Josef MALLAUN, Ing. Josef OBWEGER, Dr. Ferdinand RINGDORFER und Ing. Josef ZANDL
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