5. Südtiroler Berglandwirtschaftstagung
Die Messe Bozen wurde wieder zur Anlaufstelle für Berglandwirte aus ganz Südtirol.
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Nach der Eröffnungsrede durch den Abteilungsdirektor der land-, forst- und hauswirtschaftlichen Berufsbildung Dr. Stefan Waldler, berichtete der Landesrats für Landwirtschaft Hans Berger von einer derzeit guten Preisentwicklung. Analog dazu sei jedoch auch die Kostenstruktur gestiegen, so dass man mit „Vorsicht in die Zukunft“ schauen und die Rahmenbedingungen in Italien intensiv verfolgen müsse. Positiv bewertete er die Wertentwicklung eines landwirtschaftlichen Betriebes. „ In Zeiten ohne gesicherte Vollbeschäftigung in Südtirol nimmt der Wert von Grund und Boden und somit auch eines Landwirtsbetriebs enorm zu“, so der Landesrat.
Bergbauern und die EU-Agrarpolitik
Anton Steixner, Landesrat für Land- und Forstwirtschaft Tirol (A), ging anschließend auf die Rolle der Berglandwirtschaft in der EU-Agrarpolitik ein. Er wünsche sich, dass die Bergbauern in der nächsten Förderperiode besser berücksichtigt werden. Vor allem eine differenzierte Betrachtung von Arbeitskraft und Fläche müsse erreicht werden. Dabei klagte er an, dass ein Bergbauer mit 10 Hektar oft mehr Arbeit leisten müsse, als ein Ackerbauer mit 100 Hektar, wobei letzterer bei den Zulagen mehr berücksichtigt werde.
Referenten der HBLFA Raumberg-Gumpenstein
Auch die allgegenwärtige Energiefrage wurde auf der Tagung beleuchtet. Inwiefern man als Landwirt Abhängiger oder Lieferant ist, zeigte Mag. Thomas Guggenberger des Lehr- und Forschungszentrums für Landwirtschaft, Raumberg-Gumpenstein (A) auf. Weitere Vorträge hochkarätiger Referenten aus Raumberg-Gumpenstein wurden von Dr. Johann Gasteiner und Univ. Doz. Dr. Leonhard Gruber über „Pansensensoren: Exakte Messung des pH-Wertes“ und „Kraftfuttereffizienz in der Milchviehfütterung und Grundfutterqualität“ gehalten.
Kurzreferate dreier Studenten und Details zur genomischen Zuchtwertschätzung
Fester Bestandteil der Tagung waren auch in diesem Jahr die Präsentationen von Studierenden der Freien Universität Bozen. Die von Univ. Doz. Dr. Karl Buchgraber vorgestellten Studenten referierten zu den Themen „Offenhaltung der Kulturlandschaft in Südtirol“, „Düngung der Wiesen und Weiden mit Gülle“ und „Nährstoffversorgung auf Natura-2000 Flächen in Südtirol“. Dr. Stefan Rensing erläuterte Details zur genomischen Zuchtwertschätzung im Rinderbereich, bevor eine Diskussion die Tagung abrundete und ausklingen ließ.
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